Dr. Christian Bäumler, CDA Landesvorsitzender
Die CDU Sozialausschüsse (CDA) im Südwesten lehnen das Einfrieren des Arbeitgeberbeitrags in der gesetzlichen Krankenversicherung ab. Die Verhandlungsgruppe Gesundheit der künftigen schwarz- gelben Koalition schlägt vor, den Arbeitgeberbeitrag bei 7 % einzufrieren und dafür den Zusatzbeitrag der Arbeitnehmer freizugeben. Die Arbeitnehmer müssten Kostensteigerungen im Gesundheitswesen künftig alleine tragen. Der Arbeitnehmerbeitrag könnte schon im Jahr 2010 auf 9 Prozent steigen.
"Arbeitnehmer und Rentner dürfen mit den Kostensteigerungen im Gesundheitswesen nicht alleine gelassen werden. Wer die Arbeitgeber aus der Verantwortung für die Finanzierung der Gesundheit entlässt, stärkt die Position der Gesundheitslobbyisten und insbesondere der Pharmaindustrie. Das Interesse der Arbeitgeber an der Gesundheitsvorsorge im Betrieb wird dadurch nicht größer," kritisiert der Landesvorsitzende der CDU Sozialausschüsse Christian Bäumler. Der CDA Landesvorsitzende schlägt vor das Defizit in der Krankenversicherung in den nächsten beiden Jahren durch Haushaltsmittel zu decken und anschließend die Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Krankenversicherung schrittweise auf die der Rentenversicherung an zu heben: " In der Wirtschaftskrise erhöht man keine Abgaben."