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Chansons d'amour - Berlin, Paris, New York

Autor: fomusch | Erstellt am: 20.05.2011 | Gelesen: 476
Kategorie: Musik - Kino & Entertainment | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Soloprogramm mit Ilse Storb (Gesang und Klavier)

Liebe, Lust und Leidenschaft stehen im Mittelpunkt des fünften Konzerts der Reihe „Labor für Weltmusik". Jazzprofessorin und Weltmusikerin Ilse Storb (Klavier und Gesang) präsentiert „Chansons d'amour – Berlin, Paris, New York" am Freitag, 27. Mai, 20 Uhr, in der Aula der Folkwang Musikschule Essen, Thea-Leymann-Straße 23. Ilse Storb zu ihrem Soloprogramm: „Ich erzähle die sozio-musikalische Geschichte meiner Emanzipation, von Bertolt Brecht bis Zarah Leander, von Juliette Greco bis Edith Piaf, von Louis Armstrong bis George Gershwin. Wie sagte schon meine Mutter: ‚Kind, Du brauchst nicht zu heiraten. Die Männer hauen eh' immer ab! Du studierst Musik – die bleibt Dir.' Und so hatte ich, nach zahlreichen Versuchen: die Südsee vor mir, die Pille in mir, die Kerle hinter mir!"

Tickets: 8 € / 5 € erm.
VVK: Tel. (0201) 888 4444 (Mo–Fr 10–13 Uhr + 14–20 Uhr), E-Mail: info@fms.essen.de

Labor für Weltmusik
Ein Projekt der Folkwang Musikschule mit Konzerten, Vorträgen und Workshops

Musik verbindet
Musik bietet auf vielfache Weise die Chance, Menschen mit unterschiedlicher sozialer Herkunft, aus verschiedenen Generationen und aus anderen Ländern und Kulturen miteinander zu verbinden. Die Folkwang Musikschule unterrichtet zurzeit über 7.000 Schüler in Musik, Tanz und Schauspiel. Mehr als ein Viertel von ihnen ist ausländischer Herkunft bzw. hat einen Migrationshintergrund. Unterrichtet werden die Musikschüler von über 200 Pädagogen aus ca. 20 Nationen.

Chancengleichheit und Zugangsoffenheit für das Angebot kultureller Bildung sind der Folkwang Musikschule sehr wichtig. Zu den Grundsätzen ihrer Arbeit zählt unter anderem, allen Bevölkerungsgruppen offen zu stehen und dabei die individuellen Voraussetzungen der Musikschüler zu berücksichtigen. In Ensembles, Tanzklassen, Schauspielgruppen und bei Projekten arbeiten Menschen verschiedenen Alters und unterschiedlicher Herkunft kreativ miteinander. Die Konzerte und andere Veranstaltungen der Musikschule sind immer auch interkulturelle Begegnungsstätte und Kommunikationsplattform. So werden insbesondere zwischen Bürgern deutscher und ausländischer Herkunft Brücken gebaut.

Musik ohne Grenzen
Vor diesem Hintergrund ist es nur folgerichtig, dass die Folkwang Musikschule als kompetente musikpädagogische Instanz der Stadt Essen ihr Angebot aus anderen Kulturkreisen in einem neuen Fachgebiet subsumieren und erweitern möchte: dem Labor für Weltmusik. Zielgruppe sind alle Musikinteressierten, unabhängig von Alter, Nationalität und Herkunft. Doch vor allem bei jungen Menschen sollen Barrieren gegenüber als fremd empfundene Kulturen abgebaut werden, ihnen möchte die Musikschule einen Zugang zu anderen Kulturräumen eröffnen. Die kulturelle Vielfalt unseres Landes, unserer Stadt, kennen und respektieren zu lernen, sie anzuerkennen und schätzen zu lernen, ist ein Weg zu gelungener Integration und zu friedlichem Miteinander.

Mit dem „Labor für Weltmusik" greift die Folkwang Musikschule ein Projekt der emeritierten Professorin Dr. Ilse Storb auf, die in Essen geboren ist und auch hier lebt. Die klassische Pianistin und einzige Professorin für Jazzforschung in Europa erhielt 1998 das Bundesverdienstkreuz am Bande für weltweite Friedensarbeit durch Musik. Schon 1971 gründete sie an der Hochschule in Duisburg das legendäre „Jazzlabor" als Teil der Musiklehrerausbildung. Ilse Storb kam von der Klassik zum Jazz, weil der Jazz unkonventionell ist und Menschen unterschiedlicher Herkunft vereint. Jazz ist Weltmusik, und so entwickelte die engagierte Pädagogin im Laufe ihres mittlerweile über 80-jährigen Lebens eine große Leidenschaft für die Musiksprachen der Welt.

Das „Labor für Weltmusik" geht in seiner Anfangsphase von Februar bis Juli 2011 mit einer Reihe von Konzerten in der Aula der Folkwang Musikschule an den Start. Neben Ilse Storb präsentieren renommierte Musiker verschiedenster Nationalitäten Werke der Jazz- und Weltmusik, zum Teil auch auf exotischen Instrumenten. Hinzu kommen ein Vortrag über Musik und Leben in Schwarzafrika, ein Workshop für Essener Grundschulkinder mit einem ghanaischen Body-Perkussionisten sowie mehrere teils neu eingerichtete Unterrichtsangebote der Folkwang Musikschule von der Baglama bis zur Erhu.
 
 
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