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CDU und FDP ignorieren Tierschützer - WDSF greift in Kommunalwahlkampf ein

Autor: JueOrt | Erstellt am: 25.08.2009 | Gelesen: 1961
Kategorie: Politik - Gesellschaft & Soziales | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - DIE LINKE NRW gegen Delfinarien - Tierschützer favorisieren LINKE

Delfin in Gefangenschaft (jsg-copyright)
Delfin in Gefangenschaft (jsg-copyright)
Bereits im letzten Jahr hatte die Tierschutz-Organisation „ Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF)" mit Sitz im westfälischen Hagen sämtliche politischen Parteien in Münster angeschrieben und um eine Stellungnahme bezüglich der Haltungsbedingungen der Delfine im Allwetterzoo gebeten.

Nach einer weiteren hundertfachen E-Mail Aktion von Tierschützern aus ganz Deutschland an die Münsteraner Stadträte war die Aufregungen erst groß. Zoo-Direktor Adler wiegelte nach Einberufung einer Betriebsversammlung jedoch ab und bezeichnete das WDSF mit seinen Forderungen für die Delfine „als wenig schlagkräftig".

Inzwischen hat die Delfinschutz-Organisation jedoch jede Menge Medienaufmerksamkeit in der Stadt erzielt. Nach den unbeantworteten Schreiben an die Stadtverantwortlichen des Zoos folgten Informationsveranstaltungen im August letzten Jahres direkt vor dem Haupteingang des Tiergartens, am Welttierschutztag im Oktober in der Münsteraner Innenstadt und im Juli diesen Jahres vor dem Friedenssaal am Prinzipalmarkt. Auch vor dem Duisburger Zoo informierte das WDSF über die grausame Delfinhaltung.

Das Wal- und Delfinschutz-Forum wird bei seinen Forderungen nach Schließung des Delfinariums aufgrund der unzumutbaren Haltungsbedingungen für die Meeressäuger auch von Tierschützern der Organisation ProWal aus Radolfzell, der Tierschutzinitiative Köln und „migaloo" aus Hamburg unterstützt. Prominenten Beistand erhalten die Delfinschützer vom ehemaligen Fernsehtrainer von „Flipper", Richard O'Barry aus den USA. Der hat gerade einen spannenden Öko-Thriller ‚ á la „Ocean Eleven" in die Kinos der USA gebracht und direkt mehr als 10 Filmpreise kassiert – Titel: DIE BUCHT – THE COVE. O'Barry dokumentiert in dem Aufsehen erregenden Kino-Schocker den grausamen und blutigen Delfinfang in Japan und fordert die Schließung der Delfinarien weltweit, die durch die Nachfrage nach Delfinen das Gemetzel in den japanischen Küstenregionen überhaupt erst lukrativ machen. Am 22. Oktober ist Kinostart in Deutschland. WDSF-Mitbegründer O'Barry ist mit seinem spannenden Doku-Film bereits für einen Oskar im Gespräch.

WDSF-Chef Jürgen Ortmüller aus Hagen: „Der Kinofilm wird die Politik und das Bewusstsein über Delfine weltweit beeinflussen und ändern. Aufgrund unserer intensiven Nachfragen zum begründeten Vorschlag nach Schließung des Delfinariums im Allwetter Zoo erhielten wir weder von der CDU noch von der FDP eine Antwort. Stinksauer reagierten gar die Grünen auf die Schließungsvorschläge und warfen uns „Fehlinformationen und gezielte Falschdarstellungen" vor. Komisch ist dabei, dass das WDSF mit gleichlautenden Forderungen von den Bundestags-Grünen intensiv unterstützt wird, die sogar im Mai dieses Jahres einen Bundestags-Antrag im Plenum in Berlin einbrachten, „die Gefangenschaft von Delfinen unverzüglich zu beenden"."

Der SPD-Ratsfraktionsvorsitzenden Wolfgang Heuer teilte dem WDSF in einem Brief mit, dass für die SPD Münster eine sofortige Schließung des Delfinariums als „nicht möglich" erachtet wird. Die UWG hat eine Schließung ebenfalls abgelehnt. Die ödp Münster fordert ein Auslaufens des Delfinariums und einen Aufnahmestopp weiterer Tiere. Nur die die Linke schließt sich auf Kommunal-, Landes- und Bundesebene den Forderungen des WDSF und der Tierschützer uneingeschränkt an, weil sie keine artgerechte Haltung erkennen kann.

Ortmüller: „Das WDSF ist parteipolitisch neutral. Für die Kommunalwahl am kommenden Sonntag in Münster und Duisburg bitten wir jedoch die Bevölkerung aus Tierschutzgründen entweder die ödp oder noch besser die Linke zu wählen, die bereits seit 1999 im Stadtrat von Münster vertreten ist. Münster und Duisburg werden nach dem Kinostart des Anti-Delfinarienfilms im Fokus der Öffentlichkeit von ganz Deutschland stehen. Dann werden die Städte eine Partei benötigen, die sich im Rahmen der Kommunalpolitik für den gesunden Menschenverstand einsetzt."

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