In diesem Fachartikel wird die Thematik des Handels mit sogenannten Differenzkontrakten (CFDs) aufgegriffen und anschaulich erklärt. Der Text erläutert Fachbegriffe, die verschiedenen Möglichkeiten des Handel, die Katergorien der CFDs und gibt außerdem hilfreiche Hinweise für den Umgang und die Annäherung an den CFD-Handel.
Begriffserklärung und Einführung
Unter CFD Trading (zu deutsch: CFD Handel) versteht man ein spezielles Börsengeschäft, bei dem der Händler versucht, einen Gewinn aus der Differenz zwischen Eröffnungskurs und Schlusskurs einer Position zu erzielen. CFD ist die Abkürzung für Contract for Difference, was übersetzt Differenzkontrakt bedeutet. Beim CFD Handel kann der Trader/Händler sowohl auf steigende Kurse als auch auf fallende Kurse des Basiswertes spekulieren – sprich er kann sowohl Long-Positionen als auch Short-Positionen handeln. Das bedeutet, dass es beim CFD Trading möglich ist, einen Leerverkauf mit anschließendem Zurückkaufen der Position (Short-Position) zu tätigen als auch einen Kauf mit anschließendem Verkauf durchzuführen (Long-Position). Somit bietet der Handel mit CFDs eine Möglichkeit, auch mit fallenden Kursen Gewinne zu erzielen.
CFD Broker - Vergleich der Handelsplattformen
Um am CFD Handel teilzunehmen, muss ein Händler ein Konto bei einem CFD Broker eröffnen. Es finden sich im Internet zahlreiche Broker, die den Handel mit CFDs auf eigens hierfür entwickelten Handelsplattformen anbieten. Ein Händler sollte allerdings die Angebote verschiedener CFD Broker miteinander vergleichen, da die Höhe der Gebühren zum Teil sehr unterschiedlich ausfällt. Bei dem Vergleich kann ein Vergleichsrechner aus dem Internet hilfreich sein. Bei der Auswahl des CFD Brokers sollte aber nicht nur auf die Höhe der Gebühren geachtet werden, sondern auf eine Anzeige der Kurse in Echtzeit sowie eine schnelle Orderausführung. Der CFD Handel ist ein sehr kurzfristiger Handel, der einen aktiven Trader erfordert.
Marktangebot und Hebel
Der CFD Handel bietet eine große Auswahl an Basiswerten, auf deren Kursdifferenz spekuliert werden kann. Zum Marktangebot der Basiswerte gehören Aktien, Indizes, Devisen, Rohstoffe, Wechselkurse oder Zinssätze. Alle Basiswerte werden beim CFD Trading mit einem Hebel gehandelt. Das bedeutet, dass der Trader nur einen Bruchteil des gehandelten Betrages einzahlen muss. Diese Mindesteinlage wird auch Margin genannt. Wird eine Position länger als ein Tag gehalten, fallen oft Zinsen an, die der Händler entweder bezahlen muss oder die er gutgeschrieben bekommt. Ist der Basiswert beim CFD Handel eine Aktie, erwirbt der Händler keine Rechte, wie sie der direkte Käufer der Aktien erhält. Trotzdem erhält ein CFD Trader pidenden ausgezahlt, wenn er eine Long-Position handelt. Bei einer Short-Position dagegen werden ihm die pidenden belastet, was er bei seiner Kalkulation beachten sollte. Das eigentliche Interesse der CFD Trader gilt aber nicht den pidendenzahlungen, sondern dem kurzfristigen Spekulationsgewinn aus den Kursdifferenzen.
Risikomanagement
Der CFD Handel beinhaltet auch ein großes Risiko, finanzielle Verluste zu erleiden. Darum sollten diese Spekulationsgeschäfte nur von erfahrenen Händlern ausgeführt werden. Wer den CFD Handel erst einmal ausprobieren möchte, sollte sich einen CFD Broker suchen, der ein kostenloses Demokonto anbietet. Hier ist ein risikoloser CFD Handel möglich und der Trader kann erst einmal Handelsstrategien testen und sich mit dem CFD Handel vertraut machen.
Max Baumann