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Burnout und Stress überwinden - mit neuen Methoden

Autor: FSchulte1957 | Erstellt am: 12.09.2012 | Gelesen: 2228
Kategorie: Gesundheit - Medizin & Chirurgie | Bewertung: rateArateBrateBrateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Stark und leistungsfähig mit Methoden aus der modernen Gehirnforschung

Burnout betrifft immer mehr Menschen. Viele Betroffene finden keine Hilfe, obwohl sie schon einige Maßnahmen ausprobiert haben, ist eine Besserung immer zeitlich begrenzt.Mit Methoden, die auf der modernen Gehirnforschung basieren, kann ein Burnout gezielt und in kurzer Zeit überwunden werden.Leistungsbereitschaft und Leistungsvermögen kehren zurück.

Susanne K. ist im gehobenen Management tätig. Seit mehreren Jahren leidet sie unter einem Burnout-Syndrom. Eine Reha-Maßnahme und eine sich anschließende Psychotherapie führten nicht zum erwünschten Erfolg. Wegen des Burnouts war sie arbeitsunfähig und sie fühlte sich zunehmend von ihrer Krankenkasse unter Druck gesetzt, deren Mitarbeiter sie im Abstand von 14 Tagen anriefen und sich erkundigten, wann sie denn wieder einsatzfähig sei. Susanne K. fühlte sich wegen ihres Burnouts sehr geschwächt, sie konnte diesem Vorgehen keinen Widerstand entgegensetzen. Gegen den Rat ihres Therapeuten nahm sie ihre Arbeit wieder auf. Die Psychotherapie brach sie ab, weil sie das Gefühl hatte, damit wurde es nicht besser.

Körperliche Symptome, ein hoher Blutdruck, ein Tinnitus und chronische Schlafstörungen beeinträchtigen weiterhin ihre Arbeitsleistung und ihr Lebensgefühl. Schon bei kleinen unvorhersehbaren Arbeitsaufträgen fühlt sie sich überfordert. Ihre verringerte Belastbarkeit und ihre vermindertes Engagement führen zu Schuldgefühlen. Inzwischen kostet es sie Überwindung, überhaupt zur Arbeit zu gehen, obwohl es ihr in ihrem Unternehmen gefällt. Vorgesetzte nehmen, soweit möglich, bei der Arbeitsplanung Rücksicht auf sie, aber sie fühlt sich in dieser Sonder-Rolle nicht wohl. Sie befürchtet die Kündigung wegen mangelnder Leistung. Schon jetzt arbeiten ihre Kollegen z.T. für sie mit. Es ist zu ersten Konflikten gekommen.

Susanne K. hat in der Reha-Maßnahme, in der Psychotherapie und auch auf eigene Initiative einiges an Entspannungsverfahren und Methoden zum Abschalten, zur Stressreduzierung kennengelernt und praktiziert. Fast zynisch bemerkt sie, keine weiteren Tipps wie Treppensteigen zum Stressabbau oder, um die Stresssituation zu verlassen, zu benötigen. Ihr habe das alles nichts gebracht.

Die geschilderte Maßnahme macht durchaus Sinn und sorgt für Stressabbau. Wenn ein Mensch allerdings schon länger im Burnout-Zustand verharrt und es keine positive Veränderung gibt, sollten spätestens dann andere Methoden zum Einsatz kommen.

Fakten zum Burnout

Burnout ist nach dem Klassifikationssystem der WHO keine Krankheit und auch keine psychische Störung, sondern ein Problem bei der Lebensbewältigung. Damit ist es allerdings ein Sachverhalt, der immer häufiger auftritt und mit dem sich die Betroffenen oft alleingelassen fühlen.

Es dauert durchschnittlich 1,5 Jahre bis ein Mitarbeiter durch ein Burnout so handlungsunfähig geworden ist, dass es am Arbeitsplatz auffällt. Betroffene sind 6 Monate und länger krank und nur 50 Prozent werden wieder voll arbeitsfähig. Laut BKK-Gesundheitsreport 2012 war die Anzahl der jährlichen Fehltage wegen Burnout im Jahr 2010 dreizehnmal so hoch wie 2004. Von einer weiter steigenden Tendenz wird ausgegangen.

Biologische Bedingungen- Stress ist heute anders

Wenn Höhlenmenschen durch wilde Tiere in Gefahr gerieten, stellte sich ihr Körper im Bruchteil von Sekunden darauf ein, angreifen oder flüchten zu können. Die Amygdala im Gehirn erfüllte die Funktion einer „Alarmglocke" und sorgte dafür, dass die Hormone Adrenalin und Cortisol ausgeschüttet wurden. In der Folge wurde die Durchblutung der Muskulatur verstärkt, Blutzuckerspiegel und Blutdruck stiegen an, das Herz schlug schneller und das Denkvermögen nahm ab. Hormonspiegel und Körperfunktionen regulierten sich, wenn die Gefahr vorüber war oder durch Aktivitäten wie Angriff oder Flucht.

Heute ist Stress anders. Selten besteht eine reale Gefahr, aber nur dann machen die Körperreaktionen Sinn. Ein Beispiel: Ein moderner Büromensch vor seinem Bildschirm leidet unter hohem Arbeitsdruck. Sein Chef kommt und überträgt ihm dringende zusätzliche Aufgaben. Wie bei ihm reagiert die Amygdala im limbischen System , dem ältesten Teil des Gehirn. Dieser wird auch Reptiliengehirn genannt. Der Büromensch kann aber nicht flüchten oder angreifen. Sein Stressniveau bleibt hoch und die freigesetzten Hormone beeinträchtigen seine Gesundheit.

Folgen

Das Nervensystem besteht aus den Strängen Sympathikus und Parasympathikus. Wird der Stress zum Dauerzustand, regiert der Sympathikus und der Körper kann mit einer erhöhten Infekt-Anfälligkeit, mit Heißhungerattacken, Gewichtszunahme, chronischen Erkrankungen und mit Burnout reagieren.

Menschen, die gesund bleiben wollen, sollten sich überwiegend im Parasympathikus-Modus befinden. An den Vorgängen im Gehirn sind Botenstoffe beteiligt. Sie sorgen für eine gute Kommunikation zwischen den Zellen. Zum Beispiel wird der Zufriedenheitsbotenstoff Serotonin nur im Parasympathikus-Modus freigesetzt und auch die Organe erfüllen nur darin ihre Aufgaben effektiv.

Ein Burnout kann sich bis zum K.0.-Zustand entwickeln: Der Betroffene ist handlungsunfähig geworden. Im Gehirn funktioniert die Kommunikation zwischen den Zellen nicht mehr richtig, es kommt zu einer neurobiologischen Blockade im Gehirn. Selbst kleinste Belastungen produzieren erneut die Gefühle der totalen Erschöpfung.

Burnout- ein persönliches Versagen?

Es handelt sich beim Burnout um eine reine Körperreaktion und nicht um ein persönliches Versagen. Bei der Bewertung muss zudem berücksichtigt werden, dass sich Arbeits- und Lebensbedingungen kontinuierlich verschärfen und ein Risiko darstellen.

Die individuelle Stressbelastbarkeit von Menschen ist einerseits genetisch bedingt, andererseits wurde sie in der frühen Kindheit und auch schon im Mutterleib geprägt. Sie kann gezielt gestärkt werden. Insbesondere bei Menschen, deren Belastbarkeit nicht so ausgeprägt ist, kann der Eigenverantwortung eine besondere Bedeutung zugeschrieben werden. Prävention ist einfacher umzusetzen als einen schon bestehenden K.0.-Zustand zu behandeln. Auch in der Prävention erweisen sich die gehirngerechten Methoden als sehr wirkungsvoll und leicht erlernbar.

Wenn es zu einem Burnout gekommen ist, sollte es schnellstmöglich gezielt und gehirngerecht behandelt werden, damit der Zustand nicht chronisch wird. Bei vielen Betroffenen gibt z.B. durch eine Reha-Maßnahme eine leichte Verbesserung, die aber nur so weit wirkt, dass der K.O.-Zustand verhindert wird.

Wie sieht eine gehirngerechte Burnout-Behandlung aus?

Die Ursache von Burnout, die Stressblockade im Gehirn muss aufgelöst werden, bevor andere Maßnahmen Wirkung zeigen können.

Eingesetzt werden einfache schnell erlernbare Übungen, die die Gehirnfunktionen stabilisieren. Die Wirkung verstärkt sich, wenn die Übungen mit Atemübungen und einer besonderen Form von Tiefenentspannung kombiniert werden.

Übergeordnetes Ziel ist, der Betroffene kann seinen Zustand wieder selber beeinflussen und er fühlt sich ihm nicht mehr ausgeliefert. Die Übungen sind so konzipiert, dass sie ohne Aufwand und ohne, dass Außenstehende es bemerken, durchgeführt werden können.

Als zweiter Schritt muss der Stressspeicher geleert werden, dem Gehirn wird mitgeteilt, der Stress ist beendet. Dabei kommt die wingwave®-Methode zum Einsatz.

Bei wingwave® wird ein ganz natürlicher Vorgang aus der Schlafphase bewusst genutzt. Während des Schlafes und in den Traumphasen, zeigen sich schnelle Augenbewegungen, die sog. REM-Phasen (Rapid-Eye-Movement). Diese Augenbewegungen stimulieren beide Gehirnhälften. Die Wirkung ist, dass sämtliche Eindrücke und Erlebnisse des Tages verarbeitet und „sortiert" werden.

Es gibt aber Stressoren, die so schwer wiegend sind, dass sie nicht im Schlaf verarbeitet werden können. Es entsteht ein Verarbeitungsstau und in der Folge kommt es zu emotionalen Blockaden.

Mit wingwave® werden die Augenbewegung der REM-Phasen im Wachzustand erzeugt. Der Coach „winkt“ vor den Augen des Klienten und dieser folgt den Bewegungen mit seinen Augen. Dadurch wird eine optimale Vernetzung der beiden Gehirnhälften erreicht, Es werden Blockaden gelöst, Stress wird abgebaut und das Gehirn findet neue kreative Lösungen.

Blockaden, die immer wieder das Burnout-Empfinden auslösen, können so gezielt und schnell überwunden werden. Ein Beispiel: Die Schlafstörungen von Susanne K. hatten Leistungsdruck als Ursache und, wie sich im Verlauf des wingwave®-Coachings herausstellte, eine verschüttete Kindheitserinnerung. Als diese Blockade aufgelöst worden war, konnte sie wieder ohne Probleme schlafen und den Schlaf somit zum Regenerieren nutzen. Die Art der Blockade wird mithilfe eines Muskeltests an der Hand ermittelt. Der Vorteil ist, der Klient muss nicht in einer „Innenschau" auf die Suche nach der Ursache gehen. Langwierige Gespräche sind nicht notwendig, die Intervention setzt punktgenau an.

Lebensbedingungen

Der Betroffene reflektiert mithilfe von Übungen, wo Ressourcen bestehen und wo sie fehlen. Das Bewusstsein für die eigenen Anteile am Stresserleben wird gestärkt und befähigt zu einem veränderten Verhalten.

Fazit

Der Zunahme von Burnout und psychischen Erkrankungen steht man zunehmend hilflos gegenüber. Viele Betroffene warten monatelang auf einen von der Krankenkasse finanzierten Therapieplatz. In dieser Zeit verschlechtert sich ihr Zustand weiter. Noch gibt es wenige Therapeuten, die sich intensiv mit dem Thema „Burnout" beschäftigt haben. Betroffene sind häufig unzufrieden mit der Behandlung, ihr Zustand hat sich nicht wesentlich verändert. Dabei sollten nicht langjährige Therapien das Ziel sein, sondern lösungsorientierte Methoden, die schnell wirken, dem Betroffenen helfen und damit dem Gesundheitssystem Kosten ersparen.

Eine Überprüfung des gesellschaftlich verankerten Leistungsstrebens mit dem Wunsch nach „immer schneller-immer mehr" wäre im Zusammenhang mit Burnout und der Zunahme psychischer Störungen mit Sicherheit zusätzlich hilfreich.

Frauke Schulte, 12.09.12

www.frauke-schulte.de

(Für die bessere Lesbarkeit wurde die geschlechtsneutrale Form genutzt. Der Artikel bezieht sich selbstverständlich auf Frauen und Männer.)

Literatur/Links

Hüther, Gerald: Biologie der Angst. Wie aus Stress Gefühle werden; Göttingen 2009

Unger/Kleinschmidt: Bevor der Job krank macht; München 2007

Kaluza: Stressbewältigung, Heidelberg 2005

Burisch: Das Burnout-Syndrom, Heidelberg 2010

Frank, Gunter/Storch, Maja: Die Manana-Kompetenz

Besser-Siegmund, Cora; Siegmund, Harry-Institut: wingwave-Coaching, Paderborn 2010

www.wingwave.com

BKK Gesundheitsreport 2012

 
 
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