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CatDance Fitness - Walk with Hip Hop Models

Autor: HHMB | Erstellt am: 10.05.2010 | Gelesen: 1351
Kategorie: Sport - Fitness & Workouts | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Warum ein Training die Modelwelt verändern könnte!

Walk with Hip Hop Models - Foto: Oliver Brettschneider
Walk with Hip Hop Models - Foto: Oliver Brettschneider
Am 24.04.10 präsentierte die Modelagentur Hip Hop Models das erste mal in Berlin ihr Trainingsprogramm CatDance Fitness der Öffentlichkeit. Catwalk Dance Fitness das leicht verständlich durch CatDance Fitness abgekürzt wird, ist ein dreiteiliges Trainingsprogramm das sich in 90 Minuten den Bereichen Aerobic - HipHop/Streetdance und einem Laufstegtraining widmet. Das Ziel dieses dynamischen Modeltrainings ist es, die Fitness und die Bewegungsqualitäten der doch eher meist steifen Models zu fördern. Die Agentur Hip Hop Models die das Modeling mit Tanz verbindet, und als Voraussetzung für die Kartei Aufnahme tänzerisches Können von den Models abverlangt, hat dieses Training entwickelt um ein "Allroundtalent" zu erschaffen der eine neue Ära des Modelings einleiten soll.

In einem vertrauten Gespräch mit dem Geschäftsführer und Entwickler von CatDance Fitness Yanick (Sha´Don) Nsingi, haben wir den tieferen Sinn von Hip Hop Models und CatDance Fitness erfahren.
Günther Dreieck: Guten Tag Herr Nsingi! Hip Hop Models gilt bislang als ein Projekt, dass versucht einen neuen Modeltyp in Deutschland zu etablieren. Wie sehen die Chancen für die Zukunft aus das dieses Unterfangen gelingen wird?

Yanick Nsingi: Nun, ich und mein Team arbeiten mit Hochdruck an der Etablierung von Hip Hop Models. Seit dem einjährigen bestehen der Agentur hat sich sehr vieles getan, wir haben ein fokussiertes Ziel und versuchen dies natürlich erfolgreich zu erreichen. Es ist kein Unterfangen das wie einige meinen zum scheitern verurteilt ist! Jedoch nimmt es viel Zeit in Anspruch den Leuten zu demonstrieren was wir sind, und was genau wir anbieten.

Günther Dreieck: Was macht Ihre Agentur so anders als die Tausend anderen Modelagenturen in Deutschland?

Yanick Nsingi: Was uns in erster Linie unterscheidet, ist die Spezialisierung auf den Bereich Hip Hop. Hip Hop hat sich außer in der Textilbranche nie mit dem Bereich Modeling wirklich auseinandergesetzt. Es gibt zwar die sogenannten Hip Hop Honeys aus Amerika, jedoch sind diese laut unserer Definition nicht mit einem Hip Hop Model zu vergleichen.

Günther Dreieck: Sie sagten gerade der Hip Hop hätte sich außer im Textilbereich nie mit der Modelbranche auseinandergesetzt. Wie ist das zu verstehen?

Yanick Nsingi: Sehen Sie, der Hip Hop hat sich in vielen Branchen erfolgreich etabliert. Sei es die Musik, der Tanz oder die Klamotten die oftmals von US Rappern entwickelt werden. Bisher haben sich Künstler, und Designer ihre Models für Musikvideos oder Modepräsentation aus klassischen Modelagenturen geholt. Aber der Hip Hop selbst, hat sich nie der Förderung bzw. Entwicklung eigener für die Branche wichtigen Fashion Models gewidmet. Er hat den Bereich Modeling bislang nicht beachtet.

Günther Dreieck: Und was sind dann die Hip Hop Honeys wenn sie keine Models sind?

Yanick Nsingi: Die Hip Hop Honeys sind ein eigener Industriezweig der in Amerika entstanden ist. Dort geht es meist darum einen etwas korpulenteren Hintern, und dementsprechende Brüste zu besitzen die in den Musikvideos der US Rapper zur Geltung gebracht werden. Körperlich entsprechen Hip Hop Honeys nicht den Maßen, um sich mit diversen Laufsteg Größen oder Fotomodellen der internationalen Modelbranche messen zu können. Der Schwerpunkt der Honeys liegt definitiv auf ein ganz anders Augenmerk! Dieses Bezeichne ich persönlich gerne als BBnB.

Günther Dreieck: Und das soll heißen? Yanick Nsingi: (lacht) Big Boobs´n Butt! Man darf ebenfalls nicht außer Acht lassen, das ein erheblicher Anteil der Hip Hop Honeys auch als Erotikdarstellerinnen bekannt sind, wie z.B. Gia Lashay. Deswegen darf man Hip Hop Models und Honeys nicht verwechseln.

Günther Dreieck: Was muss ein Hip Hop Model nach Ihrer Auffassung demnach besitzen?

Yanick Nsingi: Wie bereits erwähnt hat sich der Hip Hop nie großartig mit der Modelbranche auseinandergesetzt. Wir haben uns damals natürlich gedacht, wenn der Hip Hop seinen eigenen Modeltyp entwickeln würde was müsste dieser dann haben, damit er sich von dem "Germany´s Next Topmodel Typ" unterscheidet. Uns war von Anfang an klar gewesen, dass ein Hip Hop Model trotz der Spezialisierung Model Ambitionen besitzen muss um international mithalten zu können, und tänzerische Fähigkeiten haben muss um ebenfalls für den Tanz oder choreographischen Laufstegpräsentationen für Buchungen zur Verfügung zu stehen.

Günther Dreieck: Weil Sie kurz auf Germany´s Next Topmodel zu sprechen kamen, wie empfinden Sie diese Casting Show?

Yanick Nsingi: Ich bezeichne Hip Hop Models selbst immer als den größten Kontrast von Germany´s Next Topmodel. Was dort im Fernsehen gezeigt wird, hat mit der Realität und dem Aufbau eines Models wenig zu tun. Ich finde es sogar unverantwortlich wenn jemand Models auf den Laufsteg oder zu Castings schickt, obwohl er weiss das sich diese dort blamieren und mit der Situation vollkommen überfordert sind.

Günther Dreieck: Haben Sie aus diesen Gründen ihr Trainingsprogramm CatDance Fitness ins Leben gerufen?

Yanick Nsingi: Ich habe CatDance Fitness entwickelt, damit wir unsere Models durchlaufend trainieren können. Was ich selbst als Rapper vom Hip Hop gelernt habe, ist das ständige an sich arbeiten um die Skillz "Fähigkeiten" zur Perfektion zu bringen. Ein Model das bei uns in die Kartei aufgenommen wird, ist nicht nur eine Sedcard im Schrank die darauf wartet einem Kunden vorgeschlagen zu werden. Models die wir persönlich zu dem Training einladen, haben auch die Pflicht dort zu erscheinen. Eine Absage wird nur mit einem wichtigen Grund anerkannt! Ansonsten erfolgt entweder eine festgelegte Konventionalstrafe, oder der Rauswurf aus der Model Kartei.

Günther Dreieck: Das klingt ja mehr nach einem Kader, als wie nach einer Modelagentur. Welcher Sinn steckt dahinter?

Yanick Nsingi: Ein Kunde der bei uns bucht braucht einfach die Sicherheit, dass das Model für das er sich entscheidet seinen Anforderungen gewachsen ist. Wenn das Model z.B. für eine Fashion Show gebucht wird, muss sie "Laufen" können. Sagt der Kunde sie solle mehr Hüfte einsetzen - sich mehr bewegen, oder einfach nur einen Tanz improvisieren muss das Model die Weisungen gut umsetzen können. Es geht dabei um Qualität, deren Messlatte wir sehr hoch ansetzen. Wenn wir wissen dass das Model gut durchtrainiert ist, schicken wir sie auch mit einem guten gewissen zu einem Casting. Leider machen das viel zu wenig Agenturen in Deutschland.

Günther Dreieck: Was würden Sie den Modelagenturen, oder auch dem TV Format Germany´s Next Topmodel raten?

Yanick Nsingi: Sie sollten mehr auf die Models eingehen! Vereinzelt schicken Modelagenturen wenn überhaupt ihre Models zu einem Catwalk Training wo sie meist den klassischen Walk lernen. Danach hat sich das mit dem Training auch wieder erledigt. Wenn Models z.B. an Gewicht zunehmen, werden sie von den Agenturen dazu angehalten Diät zu machen und abzunehmen. Die Frauen oder jungen Mädchen stehen unter Druck, und werden oftmals sich selbst überlassen die Defizite auszuräumen. Aber ich sehe es als die Pflicht einer Agentur an sich um solche Sachen zu kümmern, und dem Model lieber ein gesundes Fitnesstraining zu finanzieren, als den anderen ungesunden Weg einzuschlagen. Eine Modelagentur soll neue Talente aufbauen, und dazu muss mehr gehören als nur Fotoshootings um die Sedcard zu erweitern.

Günther Dreieck: Kommen wir nochmals zu CatDance Fitness. Sie bieten dieses Training nicht nur für ihre eigenen Models an, sondern auch für alle die daran interessiert sind. Aus welchem Grund?

Yanick Nsingi: Es geht bei CatDance Fitness und Hip Hop Models als Typ Agentur darum, uns nicht vor den Leuten zu verschließen bzw. sie auszuschließen. Hip Hop ist eine große Community zu der jeder einen Zugang hat. Wir vertreten z.B. neben "Models" auch People und Plus Size Models. CatDance Fitness soll neben dem körperlichen Aspekt, auch Werte wie Disziplin - Respekt und Zugehörigkeit vermitteln.

Günther Dreieck: Zum Abschluss unseres Gesprächs will ich Ihnen noch eine Frage stellen, denken Sie sie können mit Hip Hop Models und ihrem Trainingsprogramm ein Umdenken in den Köpfen der Leute bewegen, bezüglich der Magermodels?

Yanick Nsingi: Ich denke das Konzept unserer Modelagentur Hip Hop Models, bietet einen guten Ansatz dafür etwas verändern zu können. Magazine wie die Frauenzeitschrift Brigitte weisen zwar auf einen richtigen Weg hin, und konnten auf ein Thema aufmerksam machen das wirklich brisant ist, jedoch hielt das Interesse seitens der Medien nur kurz. Was seit Jahren fehlt ist ein richtiges "Movement" etwas das den Leuten demonstriert das es auch anders geht, etwas das ständig präsent ist, und dem bereits vorhandenem paroli bieten kann. Unsere Models die wir selbst als Hip Hop Models bezeichnen, können International für den Laufsteg, und für jede Kampagne gebucht werden. Trotz unserer Spezialisierung können wir mit klassischen Modelagenturen gleich ziehen! Das ist bei anderen Modelagenturen die sich spezialisieren oftmals nicht der Fall. Wenn einmal ein Model zu mir kommen sollte, das unterernährt ist und in die Kartei aufgenommen werden will, dann lade ich sie erstmal zu Burger King ein. Das Gewicht das sie dann zuviel hat, trainieren wir mit CatDance Fitness wieder auf ein gesundes Niveau herunter. So sollten es die Modelagenturen machen!

Dieses doch eher lockere Interview mit dem aus dem Kongo stammenden Geschäftsführer, gibt einem einen kleinen Schimmer Hoffnung, dass dieses momentane Projekt Hip Hop Models eines Tages ein umdenken der Mode- bzw. Modelbranche bewirken kann. Bis dahin ertragen wir weiterhin geduldig Heidi Klums - Germany´s Next Topmodel, und sind gespannt wen sie als nächstes rausschmeißt - Ein Model oder Einen Juror was glauben Sie?

Autor: Günther Dreieck
 
 
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