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Cochlea-Implantate: Wissenslücken bei HNO-Ärzten?

Autor: Schaarschmidt | Erstellt am: 16.06.2011 | Gelesen: 733
Kategorie: Gesundheit - Medizin & Chirurgie | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Zeitschrift 'Schnecke' diskutiert Stand der CI-Versorgung in Deutschland

Cochlea-Implantate: Wissenslücken bei HNO-Ärzten?  - aktuelle Ausgabe der
Cochlea-Implantate: Wissenslücken bei HNO-Ärzten? - aktuelle Ausgabe der "Schnecke" informiert (Que
Immer noch erscheint es wie ein medizinisches Wunder: Dank des Cochlea-Implantats (CI) können gehörlos geborene Kinder das Hören und die gesprochene Sprache erlernen, hochgradig hörgeschädigte Erwachsene ihren Hörsinn zurückgewinnen. Doch sind die mittlerweile vielfältigen Indikationen für eine CI-Versorgung sowie die damit einhergehenden Chancen für die Betroffenen auch jedem Arzt bekannt? – Nein, stellt die „Schnecke", führende Fachzeitschrift zum Leben mit CI und Hörgeräten, in ihrer aktuellen Ausgabe fest. Bestehende Wissenslücken und Vorurteile werden beispielhaft durch die Geschichte einer 55-jährigen CI-Trägerin illustriert; zahlreiche Experten äußern sich zum vorliegenden Fall.

Seit drei Jahrzehnten ist Karin Semmelsberger (55) hörgeschädigt. Ihre Fähigkeit, zu hören und gesprochene Sprache zu verstehen, ließ kontinuierlich nach. Doch die Konsultation mehrerer HNO-Ärzte sowie eine Versorgung mit Hörgeräten konnten der Frau aus Bad Honnef lange Zeit keine befriedigende Lösung bieten. Dass es Cochlea-Implantate gibt, erfuhr sie erstmals vor drei Jahren – von ihrer Schwester. – „Mein HNO-Arzt meinte gleich, ich solle mir nicht allzu viel Hoffnung machen", erinnert sich Karin Semmelsberger. Sie entschied sich dennoch für die CI-Operation und ließ sich im vergangenen Jahr in der Universitätsklinik Freiburg versorgen – mit beachtlichem Erfolg: „Es ist für mich ein kleines Wunder. Die Sprache hört sich zwar anders an (elektronisch), aber es ist lernbar."

Der geschilderte Fall ist nur einer unter vielen, von denen die Redaktion der „Schnecke" in jüngster Zeit erfahren hat. Wissen viele HNO-Ärzte also nicht genug über die Möglichkeiten einer CI-Versorgung? Informieren sie noch zu selten über Cochlea-Implantate und sprechen zu selten eine Empfehlung dafür aus? Zur derzeitigen Praxis der Patientenberatung und -versorgung äußern sich in der aktuellen Ausgabe u. a. Experten aus dem Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Cochlear Implant Gesellschaft e. V. (DCIG) und der Redaktion „Schnecke"/schnecke-online.

„Entscheidend ist die detaillierte Erklärung über das Ergebnis der Untersuchung und die heutigen Therapiekonzepte, sodass der Patient sich selbst ein Bild machen kann", erklärt beispielsweise Prof. Prof. h.c. Dr. Thomas Lenarz von der Klinik und Poliklinik für HNO-Heilkunde der Medizinischen Hochschule Hannover. Seinen Berufskollegen empfiehlt er: „Insbesondere bei Fällen, die nicht im eigenen Erfahrungsbereich liegen, sollte die Kooperation mit einem erfahrenen Hörzentrum unabdingbar sein. Nur so kann für den Patienten die jeweils beste Therapie nach dem heute erreichten Stand des Wissens, der Erfahrung und der Technologie erreicht werden."

Weitere Informationen unter www.schnecke-online.de sowie unter www.schnecke-ci.de. Medienvertretern stellen wir auf Anfrage gerne auch ein Ansichtsexemplar der aktuellen „Schnecke" sowie ein Pressefoto zur Verfügung.

Redaktioneller Hinweis:
Die „Schnecke" ist eine seit 1989 erscheinende unabhängige Fachzeitschrift, die von der Deutschen Cochlear Implant Gesellschaft DCIG (www.dcig.de) herausgegeben wird. Die Zeitschrift, die als gemeinnützige GmbH agiert, informiert ihre Leser über die Themen Cochlea-Implantat, Schwerhörigkeit, Taubheit, Tinnitus, Hörgeräte und Hör-Hilfsmittel. Fachbeiträge und Erfahrungsberichte von Betroffenen vermitteln dem Leser einen besonders tiefen Einblick in die Problematik von Hörschädigungen und ihrer Bewältigung. Zugleich bietet die Zeitschrift den Lesern ein Forum und vielfältige Kontaktmöglichkeiten. Thematischer Schwerpunkt ist das Leben mit Cochlea-Implantaten (CI) und Hörgeräten. Die „Schnecke" erscheint viermal jährlich mit einer aktuellen Auflage von 6.000 Exemplaren. Die Redaktion hat ihren Sitz in Illertissen; Chefredakteurin der „Schnecke" ist Hanna Hermann. Seit 2008 gibt es in Ergänzung zur Print-Ausgabe der „Schnecke" das Informationsportal www.schnecke-online.de mit Angeboten zum Thema 'Hören & Verstehen – CI & Hörgerät'; im Mai 2011 zählte das Portal 175.074 Seitenaufrufe.

Pressekontakt: Martin Schaarschmidt, Tel: (030) 65 01 77 60, eMail: martin.schaarschmidt@berlin.de; www.martin-schaarschmidt.de.

 
 
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