CDA Landesvorsitzender Dr. Christian Bäumler
Die CDU Sozialausschüsse (CDA) im Südwesten lehnen das Einfrieren des Arbeitgeberbeitrags in der gesetzlichen Krankenversicherung ab. Die Arbeitnehmer müssen nach den Befürchtungen der CDU Arbeitnehmerorganisation Kostensteigerungen im Gesundheitswesen und die Folgen des demographischen Wandels in der Pflegversicherung künftig alleine tragen. Der Arbeitnehmerbeitrag zur Krankenversicherung könnte schon im Jahr 2010 auf über 9 Prozent steigen. " Arbeitnehmer und Rentner dürfen mit den Kostensteigerungen im Gesundheitswesen nicht alleine gelassen werden. Wer die Arbeitgeber aus der Verantwortung für die Finanzierung von Gesundheit und Pflege entlässt, stärkt die Position der Lobbyisten und insbesondere der Pharmaindustrie. Das Interesse der Arbeitgeber an der Gesundheitsvorsorge im Betrieb wird dadurch nicht größer. Deshalb setzen wir uns für die paritätische Finanzierung der Sozialversicherung ein," erklärt der Landesvorsitzende der CDU Sozialausschüsse Christian Bäumler.
Der CDA Landesvorsitzende schlägt vor das Defizit in der Krankenversicherung in den nächsten beiden Jahren durch Haushaltsmittel zu decken und anschließend die Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Krankenversicherung schrittweise bis zum Jahr 2029 auf die der Rentenversicherung an zu heben. Eine Kapitalreserve für die Pflegeversicherung dürfe nur im Rahmen der sozialen Pflegeversicherung gebildet werden:" Ein neues Geschäftsmodell für die Finanz- und Versicherungsindustrie lehnen wir ab", erklärt Bäumler