Transistoren in Chips
Heute geht es endlich um den PC. Dabei wollen wir erst einmal definieren, wie sich der Personal Computer von anderen Computern abgrenzt bzw. was genau er eigentlich ist.Computer allgemein gibt es in unzähligen Varianten. Und vor allem gibt es Unmengen von ihnen. Es gibt sogenannte Embedded Systems (integrierte Systeme) in Autos, Waschmaschinen, Handys, modernen MP3-Playern etc. Selbst diese winzigen Computer haben heute mehr Rechenleistung als der erste IBM-PC aus dem Jahre 1981. Auch Spielekonsolen oder Handhelds sind Computer - diese Aufzählung lässt sich ewig fortführen. Die Spitze bilden die Supercomputer. Es gibt vergleichsweise wenige von ihnen und es wird sogar eine Rangliste geführt, welcher Supercomputer mit wie vielen tausend CPUs mehr Leistung besitzt. Alles in Allem gibt es schon seit dem vergangenen Jahrhundert mehr Computer als Menschen auf unserer Erde.
Damit wir diese Computer benutzen können, brauchen wir Software. Software ist, wie schon erwähnt, der immaterielle Part des Computers. Man kann sie nicht anfassen, aber sie geht dennoch häufig kaputt. Softwaredefekte kommen wesentlich öfter vor als Hardwaredefekte. Eine Informatikerweisheit besagt, dass keine fehlerfreie Software existiert. Hinzu kommt noch, dass die Software auch auf unsere Missgeschicke reagieren muss, also Benutzerfehler abfangen.
Aber was steckt nun in dem PC, dem heute nicht mehr ständig grauen Kasten, der unter dem Tisch steht? Zum einen gibt es das Gehäuse mit Lüftern und einem Netzteil zur Stromversorgung. Als zentrale Komponente dient die Hauptplatine, das sogenannte Motherboard. Hierauf versammeln sich in der Regel alle übrigen Komponenten, welche im PC verbaut werden, mit Ausnahme von Festplatten oder DVD-Laufwerken. Auf der Hauptplatine befinden sich Steckplätze für den Arbeitsspeicher, den RAM (
Random
Access
Memory). Außerdem gibt es einen Platz für die Kernkomponente, die CPU (Central Processing Unit). Einen weiteren, sehr wichtigen, Platz gibt es für Erweiterungskarten, wie einer Sound- oder Grafikkarte. Auch Netzwerkkarten, IDSN-Adapter etc. gibt es in Steckkartenform wie PCI, PCI express oder AGP. Damit ist ein modularer Aufbau gewährleistet, auch wenn die Standards der Steckplätze heutzutage häufiger variieren, als damals. Zu guter Letzt gibt es noch diverse Anschlussmöglichkeiten für Festplatten, DVD-Laufwerke etc..
An der Rückseite des grauen Kastens bzw. der Hauptplatine finden sich zumeist die Hauptanschlüsse für Tastatur, Maus, Netzwerkkabel, Boxen usw., während es heute wohl kaum ein PC-Gehäuse mehr ohne USB-Anschluss auf der Vorderseite gibt.
Nachdem nun der grobe Aufbau erklärt ist, folgen in den nächsten Artikeln genauere Beschreibungen zu den einzelnen Komponenten.
Siehe auch:
Computerhardware - Verständlich vermittelt - Teil 1: Einführung
Computerhardware - Verständlich vermittelt - Teil 2: Die wirklichen Innovationen
Computerhardware - Verständlich vermittelt - Teil 3: Zahlensysteme
Computerhardware - Verständlich vermittelt - Teil 4: Zahlensysteme 2
Computerhardware - Verständlich vermittelt - Teil 5: Binärzahlen
Computerhardware - Verständlich vermittelt - Teil 6: Codierungsstandards
Der Autor Michael Sander schreibt in seiner Freizeit ebenfalls Artikel für Seiten, auf denen man z.B. Sofas günstig finden kann.