Der physische Silbermarkt ist seit geraumer Zeit leergefegt und dennoch befindet sich der Silberpreis in Dollar wie auch in Euro keineswegs nahe der Allzeithochs (anders als beispielsweise Gold in Euro – dies glänzte in der vergangenen Woche abermals mit einem neuen Allzeithoch!). Wo im Falle von Silber die fundamentalen Ursachen liegen, soll hier und heute nicht das Thema sein. Darüber gibt es bereits zahlreiche Bücher sowie Unmengen an diversen Expertenausführungen.
Bevor ich nunmehr mit der technischen Analyse beginne, möchte ich abschließend dennoch erwähnen, dass man zu Preisen wie derzeit – zukünftig (aus mittel- bis langfristiger Sicht) sicherlich keine Barren, Unzen oder auch Münzen erhalten wird. Doch back to basic – was sagen die Charts. Im Zuge der Stabilisierung von Silber im Bereich von 7 Euro gelang mit der Überwindung des Preisniveaus von 8,20 Euro zunächst ein Folgeanstieg von mehr als 20 Prozent. Dieser Anstieg führte zu Beginn der abgelaufenen Handelswoche direkt bis an die seit März 2008 bestehende Abwärtstrendlinie, welche, so schien es, eine Hürde darstellen könnte. Doch der Wochenausklang belehrte ein jeden Skeptiker. Denn mit dem Wochenschlusspreis oberhalb von 10 Euro generierte Silber in Euro gerechnet ein strategisches Kaufsignal. Mittel- bis langfristige steigende Preise sollten daher niemanden Überraschen.

FAZIT:Aufgrund der aktuellen Steilheit der Bewegung, sollten kurzfristige Rücksetzer bis an das Ausbruchslevel einkalkuliert werden, doch dies stellt aufgrund der erfolgten Bodenbildung im Bereich von 7 Euro keineswegs ein negatives Setup in Aussicht. Vielmehr ist das Gegenteil der Fall und somit sollte nach einer möglichen Verschnaufpause Silber in Euro auf Preise bis deutlich über 10,50 Euro ansteigen können. Sofern Silber tatsächlich stärker konsolidiert, sollte möglichst dass Preislevel von 9,20 Euro gehalten werden können, da sich auf diesem Unterstützungsniveau unter anderem auch der 200-Tage-Durchschnitt befindet. Bei einem Tages- bzw. Wochenschlusspreis unterhalb von 9,20 Euro ruft zwar der Preisbereich von 8,50 Euro (ehemaliges Widerstands- jetzt Unterstützungslevel), doch auch spätestens auf diesem Preisniveau ist mit einem neuen Aufwärtslauf zu rechnen. Verweilt Silber weiterhin oberhalb von 10 Euro werden mittelfristige Preise bis in den Bereich von 12,50 Euro sowie langfristige Preise bis oberhalb von 14 Euro aktiviert.

LONG Szenario:Silber stabilisiert sich über 9 Euro und zeugt von weiterer Stärke. Mit dem Ausbruch über 10 Euro bzw. dem Ausbruch über die primäre Abwärtstrendlinie beendet Silber die seit 2008 anhaltende Korrekturbewegung und macht sich auf, Preisziele von 11,50 bis 12,50 anzulaufen. Oberhalb von 12,50 erfährt der Silberchart wieder höchst bullischen Charakter und die Hochs des neuen Jahrtausends im Bereich von rund 14 Euro werden wieder interessant.
SHORT Szenario:Silber sackt wieder deutlich unter die jüngst gebrochene Abwärtstrendlinie zurück. Dementsprechend kann die Unterstützung von 9,20 Euro nicht gehalten werden. Ein weiterer Abverkauf bis in den Preisbereich von 8,10 bis 8,50 Euro ist unvermeidlich und spätestens auf diesem Niveau entscheidet sich der weitere mittelfristige Verlauf. Unterhalb von 8 Euro rücken abermals die Tiefstpreise des Jahres 2008 auf die Agenda. Gelingt die Stabilisierung um 7 Dollar nicht nochmals, so werden Preise bis mindestens 5,50 Euro möglich.
Copyright by Christian KämmererDie dargestellten Charts wurden mit TradeSignal -Webedition- erstellt.
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Haftungssauschluss:
Die vorgestellten Szenarien dienen lediglich der Information und stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf dar. Jedes Geschäft mit Derivaten und sonstigen Finanzprodukten ist mit entsprechenden Risiken behaftet. Eine Haftung für Vermögensschaden wird nicht übernommen. Jeder Anleger handelt auf eigenes Risiko.Die vorgestellten Szenarien dienen lediglich der Information und stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf dar. Jedes Geschäft mit Derivaten und sonstigen Finanzprodukten ist mit entsprechenden Risiken behaftet. Eine Haftung für Vermögensschaden wird nicht übernommen. Jeder Anleger handelt auf eigenes Risiko.