Chronischer Juckreiz gehört zu den quälendsten Beschwerden überhaupt.
Es hat jeder schon mal einen Juckreiz verspürt, vielleicht war das auch einfach nach einem Mückenstich. Wie verhält sich der Mensch weiter? Er sucht nach der Lösung des aufgetretenen Problems, er beginnt zu kratzen. Natürlich erleichtert das zuerst die Qualen, aber durch das Kratzen wird die Haut aufgerissen und kann Schmerzen verursachen. Es kann immer schlimmer werden. Wenn der Juckreiz nicht aufhört, und der Betroffene immer weiter kratzen muss, so spricht man vom
chronischen Juckreiz. Die Haut kann sehr lange darunter leiden, sie heilt nicht, und das Jucken verschwindet auch nicht.
Jeder reagiert anders
Der chronische Juckreiz verläuft nicht bei allen Patienten gleich, jeder reagiert auf diese Krankheit anders. Die Ärzte nennen
Neurodermitis als die Ursache für den Juckreiz, der sich in chronischer Form zeigt. Der Arzt wird entscheiden müssen, welche Therapie anzuwenden ist. Es gibt ja mehrere. Der chronische Juckreiz lässt sich nicht so leicht zu behandeln. Vor allem braucht er sehr viel Zeit, eine Besserung tritt nicht so schnell ein.
Außerdem muss bei dem chronischen Juckreiz viel experimentiert werden, man tastet sich so langsam nach vorne. Der Kranke wird es merken, welche Medikamente ihm besonders gut tun und bei welchen er keine Erleichterung verspürt. Der Arzt und der Patient sind ein Team, die den Erfolg anstreben. Bei der Behandlung des chronischen Juckreizes braucht man sehr viel Geduld.
Nach der Ursache suchen
Es wird nach der Ursache gesucht. Ein Mensch, der am chronischen Juckreiz (
Neurodermitis) leidet, könnte Schwierigkeiten an seinem Arbeitsplatz gehabt haben oder unter einem Problem schon längere Zeit leiden, das er nicht selbst lösen kann. So kommt es zum Stress. Der chronische Juckreiz wird sehr oft am Anfang gar nicht ernst genommen, man denkt, es wäre ein Produkt daran schuld, das man gerade zu sich genommen hat. Man überlegt auch, ob die Ursache am Stoff liegen könnte, der getragen wird.
Natürlich merkt der Betroffene mit der Zeit, dass er mit seinen Vermutungen falsch liegt, weil der Juckreiz nach wie vor da ist. Es ist eine große psychische Belastung. Besonders Frauen fühlen sich mit dem chronischen Juckreiz unsicher. Sie trauen sich nicht mehr irgendwo hinzugehen, meiden Veranstaltungen und Freunde. Die Nerven sind sehr angespannt, der Stress lässt nicht nach, sondern wird noch größer. Unter solchen Bedingungen kann man an eine Besserung nicht denken.
Die Verschlimmerung des Zustandes eines Patienten mit dem chronischen Juckreiz kann in eine Depression hinauslaufen. Dann muss auch noch ein Psychotherapeut aufgesucht werden. Man sollte zusehen, dass alle diese Komplikationen gar nicht eintreten können. Es hängt vieles von dem Betroffenen selbst ab.
Optimistisch bleiben
Manche Menschen mit dem chronischen Juckreiz bleiben trotz der vielen unangenehmen Empfindungen ziemlich optimistisch gestimmt. Sie meiden die Gesellschaft nicht, besuchen Freunde, nehmen aktiv an unterschiedlichen Maßnahmen teil. Diese Einstellung hilft ihnen schneller die Krankheit zu besiegen. Die Erfahrung zeigt, dass den Patienten mit chronischem Juckreiz das Kühlen sehr gut tut. Man kann heute spezielle Salben kaufen, die diese kühlende Funktion übernehmen. Die Ärzte empfehlen, viel zu schwimmen. Das Wasser darf aber nicht warm sein, es muss auch chlorfrei bleiben, sonst wird die Haut wieder gereizt.