Zubereitung im Wok
Chinesische Küche ist genauso vielfältig, wie die Regionen des Landes. In Peking bevorzugt man Teigwaren, wie Frühlingsrollen und Nudeln. In Shanghai stehen Fischspezialitäten, Süß-Saures und Sojasauce bevorzugt auf dem Speiseplan. Scharfes gibt es in Szetschuan kombiniert mit Reis, Ente und Fleisch kommen ebenso auf den Tisch. Tropische Früchte, Gemüse, Fleisch, Fisch und Geflügel lieben die Menschen der Kanton-Region. Aus dieser Region stammt auch das Rührbraten in der Wokpfanne. Der Mix aus Süß und Sauer, Scharf und Mild, Weich und Knackig bestimmt im Großen und Ganzen die Zubereitung in der chinesischen Küche. Ingwer und Knoblauch zählen zu den bevorzugten Gewürzen. Tofu, Bambussprossen, getrocknete Pilze, Frühlingszwiebeln, Blattgemüse, ergänzen die Zutaten. Reiswein, Sojasauce, Hoisinsauce, Pflaumensauce, Sesamöl und Gewürzpasten dürfen nicht fehlen. So entstehen ausgewogene und auch für das Auge harmonische und nahrhafte Gerichte.
Der Wok ist zur Zubereitung traditionell und hat auch schon in deutschen Küchen vor vielen Jahren Einzug gehalten. Er erinnert an eine Pfanne, nur hat er einen kleinen runden Boden und ausladende Seiten, dazu den langen Stiel. Zum
Wok gehört der Deckel, zum schonenden Garen. Moderne Woks gibt es in vielen Ausführungen. Aus Aluminium oder Eisen sind sie am günstigsten. Modelle aus Gusseisen sind robust und standfest, dafür aber auch schwerer. Aus Edelstahl sind sie leicht und gut zu handhaben. Mit elektrisch beheizbaren Woks können Speisen direkt am Tisch zubereitet werden. Diese Ausführungen haben allerdings auch ihren stolzen Preis.
Für Speisen, die im Wok zubereitet werden, ist es wichtig, die Zutaten klein zu schneiden. Das erfordert etwas Vorarbeitung, dafür ist das Ergebnis aber unschlagbar gut. Das Rührbraten ist das A und O beim Wok. Die geschnittenen Zutaten werden kurz bei starker Hitze unter ständigem Rühren gegart. Dabei sollte die Reihenfolge beachtet werden. Zutaten wie Gemüse, die eine lange Garzeit haben, kommen zuerst hinein, dann der Rest. Fertig Gebratenes kann an den großen Rand geschoben werden. Das Braten selbst geht superschnell. Der Wok wird trocken erhitzt, erst dann kommt Öl dazu. Am besten eignen sich Nuss- oder Sesamöl. Damit bleiben die Röststoffe auch wunderbar erhalten. Mit dem Wok lässt sich nach Anleitung auch Frittieren, Dämpfen oder Schmoren. Daher sind die Gerichte auch so gesund und alle Nährstoffe bleiben erhalten. Reis und Gemüse lassen sich auch hervorragend in einem
Reiskocher zubereiten.
Typische chinesische Gerichte sind die Pekingente oder Bami Goreng, Frühlingsrollen und Schweinefleisch Süßsauer. Aber es gibt noch zahlreiche chinesische Köstlichkeiten, die sich in der Wokpfanne zubereiten lassen. Wie wäre es zum Beispiel mit Scharfem Rindfleisch mit Bohnensauce oder Geschmortem Hähnchen mit Wasserkastanien? Einfach Lecker!
Nina Blank
Foto: Paul-Georg Meister / pixelio.de