Die Citibank passt seit geraumer Zeit die Zinsen ihres Festgeldangebotes wöchentlich an jedem Mittwoch an. Ab dem 21. Oktober 2009 gibt es dabei für Laufzeiten von 12 bis 72 Monaten 0,10 Prozentpunkte höhere Zinsen als noch eine Woche zuvor. Damit beträgt der Spitzenzinssatz beim Festgeldangebot der Citibank nunmehr 3,75 Prozent pro Jahr – bei einer Laufzeit von sechs Jahren.
Mit diesem Zinssatz liegt die Citibank im Festgeld-Zinsvergleich des Fachportals tagesgeld-vergleich.net bei einer Laufzeit von sechs Jahren gleichauf an erster Stelle mit der niederländischen Credit Europe Bank und der Volkswagen Bank, dicht gefolgt von der Mercedes-Benz Bank mit 3,50 Prozent Zinsen pro Jahr.
Diese Zinserhöhung ist nicht die erste bei der Citibank und gibt Anlegern allen Grund zur Hoffnung, dass sich die Sparzinsen für mittel- und langfristige Festgelder bald noch weiter erholen werden und die Zinssätze etwa für täglich verfügbare Spareinlagen ebenfalls bald wieder steigen.
Experten gehen in diesem Zusammenhang davon aus, dass spätestens Ende 2010 die Europäische Zentralbank die Leitzinsen erhöhen wird, was direkte Auswirkungen auf die Spareinlagen mit täglicher oder fester Kündigungsfrist haben wird.
Auch wenn die Zinsen derzeit nicht so attraktiv erscheinen wie noch letztes Jahr, als es bis zu 5,00 Prozent aufs Tagesgeld und 5,50 Prozent aufs Festgeld gab, sollten Anleger die Inflation und die seit diesem Jahr geltende Abgeltungssteuer beachten.
Bei einer Inflation von derzeit nahe null Prozent und einem pauschalen Abgeltungssteuersatz von 25 Prozent zzgl. Solidaritätszuschlag oberhalb des Sparerpauschbetrages bleibt unterm Strich eine wesentlich höhere Rendite auch bei niedrigeren nominalen Zinsen als noch letztes Jahr, wo die Inflation im Durchschnitt bei 2,60 Prozent lag und Zinserträge oberhalb des Sparerfreibetrages mit dem persönlichen Steuersatz zu versteuern waren.
Daniel Franke