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Chuck Norris für Newt Gingrich

Autor: akellner | Erstellt am: 23.01.2012 | Gelesen: 245
Kategorie: Politik - Gesellschaft & Soziales | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Newt Gingrich bekommt schlagkräftige Hilfe: Chuck Norris

Chuck Norris für Newt Gingrich
Chuck Norris für Newt Gingrich
Kenn sie den? Chuck Norris macht keine Liegestütze, er drückt die Welt nach unten. Oder den? Warum schläft Chuck Norris bei Licht? Weil die Dunkelheit Angst vor Chuck Norris hat. Oder den: Globale Erwärmung gibt es nicht. Chuck Norris war einfach kalt, also hat er die Sonne aufgedreht. Sie wundern sich, wie Chuck Norris sich in den Tag der Wahrheit befördert hat? Nun, jedenfalls nicht mit einem "Roundhouse-Kick", der Kampftechnik, mit denen der B-Movie- und Serien-Held ("Missing in Action" 1-3, "Walker, Texas Ranger") unzählige seiner Film-Gegner erledigt. Nein, Chuck Norris (und seine Frau Gena, wie er betont) haben beschlossen, in den US-Vorwahlen für die Präsidentschafts-Kandidatur öffentlich Newt Gingrich zu unterstützen. Na und wenn schon, werden Sie vielleicht denken. Abwarten, finden wir.

Newt Gingrich bekommt schlagkräftige Hilfe: Chuck Norris

Lassen wir doch zunächst einmal Chuck Norris selbst zu Wort kommen, in diesem Fall auf newt.org, der offiziellen Website der Kampagne von Newt Gingrich, wo Norris, neben Ronald Reagans Sohn Michael, Gingrichs ehemaligem Gegenkandidaten Rick Perry und Sarah Palin - Sie erinnern sich sicher noch - als prominenter Unterstützer aufgeführt ist. Und wie nicht anders zu erwarten, stimmt die Chemie zwischen den beiden Südstaatlern Carlos (!) Ray "Chuck" Norris Jr. und Newton Leroy „Newt" Gingrich vortrefflich. Denn, so Norris, von den verbliebenen republikanischen Kandidaten sei Gingrich der einzige, dem er es zutraue, die Vereinigten Staaten zu alter Größe ("to her glory days") zurückzuführen. Ein erstes zentrales Element konservativer amerikanischer Wahlrhetorik - ebenso auf die Tage von Abraham Lincoln wie auf die von Ronald Reagan zu münzen.

Die Mission ist größer als jeder Mann

Gingrich, so fährt Chuck Norris etwas zweideutig fort, sei einfach der beste Mann, der auf dem Schlachtfeld ("Battlefield") noch übrig sei, um Obama und seine Kampagnen-Maschine zu überlisten, auszuspielen und zu überdauern ("outwit, outplay and outlast"). Der unmenschliche, kalte Gegner ist damit benannt, den es für den Texas Ranger und seine Freunde mit dem Herzen auf dem rechten Fleck zu erledigen gilt. Doch zuvor, das weiß auch Chuck Norris, muss die republikanische Kandidatur errungen werden. Aber auch dafür weiß Norris Rat. Er empfiehlt, nein er fordert Gingrich heraus (wir reden hier über Chuck Norris; Empfehlen ist nicht sein Ding), dass dieser seinen eigenen Vorschlag wahrmacht, alle innerparteilichen Gegner in sein (Schatten-)Kabinett aufzunehmen. Problem gelöst. Eventueller Wiederspruch eines Mitt Romney oder dergleichen wird von Chuck Norris einfach mit einem Zitat weggebügelt. "This mission is greater than any one man."

Durchlässige Grenzen und ausländische Staatsanleihen

Das sitzt wie eine rechte Gerade, denn der Zitatgeber, den Norris natürlich nennt, ist kein geringerer als General Sam Houston, siegreicher Feldherr im texanischen Unabhängigkeitskrieg gegen Mexiko. Mehr Geschichte gefällig? Kein Problem für Chuck Norris. Er sei es, so schreibt er, müde, mitanzusehen, wie das Land von denen in Stücke gerissen werde, die alle Probleme mit mehr Staatsschulden und -kontrolle lösen wollten und dabei die US-Bürger ausraubten, wie einst der König von England. (Barack I.?) Desgleichen ergehe es ihm mit dem Ausverkauf der amerikanischen Souveränität durch "ausländische Staatsanleihen" (vielleicht doch eine kleine Unsicherheit auf diesem Gebiet…) und durchlässige Grenzen (!). Und zum Schluss eine Drohung: "Ich werde nicht einfach hier sitzen und mir den Verfall und die Erniedrigung der USA mitansehen."

Wenn man den konservativen Kanon der US-Wahlrhetorik auf eine Din A4-Seite packen wollte, hätte man es nicht besser machen können. Chuck Norris macht zwar keine Politik, aber er weiß, was zu tun ist. Wer übrigens glaubt, über so etwas lachend hinweggehen zu können, hat Wahlkampf in den USA nicht verstanden. Einen noch? Chuck Norris ist so cool, dass die Schafe ihn zählen, wenn er ins Bett geht. You bet your ass, partner.

Andreas Kellner
www.zeit-und-wahrheit.de/..

 
 
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