Michael Wnuk / Fotoagentur Combipix
Autor: Michael Wnuk Das Bundesland Niedersachsen hält vieles bereit. Nordseeküste, Lüneburger Heide, Weser Ems Land uvm. Wir geben Ihnen einen kleinen Einblick wie es entstand und wie es zu dem wurde, was es Heute ist. Viel Spass beim Lesen. Ihr Combipix Team!
Allgemein:
Willkommen in Niedersachsen!
Dieses Bundesland hält wesentlich mehr für seine Besucher bereit, als plattdeutschsprechende Menschen, die ihren Lebensunterhalt mit dem Fischfang verdienen.

Wir taten uns schwer, bei den Recherchen einige Sehenswürdigkeiten aus dem zweitgrößten Bundesland der Bundesrepublik auszusuchen, da Niedersachsen vieles bietet. Von unterschiedlichsten Sprachstilen (Plattdeutsch, Hochdeutsch, Saterfriesisch) über unterschiedliche Landschaften (Küste, Weser-Emsland, Lüneburger Heide) bis hin zu unterschiedlichsten Industrien (Landwirtschaft, Werften, Fischfang, Automobilweltkonzerne und Airbus- Zulieferer) wird man fast alles in diesem Bundesland vorfinden.
Entfernungen von einzelnen Städten Deutschlands nach Hannover: München: ca. 630 km / Fahrtzeit ca. 6:30 h
Stuttgart: ca. 500 km / Fahrtzeit ca. 5:30 h
Hannover: ca. 300 km / Fahrtzeit: ca. 3 h
Berlin: ca. 300 km / Fahrtzeit: ca. 3 h

Entfernungen und Fahrtzeiten zwischen Orten innerhalb Niedersachsens: Hannover nach Emden: ca. 250 km / Fahrtzeit ca. 3 h
Hannover nach Hamburg: ca. 150 km / Fahrtzeit ca. 1:50 h
Hannover nach Rinteln: ca. 61 km / Fahrtzeit: ca. 1 h
Hannover nach Bremen: ca. 140 km / Fahrtzeit: ca. 1:30 h
Hannover nach Lüneburg: ca. 135 km / Fahrtzeit: ca. 2 h
Bremen nach Hamburg: ca. 120 km / Fahrtzeit: ca. 1:30 h
Bremen nach Emden: ca. 130 km / Fahrtzeit: ca. 1:30 h
Bremen nach Hannover: ca. 125 km / Fahrtzeit: ca. 1:40 h
Die Geschichte von Niedersachsen ist lang und sehr bewegt. Zwei Völkergruppen sind dabei bei der frühen Besiedelung und Bewirtschaftung des Landes zu erwähnen: die Friesen und die Germanen. Letztere fingen im 2. Jh. n. Chr. aus dem Norden kommend an das Gebiet des heutigen Niedersachsen in größerem Maße zu besiedeln. Zu dieser Zeit hatten sich die Friesen aber bereits im nordwestlichen Teil dieses Gebietes ein Zuhause aufgebaut und schafften es auch, sich gegen die neuen Siedler zu behaupten. Durch diese Tatsache konnten die Friesen ihre Traditionen und Gebräuche weiter fortzuführen. Im 5. Jahrhundert hielt es viele Germanen nicht mehr in dieser Gegend. Sie verließen das Gebiet des heutigen Niedersachsen und siedelten vorrangig im heutigen Groß Britannien.
Die verbleibenden Germanen konnten ihre Siedlungen über Jahrhunderte hinweg ungestört ausbauen und hatten im 7.Jh. fast das gesamte Gebiet des heutigen Bundeslandes besiedelt. Über die kommenden Jahrhunderte hinweg entstanden viele mächtige Gebiete um das heutige Niedersachsen herum. Frankenreich entstand unter Karl dem Großen im 9. Jh. auf dem Gebiet des heutigen Frankreich, Baden Würtemberg und Bayerns. Die Grenzlinien stoppten aber meist an den Grenzen der germanisch besiedelten Gebiete.
Im 8. und 9. Jh. waren es dann nicht Heere oder Armeen, die durch die Gebiete des heutigen Niedersachsens zogen, sondern Missionare, die das Christentum bis hin nach Nordskandinavien brachten. Der Name Ansgar mag dem einen oder anderen ein Begriff sein. Dieser durchzog diese Gebiete und setzte im Jahre 830 n. Chr. ins heutige Schweden über, um den dortigen Glaubensüberzeugungen entgegenzutreten.
Im 10. Jh. ist das Gebiet unter dem Namen Herzogtum Sachsen, ein fester Bestandteil des Heiligen Römischen Reiches, den es bis ins 18. Jh. sein sollte. Architektonisch und kulturell verbreitet sich in Europa die Romanik immer stärker. Auch dem heutigen Gebiet Niedersachsens setzt sich diese Architektur und die damit einhergehende Lebensanschauung durch. Im Dom von Hildesheim (das als Unesco Weltkulturgut gelistet ist) ist ein Bauwerk der Romanik erhalten, das Jahr für Jahr tausende von Touristen begeistert.
Im 12. und 13. Jahrhundert befindet sich die Gotik auf dem Vormarsch. Auch in Niedersachsen findet die Gotik im Schlossbau … ihre Meister. Im 12. Jh. kommt auch mehr und mehr die Hanse in Fahrt und beschert den Städten Lübeck, Hamburg, Bremen und dem Gebiet um diese herum einen starken wirtschaftlichen Aufschwung.
Gegen Ende des 14. Jh. spalteten sich einige Königreiche vom Heiligen Römischen Reich ab. Das Herzogtum Sachsen verbleibt aber in dem überbleibenden Reich, das gegen Ende des 15. Jh. den Namen „Deutsches Reich" bekommt und später wieder stark an Boden gewinnt. Auch wenn in den Geschichtsbüchern der Name „Germanen" häufig nicht mehr zu finden ist, sind doch immer noch die Friesen existent. Wie eh und je haben sie ihre kleine Welt in und um das heutige Ostfriesland behaupten können.
Das 17. Jh. wird vom 30 jährigen Krieg überschattet. Während Gebiete im heutigen Bayern, Baden Würtemberg und Mecklenburg Vorpommern Bevölkerungsverluste von über 50 % zu beklagen haben, bleibt die Bevölkerung von Niedersachsen fast komplett verschont.
Das 17. und 18. Jh. steht ganz im Zeichen des Barocks. Schloss Clemenswert, das vom Kurfürst Clemens erbaut wurde, ist nur eines der vielen imposanten und historischen Bauten aus dieser Zeit.
Ab dem 18. Jahrhundert ist neben anderen kleineren historischen Begebenheiten nur noch die Vermählung zwischen dem Königshaus von Groß Britannien und den Adeligen aus Hannover zu erwähnen, die eine tiefe Beziehung zwischen den einzelnen Adelshäusern und Ländern begründet.
Im 19. Jh. existierten dann unter dem Namen „Königreich von Hannover" große Teile des heutigen Niedersachsens als Element des Preußischen Königreiches.
In den späteren Jahren des Kaiserreiches hört das Königreich Hannover auf, zu existieren und wird ein Bestandteil des Königreiches bzw. Kaiserreichs Preußen mit Bismark als Reichskanzler und führenden Kopf.
Nach dem Weltkrieg wird Niedersachen zum größten Teil von den Briten besetzt und verwaltet. Die Geburtsstunde des Bundeslandes Niedersachsen ist auf den 1. November 1946 zu datieren. Bei dieser Gründung wird durch die Briten ebenfalls festgelegt, dass Hannover die Landeshauptstadt wird.
Das Land sieht sich nach dem Krieg vor der großen Herausforderung, viele Flüchtlinge aufzunehmen und zu versorgen, die gerade aus Ost Europa aus den sowjetischen Besatzungszonen in den Westen drangen. Somit endet der kurze zeitliche Abriss über das heutige Bundesland Niedersachsen.
Sehenswürdigkeiten in Niedersachsen

Lüneburger Heide und Lüneburg
Schon oft wählten Filmteams die Lüneburger Heide als Filmkulisse. Gerade im Frühling, wenn "die Heide blüht", oder auch im Herbst lassen sich in dieser Landschaft wunderschöne Wandertouren vornehmen.
Combipix empfiehlt Ihnen, auch das etwas nördlicher gelegene Lüneburg zu besuchen. Der historische Stadtkern mit seinen kleinen Gassen und historischen Gebäuden wird Sie für die Anfahrtsstrapatzen entlohnen.
Sie haben die Möglichkeit, bequem per Bahn von Hannover, Hamburg oder Bremen aus in die Lüneburger Heide zu kommen, oder auf dem gut ausgebauten Autobahnnetz schnell die einzelnen Sehenswürdigkeiten dieser Landschaft zu erreichen.
Ostfriesland
Im Ostfriesland werden Sie auf eine sehr alte Traditionsgeschichte treffen, die sich über viele Jahrhunderte behauptet hat. So haben Sie die Möglichkeit, mit den Orten Greetsiel (Perle des Ostfrieslandes), Emden, Neuharlingersiel oder Carolinensiel historische Orte aufzusuchen, die mit ihrem kleinen historischen Stadtkern eine wahre Sehenswürdigkeit darstellen. Leider muss man dazu sagen, dass Sie in diesen Orten nicht die einzigen Touristen sein werden, sodass gerade an Wochenenden und in der Hauptferienzeit diese Orte unter Umständen hochfrequentiert sein können. Weitere Sehenswürdigkeiten im Ostfriesland sind neben den kilometerlangen Deichen die Leuchttürme von Pilsum und Campen sowie der schiefste Turm Europas in Suurhusen.
Weitere Sehenswürdigkeiten und Attraktionen finden Sie in dem Bericht "Ostfriesland" von Combipix.

(Hameln)
Hannover
Willkommen in einer der wichtigsten Messe - Städte Europas. Die Stadt Hannover ist eng mit der Expo und anderen Messen verbunden.
Wer aber meint, dass das alle Sehenswürdigkeiten der Stadt sind, muss eines besseren belehrt werden. Die Landeshauptstadt Niedersachsens hält neben einer wunderschönen Fußgängerzone, noch einen sehr schönen Bereich um den Hauptbahnhof und schöne Schlossgärten bereit.
Wen das immer noch nicht überzeugt, den möchte Combipix noch darauf hinweisen, dass Hannover einen größeren Flughafen besitzt, von dem viele "Günstigflieger" starten, sowie eine Künstlerszene, die in verschiedenen Stadtgebieten ganze Straßenzüge mit Skulpturen und Kunstwerken verziert hat.

| Rinteln Trotz der Tatsache, dass die Stadt Rinteln an der Autobahn A 2 als Sehenswürdigkeit angepriesen wird, lassen doch noch zu viele Reisende diese Stadt links liegen. Ein großer Fehler, da die Stadt Rinteln einen sehr sehenswerten historischen Stadtkern mit einem sehr schönen Marktplatz besitzt.
Von der Autobahn aus fahren Sie ca. 15 Minuten bis zum Stadtzentrum. Sie können auf vielen sehr günstigen und zentrumnahen Parkplätzen Ihren Wagen abstellen und die Fußgängerzone sowie den Markplatz bequem erkunden.
ACHTUNG Blitzen: Auf der Landstraße sind zwei feste Blitzanlagen installiert. Wenn Sie Fotos dieser und anderer Städte Deutschlands ansehen möchten, können Sie das tun. Sie finden die Stadtfotos im Bereich Stadt / Landschaftsfotos > Deutschland > Stadtfotos. |
Wolfsburg
Wolfsburg steht für zwei Dinge: VW und Fussball. Die Stadt hat neben dem VW - Werk nicht wirklich viele historische Sehenswürdigkeiten zu bieten. Dafür hat aber der Autohersteller ein imposantes und beeindruckendes Besucherzentrum errichtet, das für sämtliche Gäste geöffnet ist.
Fotohinweise für diese Tour auf einen Blick:
- Lüneburger Heide: Landschaftsfotos, Stadt Lüneburg
- Ostfriesland: Fischerorte wie Greetsiel, Carolinensiel
- Ostfriesland: Leuchttürme von Pilsum und Campen
- Ostfriesland: Deiche, Landschaft uvm.
- Hannover: Bahnhofsviertel, Schlossgärten, Künstlerstraßen - Rinteln: Markplatz, Seitenstraßen
- Wolfsburg: Autostadt, VW Werk
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