Transistoren in Chips
Im letzten Jahrhundert wurden viele Grundlagen für die heutigen Computer gelegt. Dazu zählen sowohl Software als auch Hardware. Um ein wenig Gefühl für das Alter der Grundlagen zu bekommen, möchte ich hier auf die Hardware-Seite eingehen.
Wie viele schon wissen, bestehen Computer aus jeder Menge sogenannter „Chips". Aber was genau steckt in ihnen drin? Die Antwort klingt eigentlich viel zu einfach: Transistoren, und zwar Unmengen davon. Ohne Transistoren wäre die heutige Technik undenkbar. Er ist das wohl grundlegendste Element von elektrischen Schaltungen eines Computers. Es handelt sich dabei um kleine „Schaltkreise", die entweder Strom durchlassen bzw. leiten oder eben keinen Strom durchlassen bzw. sperren. Erste Patente zum Prinzip des Transistors reichen zurück bis ins Jahr 1925 von Julius Edgar Lilienfeld. Später, in den 60er Jahren erst, wurde er brauchbar für CPU, RAM, ROM etc. Sogar der Tintenstrahldrucker stammt aus dieser Zeit, bevor dann in den 70er Jahren schon der Laserdrucker erfunden wurde.
Der erste Intel-Prozessor stammt aus dem Jahre 1971. Es war der Intel 4004, welcher mit sagenhaften 4 Bit arbeitete. Noch in der gleichen Dekade kamen 8- und sogar 16-Bit Prozessoren auf den Markt. 1978 kam es dann zum sogenannten IBM-PC, welcher durch Intel entstand und seinen Namen dadurch erhielt, dass durch IBM alle seitdem gebauten Prozessoren von Intel abwärtskompatibel sein sollten. Und da sich dieses Prinzip durchsetzte, bauen auch andere Hersteller wie z.B. AMD IBM-kompatible Prozessoren. Heute ist dieser Begriff allerdings kaum noch verbreitet, weil ohnehin die Mehrheit davon ausgeht, dass Programme von einem Bekannten auch bei ihnen selbst funktioniert. Vorausgesetzt natürlich, man benutzt das gleiche Betriebssystem.
Diese Grundlagen sind heute noch überall zu finden. Es ändern sich, für den Endanwender ersichtlich, im Grunde nur die Taktfrequenzen und Geschwindigkeiten, es gibt mehr Features. Höher, weiter, schneller. Aber der Kern ist der gleiche wie im letzten Jahrhundert. Und das ist bestimmt nicht schlecht, denn ein solides Grundlagenwissen veraltet dadurch nicht so schnell. Und das versuche ich mit dieser Artikelserie ja immerhin zu vermitteln, damit man z.B. beim nächsten PC-Einkauf weiß, was in dem grauen Kasten steckt und den Verkäufer mit kompetenten Fragen löchern kann oder aber bei Problemen schneller zur ersehnten Lösung findet.
Im nächsten Artikel werde ich etwas über die 0en und 1en schreiben, welche zur einzig verständlichen Sprache von Computern gehören, den sogenannten Binärzahlen.
Siehe auch
Computerhardware - Verständlich vermittelt - Teil 1: EinführungDer Autor Michael Sander schreibt in seiner Freizeit ebenfalls Artikel für Seiten wie z.B. www.sofas-günstig.de