Städtekultur in Burgund
Es war ein Traum der damaligen Herrscher und seiner Bevölkerung und es war eine Zeit von Prunk und Protz. Selbst heute sind die einstigen Verbindungen zu der burgundischen und flämischen Kultur sichtbar. Beide Kulturen haben zur gleichen Zeit eine Hochblüte erlebt welche sich vor allem in der Architektur und Kunst sichtbar wurden. Aber auch die Genussfreuden wie
Pralinen und
Wein wurden in dieser Zeit entwickelt und verbessert. Burgund ist vor allem eine Land des Weins und besitzt eine noch immer spürbare römische Tradition. Gerade die
Klöster und
Abteien machen das Land so unverwechselbar. Flandern ist das Land der Kaufleute und Handwerker.
Die Stadtkultur wurde in dieser Zeit permanent weiter entwickelt und gelangte schließlich so weit zur Blüte das das Land zum kulturellen und wirtschaftlichen Mittelpunkt in Europa wurde. Bei allem darf man aber nicht die Zeit vergessen in denen sich die Herzöge zu viel anmaßten und es zwischen dem Patriziergeschlecht und dem herrischen Feudalherren gab. Die Beziehungen zwischen Frankreich und Österreich wurden für einige Jahrhunderte in Feindschaft ausgetragen, als Karl der Kühne in der Schlacht von Nancy im Jahre 1477 der Versuchung eines lückenlosen Herzogtums nicht widerstehen konnte.
Die Idee des alten
Lotharingiens wurde nach dem Tod von Karl dem Großen im Vertrag von Verdun festgeschrieben. Es war die Idee der römischen Pufferprovinz welche vom Ärmelkanal bis zum Oberrhein reichen sollte. Diese Idee starb mit dem Fall von Karl des Kühnen in der
Schlacht von Nancy. Als Maximilian der I. von Habsburg die Erbtochter Karls des Kühnen, Maria von Burgund heiratet fühlte sich Frankreich herausgefordert. Allerdings konnten diese das burgundische Erbe nur kurz halten. Die Goldenen Zeit der
Grands Ducs d'Occident wurde mit dem frühen und tragischen Tod von ihr beendet. Maria von Burgund fand ihre letzte Ruhe in der Frauenkirche von Brügge.
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