Der neue Chevy Captiva im ersten autonet.at-Test.
Chevrolet feiert heuer seinen 100. Geburtstag. Viel Feines in der Automobilgeschichte haben wir Chevy zu verdanken. Wir erinnern uns an Legenden wie die Corvette, den 58er Impala, den Bel Air, den Camaro SS und den Blazer. Diverse Krisen, seien sie nun öl- oder finanzbedingt, haben vom alten Glanz nicht mehr viel übrig gelassen. Und auch der Eintritt in den europäischen Markt im Jahr 2005 war nicht sonderlich ruhmreich: Chevrolet übernahm den koreanischen Hersteller Daewoo und verkaufte die mäßig beleumundeten Modelle wie Matiz, Kalos und den Nexia mit dem aufgeklebten so genannten „Bow Tie"-Logo. Mittlerweile hat Chevrolet aber hierzulande das Korea-Image (wobei das dank Kia und Hyndai längst nicht mehr negativ besetzt ist) ganz gut abschütteln können. Hauptverantwortlich dafür sind die Kompaktlimousine Cruze und der Kleinwagen Spark. Der noch heuer bei uns auf den Markt kommende Camaro und die Corvette werden weiters ihren Teil zur Imagekorrektur beitragen.
Keinen sonderlichen Anteil daran aber hatte bisher der erste Euro-SUV der Marke, der 2006 eingeführte Captiva. Im extrem prosperierenden SUV-Markt fristete er gemeinsam mit seinem Schwesternmodell Opel Antara ein Schattendasein. Sein Manko: unscheinbares Design, wenig aufregende Innenraumanmutung, technisch nicht auf dem letzten Stand und ein dafür nicht gerade wohlfeiler Preis. Aber, wir wollen nicht lange in offenen Wunden wühlen. All das versucht nun Chevrolet mit dem neuen Captiva nämlich vergessen zu machen. Der Weg dorthin findet vorrangig über ein umfassendes Design-Relaunch statt. Die Front des Captiva wurde ordentlich aufgeblasen. Mit dem zweigeteilten, großen Kühlergrill mit bulliger Frontschürze stellt der Chevy schon was da. Auch die Seitenansicht mit den ausgestellten Kunststoff-Radläufen und -Flanken flößt durchaus Respekt ein. Und auch Heckseitig macht der Captiva mit Unterfahrschutz und Doppelauspuffanlage einen auf tough. Die Gefahr im allgemeinen SUV-Allerlei unterzugehen, ist mit dem erstarkten Auftritt jedenfalls denkbar gering.