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Chartanalyse zum DAX - Unsicherheit hält an

Autor: criss | Erstellt am: 07.12.2008 | Gelesen: 899
Kategorie: Geld - Versicherung & Vorsorge | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Ein Investment ohne Betrachtung des Charts ist wie eine Autobahnfahrt bei Nacht ohne Scheinwerfer.

Trotz der neuen steuerlichen Regeln ab Januar 2009 - es grüßt die Abgeltungssteuer mit pauschalen 25 Prozent + Soli und Kirchensteuer - scheint der deutsche Anleger kein verstärktes Interesse an der Aktienanlage zu haben. Damit einhergehend haben auch die Börsenumsätze im Frankfurter Xetra-Handel einen Einbruch im November von fast 50 Prozent im Vergleich zu November 2007 hinnehmen müssen.

Wenn wundert dies auch noch aufgrund der vorherrschenden Finanzmarktkrise (Unwort des Jahres 2008?). Dennoch gibt es bereits jetzt zahlreiche Schnäppchen unter den 30 DAX-Unternehmen, spricht jedoch allein die fundamentale Bewertung für einen Einstieg oder sollte man lieber die düster erscheinenden Quartalsergebnisse des kommenden Jahres abwarten? Dies bleibt wohl zu Recht die Gretchenfrage unter zahlreichen Anlagen. Daher möchte ich mich heute der Möglichkeit der Technischen Analyse bedienen um Ableitungen zur möglichen DAX-Entwicklung treffen zu können. Als erstes, zur groben Einschätzung der Gesamtlage, bilde ich den DAX im 10-Jahreszeitfenster auf Wochenbasis ab. Hierbei ergänzt durch einen gleitenden Durchschnitt (Trendfolgemodell) in der 78iger-Periodeneinstellung welcher bereits frühzeitig Signale für entsprechende Indexbewegungen (siehe Pfeil- und Textmarkierungen) lieferte. Übergeordnet befindet sich der DAX, ganz gleich ob dieser bei 5.000 oder 4.000 Punkten notiert, noch immer in einem intakten Abwärtstrend.



FAZIT: 50/50 – Ausbruch aus Trading Range (4.700/4.300) abwarten
Mit der Eröffnung am Montag, 08.12.2008, sollte der DAX gleich zu Wochenbeginn mit einer anständigen Punktelücke (aufgrund der Aktienrallye vom Freitagabend in den USA) im Vergleich zum Schlussstand vom Freitag starten – wahrscheinlich ist eine Differenz von 100 bis 140 Punkten. Hierbei ergibt sich bereits eine erste Indikation. Behauptet der DAX diese Indexlücke während des Wochenstarts, so wären weitere Steigerungen denkbar und folglich sollte der DAX mit dem Überschreiten der Marke von 4.700 Punkten weitere Kraft besitzen die seit September bestehende Abwärtstrendlinie im Bereich von 5.000 attackieren zu können. Das eigentliche Indexziel im Falle eines Ausbruchs über 4.700 Punkte liegt zw. 5.150 und 5.250 Punkten. Kann sich der DAX jedoch nicht oberhalb von 4.400 Punkten halten, scheint ein rasches Schließen der entstandenen Lücke unausweichlich. Im Zuge eines solchen Rücklaufs generiert der DAX anhaltendes Abwärtspotenzial bis zunächst rund 4.300 Punkte. Ein Schlussstand unterhalb von 4.320 Punkten leitet zwangsläufig nochmals einen ca. 300 Punkteabschlag bis zu den Jahrestiefs vom 24. Oktober bei 4.014 Punkten ein. Kann auch dieses Indexlevel (bereits zweimal erfolgreich getestet) nicht verteidigt werden, so generiert der DAX ein weiteres Folgeverkaufssignal und ein Test der Unterstützung von rund 3.600 Punkten steht zwangsläufig auf der Agenda.



LONG Szenario:
Der DAX sinkt nicht nochmals unter das Niveau von 4.400 Punkten und generiert stattdessen mit dem Überwinden der Indexmarke von 4.700 Punkten erneutes Erholungspotenzial bis zum Widerstandsniveau um 5.200 Punkte. Ein Ausbruch darüber würde einen Folgeimpuls bis zur primären Abwärtstrendlinie bei aktuell rund 5.800 Punkten auslösen. Auf diesem Indexniveau (u. a. der 200-Tage-Durchschnitt) sollte sich sodann der weitere mittelfristige Verlauf entscheiden.

SHORT Szenario:
Die Schwäche kennt kein Ende und mit dem abermaligen Scheitern bei 4.700 Punkten steht zunächst ein Test des Niveaus von 4.300 Punkten an. Ein Bruch dieser Unterstützung erscheint aufgrund der allgemeinen und wiederkehrenden „Ängste" äußerst wahrscheinlich und somit wird sich um 4.000 Punkten entscheiden müssen ob der DAX einen Dreifachboden ausbilden kann oder aber das eigentliche Korrekturziel von rund 3.600 Punkten anläuft. Im Falle weiterer Sell-Offs frohlockt gar die runde 3.000-Marke!

Copyright by Christian Kämmerer

Die dargestellten Charts wurden mit TradeSignal -Webedition- erstellt.

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Haftungssauschluss:
Die vorgestellten Szenarien dienen lediglich der Information und stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf dar. Jedes Geschäft mit Derivaten und sonstigen Finanzprodukten ist mit entsprechenden Risiken behaftet. Eine Haftung für Vermögensschaden wird nicht übernommen. Jeder Anleger handelt auf eigenes Risiko.
 
 
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