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Computer und Internetsucht

Autor: seofoxx | Erstellt am: 26.07.2011 | Gelesen: 698
Kategorie: Gesundheit - Medizin & Chirurgie | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Computer und Internet als eine neue Form der Sucht

pixelio.de | Harry Hautumm
pixelio.de | Harry Hautumm
Bei dem Begriff Sucht denken viele Menschen an eine Drogensucht oder Alkoholsucht. Doch das Feld der Süchte hat mittlerweile ein unbeschreibliches Ausmaß angenommen. Das Word „Sucht" beschreibt ein psychologisches – medizinisches Krankheitsbild, dem eine psychische oder körperliche Abhängigkeit zugrunde liegt. Diese Abhängigkeit wird durch ein Zwanghaftes Verhalten gekennzeichnet, das sich durch stoffliche Substanzen oder Verhaltensweisen ausdrückt. Süchte werden untergliedert in Substanzgebundene und nicht – Substanzgebundene Süchte. Die Substanzgebundenen Süchte werden auch noch einmal untergliedert in legale Stoffe wie Alkohol, Nikotin, Medikamente oder Schnüffelstoffe und illegale Stoffe wie z. B. Synthetische Drogen, Opiate, Crack und Kokain. Zu den nicht – Substanzgebundenen Süchten gehört die Kaufsucht, Sportsucht, Spielsucht und Computer-/ Internetsucht. Einige dieser Süchte sind gesellschaftlich anerkannt bzw. werden von ihr toleriert, bspw. der dauerhafte Konsum von Zigaretten.

Eine Sucht entsteht auch nicht von heute auf morgen. Es ist ein langsamer und prozesshafter Verlauf und somit für Außenstehende auch nicht immer erkennbar. Anhand von einigen Kennzeichen kann jedoch ein Sucht - Verhalten erkannt werden. Dazu gehört u.a. ein Kontrollverlust über das Suchtmittel und Situationen die in diesem Zusammenhang stehen, Vernachlässigung von Freunden, anderen Interessen und verschiedenen Vergnügungen. Bei der süchtigen Person entsteht ein starker Wunsch/ Zwang die Substanz zu konsumieren oder das Suchtverhalten auszuüben.

Eine relativ neue und oben schon erwähnte Sucht, ist die Computer- und Internetsucht. Hiervon sind nicht nur Erwachsene betroffen sondern auch Kinder und Jugendliche. Viele Spiel- und Sportplätze sind heute verweist oder weisen nur eine geringe Anzahl an Kindern auf. Grund hierfür sind nicht nur die rückläufigen Geburtenzahlen, sondern auch der vermehrte Gebrauch des Computers. Kinder und Jugendlichen treffen sich nicht mehr draußen gemeinsam um etwas zu unternehmen, dafür trifft man sich in virtuellen Welten und spielt über das Internet miteinander. Hierzu kann man sogenannte Gameserver mieten, die sich ein Spieler selber einrichten kann um dort mit anderen realen Menschen zusammen spielen. Die Daten der Teilnehmer werden hierbei miteinander abgestimmt, so dass quasi ein interaktives Miteinander möglich ist.

Ähnlich ist es bei Erwachsenen es wird gespielt, gechattet und sogar die Partnersuche kann über den Computer ablaufen. Diese virtuelle Fantasiewelt bietet einem Großteil der Mensch einen Rückzugsraum in dem sie sich anonym bewegen können. In massiven Fällen droht diesen Menschen ein kompletter Realitätsverlust, da sie zwischen 10 und 17 Stunden am Computer verbringen. In dieser Zeit vergessen sie teilweise etwas zu essen oder zu trinken. Für Computerspieler kann sogar der Gang zur Toilette ein Problem darstellen, da sie dann aus ihrem Spiel gerissen werden würden.

Um wieder in das sogenannte „Real – Life" zurückzukehren muss es für einige Wochen zu einem kalten Entzug kommen. Die betreffenden Personen fangen sich in diesem Zeitraum an zu fragen was bei ihnen falsch gelaufen ist. Auch ist es sehr wichtig für sie neue Betätigungsfelder zu finden und ihnen Alternativen zum Computer aufzuzeigen. Desweiteren muss ihnen ein sinnvoller Umgang mit dem Computer und dem Internet vermittelt werden. Auch Angehörige und Freunde können den Betroffenen stark unterstützen. Eltern von Kindern und Jugendlichen können gemeinsam Regeln aufstellen wann man ins Internet kann und wie lange. Es sollte die Nutzung des PC überdacht werden: Muss ein PC unbedingt ins Kinderzimmer? Bei älteren Personen sieht die ganze Sache dagegen schwieriger. Verbote werden ab einem bestimmten Alter oftmals ignoriert. Eine Form der Unterstützung wären Verabredungen und auf das Einhalten dieser Verabredungen auch zu bestehen. Aber auch die Suche nach einem Therapeuten oder Selbsthilfegruppen ist eine Hilfestellung die man der betreffenden Person anbieten kann. Für alle Betroffenen gilt jedoch, dass man sie und ihr Problem ernst nehmen muss und dies nicht als Banalität durchgehen lässt.

Texterstellung: Ulrike Lehmann, SeoFoxx - Internetmarketing
Bilder: pixelio.de | Harry Hautumm

 
 
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