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Charakter-Typen und Menschen-Kenntnis. (67)

Autor: WolfgangSchwalm | Erstellt am: 06.03.2011 | Gelesen: 1820
Kategorie: Beruf - Bildung & Karriere | Bewertung: rateArateArateArateArateB
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(Online-Artikel.de) - Äußerlichkeiten führen schnell zu Oberflächlichkeiten und Irrtümern.

Mitsu tomoe: Sonne, Himmel, Erde, Mensch
Mitsu tomoe: Sonne, Himmel, Erde, Mensch
Schon immer waren allen Menschen zwei Dinge wichtig:
  1. Der Blick in die Zukunft und

  2. Das Erkennen seiner Mitmenschen.

Beide Unvermögen verursachen große Un-Sicherheit! Deshalb bedienen wir uns verschiedener Interpretationen anhand unterscheidbarer Merkmale und Vorkommnisse: Astrologie und Deutung von Körper-Merkmalen bzw. Ver-Haltensweisen. Gestärkt wird das ganze auch noch durch Unmengen von Volks-Weisheiten in Form von Merk-Sprüchen. Aber Vor-Sicht: Mit oberflächlicher Schluß-Folgerung könnten Sie schnell auf den Holzweg geraten! Der erste Eindruck, etwa bis zu 7 Sekunden, dient von Natur aus zu der schnellen Beantwortung der Situations-Sicherheits-Fragen: Was? Wer? Wo? Wann? Ein Mensch schwarzer Hautfarbe kann auch eine geborene MünchenerIn mit deutschem Pass und Germanistik-Studium sein, die sie gerade von der Bahnsteigkante wegreißt!

>Sicher ist nur: Es gibt männliche, weibliche und androgyne Menschen – weltweit. Jede Frau hat 40 % bis 60 % Testosteron> (Hormon)> und jeder Mann 40 – 60 % Östrogen. Die westliche ODER-Logik irrt also auch hier. Ich spreche deshalb lieber von feminin und maskulin. Neben schwarz und weiß gibt es bekanntlich noch 256 Graustufen. Die Natur bevorzugt fließende Übergänge! Nur Kulturen arbeiten mit scharfen Grenzen, z. B. Statistiken.

Die einfachste und schnellste Einteilung mit schlussfolgernder Definition (Eigenschaften und Eigenheiten) gelingt uns über den ...

...Konstitutionstyp (Körperbautypen) versteht man in der Medizin die Beschaffenheit des Einzelmenschen in Bezug auf Körperbau, Leistungsfähigkeit und seelisches Verhalten. Aus heutiger Sicht gelten die Konstitutionstypologien als wissenschaftlich überholt. Die meisten Annahmen über konstitutionelle und psychische Zusammenhänge wurden empirisch widerlegt. Vier Temperamente:

Im antiken Griechenland unterschied man die vier Temperamente. Die mit ihnen verbundene Säftelehrewar bis in die frühe Neuzeit wirksam, ist aber heute vollständig widerlegt.

  • Sanguiniker: lebhaft, beweglich, optimistisch, leichtblütig

  • Phlegmatiker: schwerfällig, behäbig, bequem, gleichgültig, gemütlich

  • Choleriker: leidenschaftlich, aufbrausend, jähzornig, unbeherrscht

  • Melancholiker: schwermütig, trübsinnig, pessimistisch, langsam

Konstitutionstypen:

Die Einteilung der physischen Konstitutionstypen ... Mit diesen wie folgt geschilderten physischen Eigenschaften sind jedoch auch psychische Eigenschaften verbunden, siehe seine Typenlehre. Er unterteilte in:

  • Pykniker: mittelgroß, gedrungener Körperbau, Neigung zu Fettansatz, Brustkorb unten breiter als oben, kurzer Hals und breites Gesicht. Temperament behäbig, gemütlich, gutherzig, gesellig, heiter, lebhaft bis hitzig oder auch still und weich.

  • Athletiker: kräftiger Körperbau, breite Schultern, oben breiter Brustkorb. Temperament im Allgemeinen heiter, forsch und aktiv.

  • Astheniker / Leptosome: mager, zart, eng- und flachbrüstig, mit dünnen Armen und Beinen, körperlich und geistig empfindlich, kompliziert, sprunghaft. Astheniker seien Menschen von blass-schmalgesichtigem, „asthenischem" („schwachem") Konstitutionstyp. Verhältnismäßig lange, dünne Gliedmaßen, ausgezeichnet durch Langhalsigkeit, einen relativ kleinen Kopf und einen schmalen, flachen Brustkorb. Als leptosom bzw. leptomorph bezeichnete Kretschmer Menschen mit schlankem, schmalwüchsigen Körperbau und schmalen, leichtknochigen Gliedmaßen. Bei diesem Konstitutionstyp sei ein epigastrischer von weniger als 80 Grad zu beobachten. Es liege also eine "Schmalbrust" vor.

  • Dysplastiker: Kleinere Körperbauvarianten, von den (oben beschriebenen) drei verbreitetsten Körperbauformen abweichend.

Schließen wir die äußerliche Betrachtung hiermit ab. Ich halte davon nichts, weil sie in der Politik häufig auch missbraucht wurden und werden. Diese schnelle Kästchen-Einteilung hält mich von weiterer Neu-Gier auf die Mit-Menschen ab.

Menschen entwickeln sich im Rahmen von Wachstum und Entwicklung zu Persönlichkeiten. Sie werden Charaktere - vielleicht sogar Charismatiker:

Eine

Persönlichkeitseigenschaft, auch "Persönlichkeitsmerkmal" genannt, ist eine relativ überdauernde (zeitstabile) Bereitschaft (Disposition), die bestimmte Aspekte des Verhaltens einer Person in einer bestimmten Klasse von Situationen beschreiben und vorhersagen soll. So dient etwa die Persönlichkeitseigenschaft Extraversionder Beschreibung und Vorhersage des Verhaltensaspekts „extravertiert-introvertiert" in sozialen Situationen.

Vom Begriff der „Persönlichkeitseigenschaft" abzugrenzen ist der Begriff des aktuellen Zustandes einer Person, der über Situationen hinweg variiert. Ebenfalls nicht zu den Eigenschaften gerechnet werden Verhaltensgewohnheiten, also die erlernten Reaktionen auf spezifische Reize. Die Auffassung, dass das Verhalten und Erleben eines Menschen von seinen Persönlichkeitseigenschaften bestimmt wird, heißt Personismus.

Personismus ist eine Denkweise in der Persönlichkeits-Psychologie, die stabile Verhaltensmuster auf Eigenschaftender handelnden Person zurückführt (sogenannte interne Attribution). Während die Laien-Psychologie zahlreiche persönliche Eigenschaften kennt – man sagt zum Beispiel, jemand sei freundlich/unfreundlich, klug/dumm, Anführer/Mitläufer, ordentlich/chaotisch, musikalisch/unmusikalisch usw. –, ist die empirische Befundlage eher uneindeutig. Der wissenschaftliche Nachweis solcher menschlichen Eigenschaften ist außerordentlich schwierig. Conley (1984) legte einer Gruppe von Testpersonen über einen Zeitraum von 40 Jahren immer wieder verschiedene Persönlichkeitstests vor und fand eine hohe Konstanz von Intelligenz, eine mittlere Stabilität von Extraversion und Neurotizismus, während Einstellungen wie Selbstwertgefühl und Lebenszufriedenheit stark schwankten.

Ein nur theoretisch denkbarer absoluter Personismus würde die vollständige Unabhängigkeit des Verhaltens von seinem situativen Kontext annehmen, daher berücksichtigt der relative Personismus Einflüsse der Umgebung. Dieses ist das klassische Modell der Persönlichkeitspsychologie.

Andere Modelle führen über verschiedene Situationen hinweg „konsistentes" Verhalten auf Eigenschaften der Situation zurück („Situationismus", so der radikale Behaviorismus), oder auf die Interaktion von Personen- und Situationseigenschaften (sog. „Interaktionismus").

Introversion und Extraversion sind zwei Pole einer Persönlichkeits-Eigenschaft. Die Begriffe werden in der Differentiellen Psychologieverwendet, um die Interaktion mit der Umwelt zu charakterisieren. Extremwerte sind dabei selten; die Skala ist kontinuierlich. Mittels Persönlichkeits-Tests ist es möglich, die individuelle Position des Probanden auf der Extraversion/Introversion-Skala zu ermitteln. Sie gehört unter anderem zu den Big Five, den fünf großen empirisch ermittelten Persönlichkeits-Eigenschaften.

Bei denBig Fivebzw. dem Fünf-Faktoren-Modell (FFM) handelt es sich um ein Modell der Persönlichkeits-Psychologie, das fünf Hauptdimensionen der Persönlichkeit postuliert. ... Diesem lag die Auffassung zugrunde, dass sich Persönlichkeits-Merkmale in der Sprache niederschlagen. Auf der Basis von Listen mit über 18.000 Begriffen wurden durch Faktorenanalyse fünf sehr stabile, unabhängige und weitgehend kulturstabile Faktoren, die Big Five, gefunden.

Auf der Grundlage dieses Modells entwickelten Paul T. Costa und Robert R. McCrae mit dem NEO-Fünf-Faktoren-Inventar (NEO-FFI) einen heute international gebräuchlichen Persönlichkeitstest für Jugendliche und Erwachsene. Dabei handelt es sich um ein multidimensionales Persönlichkeitsinventar, welches fünf Faktoren umfasst und sich auf "normal gesunde" Individuen konzentriert. Das in ca. zehn Minuten zu bearbeitende Verfahren ist objektiv, reliabel und valide. Die Validierung des Verfahrens erfolgte über umfangreiche faktorenanalytische Studien.

... Die Beschreibungen resultieren sowohl aus Forschungen zur Selbst- als auch zur Fremdeinschätzung. Eine hohe Ausprägung bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Werte der Person sich signifikant vom Durchschnitt der jeweiligen Normstichprobe (Normwert) unterscheiden. Personen mit einer bedeutsamen Ausprägung auf einer der Dimensionen weisen nicht zwingend alle Merkmale auf welche für die Skala charakterisierend sind.

  • Neurotizismus

Dieses Konstrukt spiegelt individuelle Unterschiede im Erleben von negativen Emotionen wider und wird von einigen Autoren auch als emotionale Labilität bezeichnet. Der Gegenpol wird auch als emotionale Stabilität, Zufriedenheit oder Ich-Stärke benannt.

Personen mit einer hohen Ausprägung in Neurotizismus erleben häufiger Angst, Nervosität, Anspannung, Trauer, Unsicherheit und Verlegenheit. Zudem bleiben diese Empfindungen bei ihnen länger bestehen und werden leichter ausgelöst. Sie tendieren zu mehr Sorgen um ihre Gesundheit, neigen zu unrealistischen Ideen und haben Schwierigkeiten auf Stresssituationen angemessen zu reagieren. Personen mit niedrigen Neurotizismuswerten sind eher ruhig, zufrieden, stabil, entspannt und sicher. Sie erleben seltener negative Gefühle. Dabei sind niedrige Werte nicht zwangsläufig mit dem Erleben von positiven Emotionen verbunden.

  • Introversion und Extraversion

Diese Dimension beschreibt Aktivität und zwischenmenschliches Verhalten. Sie wird auch Begeisterungsfähigkeit (engl. Surgency) genannt und ist der Introversion gegenüber gestellt.

Personen mit hohen Extraversionswerten sind gesellig, aktiv, gesprächig, personenorientiert, herzlich, optimistisch und heiter. Sie sind zudem empfänglich für Anregungen und Aufregungen. Introvertierte Personen sind zurückhaltend bei sozialen Interaktionen, gerne allein und unabhängig. Sie können auch sehr aktiv sein, aber weniger in Gesellschaft.

  • Offenheit

Mit dieser Eigenschaft wird das Interesse und das Ausmaß der Beschäftigung mit neuen Erfahrungen, Erlebnissen und Eindrücken zum Ausdruck gebracht.

Personen mit hohen Offenheitswerten geben häufig an, dass sie ein reges Phantasieleben haben, ihre positiven und negativen Gefühle deutlich wahrnehmen sowie an vielen persönlichen und öffentlichen Vorgängen interessiert sind. Sie beschreiben sich als wissbegierig, intellektuell, phantasievoll, experimentierfreudig und künstlerisch interessiert. Sie sind eher bereit, bestehende Normen kritisch zu hinterfragen und auf neuartige soziale, ethische und politische Wertvorstellungen einzugehen. Sie sind unabhängig in ihrem Urteil, verhalten sich häufig unkonventionell, erproben neue Handlungsweisen und bevorzugen Abwechslung. Personen mit niedrigen Offenheitswerten neigen demgegenüber eher zu konventionellem Verhalten und zu konservativen Einstellungen. Sie ziehen Bekanntes und Bewährtes dem Neuen vor, und sie nehmen ihre emotionalen Reaktionen eher gedämpft wahr.

  • Verträglichkeit

Ebenso wie Extraversion ist Verträglichkeit in erster Linie eine Dimension, die interpersonelles Verhalten beschreibt.

Ein zentrales Merkmal von Personen mit hohen Verträglichkeitswerten ist ihr Altruismus. [Alterozentriker: win-win-Typen] Sie begegnen anderen mit Verständnis, Wohlwollen und Mitgefühl, [Sympathie, Empathie] sie sind bemüht, anderen zu helfen, und überzeugt, dass diese sich ebenso hilfsbereit verhalten werden. Sie neigen zu zwischenmenschlichem Vertrauen, zur Kooperativität und zur Nachgiebigkeit. Personen mit niedrigen Verträglichkeitswerten beschreiben sich im Gegensatz dazu als antagonistisch, egozentrisch und misstrauisch gegenüber den Absichten anderer Menschen. Sie verhalten sich eher kompetitiv (mit anderen in den „Wettstreit" tretend) als kooperativ. Somit scheint die verträgliche Seite der Dimension eindeutig sozial erwünschter zu sein. Dennoch darf nicht vergessen werden, dass die Fähigkeit, für eigene Interessen zu kämpfen, in vielen Situationen hilfreich ist. So ist Verträglichkeit im Gerichtssaal nicht unbedingt eine Tugend, und in Wissenschaft und Forschung helfen Misstrauen und Skepsis, den Problemen auf den Grund zu gehen.

  • Gewissenhaftigkeit

Personen mit hohen Gewissenhaftigkeitswertenhandeln organisiert, sorgfältig, planend, effektiv, verantwortlich, zuverlässig und überlegt. Personen mit niedrigen Gewissenhaftigkeitswerten handeln unsorgfältig, unachtsam und ungenau.

Eine weiterer Versuch der Einteilung von Mitmenschen zwecks besserer Einschätzung ist ...

Das bipolare Begriffspaar apollinisch-dionysisch beschreibt zwei gegensätzliche Charakterzüge des Menschen und bedient sich dazu der den griechischen Göttern Apollon und Dionysos zugeschriebenen Eigenschaften. Hierbei steht apollinisch für Form und Ordnung und dionysisch für Rauschhaftigkeit und einen alle Formen sprengenden Schöpfungsdrang.

Nietzsche verwendete das Begriffspaar in seinem 1872 veröffentlichtem Werk „Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik" und trug damit wesentlich zur Popularisierung des Begriffes bei.

Schon vor Jahrhunderten gab es mindestens einen weiteren Versuch:

In Anlehnung an N. Machiavelli konstruiert Pareto mit den„Löwen" und „Füchsen"zwei extreme Typen der Macht, die einander im Kampf um die Führung gegenüber stehen. Die personelle, intellektuelle und moralische Zusammensetzung einer Elite ist ein Indikator für das Niveau sozialer Integration. Seiner Theorie zufolge unterliegen allem gesellschaftlichen Handeln, so genannte "Residuen"; in der Elitebildung dominieren vor allem deren zwei: entweder gesellschaftsweit rigide und die Gewalt nicht scheuende, persistente Strukturen (das Residuum der „Persistenz der Aggregate" – Elite der Löwen) oder liberale Einstellungen, die kombinatorische Freiheitsgrade („Instinkt der Kombinationen" – Elite der Füchse) zulassen und fördern. Dabei lösen die Füchse die Löwen evolutionär, die Löwen die Füchse revolutionär ab.

Quelle: wikipedia.de, {aus wikipedia.de}, [Autor]

Nach meiner Lebens-Erfahrung gibt es auch noch Selbst-Bestimmte (Autonom, Authentisch) und Fremd-Bestimmte Menschen.

  1. Selbst-Bestimmte (natürlich) eigneten sich bestens zur Ziel- und Ergebnis-Vereinbahrung mit Personal- und Finanz-Verantwortung in meinen Projektgruppen.
  2. Selbst-Bestimmte eignen sich zum Empfang von klaren detaillierten Anweisungen (Kontrolle, Korrektur). Solche habe ich als sklavisch ausführende MitarbeiterInnen immer bevorzugt.

Des weiteren wende ich die Regel an, Das äußere spiegelt das Innere: Eine korrekte Kleidung, ein perfekt gestylter Bart, eine Wohnung wie ein Möbelhaus, …

Es kommen noch die Anwendung von Primär- und Sekundär-Tugenden hinzu: Pünktlichkeit, Rücksichtnahme, emotionale und soziale Kompetenz, ...

Übrigens: Nur inkompetente Berater und Coaches sind davon überzeugt man könne Charisma (In-Formal-Macht, Softfact) in einem Seminar lernen. Charakter (Formal-Macht, Softfact) erwirbt man durch Arbeit an sich selbst. Charisma erspüren Menschen – wenn man es hat.

Im Übrigen seien sie gegen sich selbst misstrauisch – genau so wie gegen andere! Viele

 
 
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comment Kommentare von Besucher !

Gepostet von DerManu am 20.04.2011
Schön ausführlicher Artikel, wieder was dazugelernt. In diesem Zusammenhang möchte ich auf die Seite www.typentest.de hinweisen. Dort finden sich Merkmale von Big Five und der Temperamentlehre im Test wieder.

Am Ende des Artikels hat sich übrigens ein Fehler eingeschlichen. Er hört auf mit:
"Im Übrigen seien sie gegen sich selbst misstrauisch – genau so wie gegen andere! Viele"
Da ist entweder ein Wort zu viel oder es fehlen einige.







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