Unterflurcontainer für Glas, Leichtverpackungen und Papier
Für das Umweltamt der Gemeinde Vaterstetten in der Region München müssen zwingende Gründe vorliegen, statt einer Wertstoffinsel ein in der Anschaffung viel teueres unterirdisches Wertstoffsammelsystem aufzustellen. So geschehen in einem neu erschlossenen Wohngebiet. Hier geht man von einer hohen Akzeptanz der installierten Unterflur-Sammelstelle von PAUL WOLFF aus.
Die oberbayrische Gemeinde mit ihren 22.000 Einwohnern ist durch ihre Nähe zur Großstadt München sehr urban orientiert und hat ihr viertes Unterflursammelsystem in einem neuen Wohngebiet erhalten. Im Rahmen der Erschließung durch einen privaten Bauträger geschah dies im Konsens mit dem Umweltamt. Außerdem war es ein wichtiges Verkaufsargument für den Träger, denn die angehenden neuen Anwohner waren mehrheitlich gegen eine Wertstoffinsel und dem damit verbundenen Lärm und Schmutz. Im Vergleich zu den bestehenden Wertstoffinseln sind die Ausgaben für die Leerung der Unterflursysteme für die Gemeinde gleichhoch.
Insgesamt acht Unterflurcontainer für Glas, Leichtverpackungen und Papier – in unmittelbarer Nähe zu den Einfamilienhäusern – wurden von PAUL WOLFF, dem Spezialisten für Abfallsammelstellen, geliefert. Die Kosten hierfür betrugen etwa 50.000 € brutto, zuzüglich der Tiefbauarbeiten
Die gestalterischen Beeinträchtigungen für das architektonische Gesamtbild sind gering, da nur der Einwurfschacht sichtbar ist. Auch muss bedacht werden, dass im städtischen Raum der begrenzte Platz bei der Planung immer eine große Rolle spielt.
Erfahrungsgemäß wird durch die Unterflursysteme die Bereitschaft zur Mülltrennung nachhaltig positiv beeinflusst. Die benutzerfreundlich platzierten Einwurföffnungen bieten einen komfortablen Zugang auch für Kinder, ältere Mitbürger und Rollstuhlfahrer.
Bürgerservice spielt in Vaterstetten eine große Rolle. Verantwortungsvolle Stadtplanung erfordert neben ökonomischer Orientierung auch eine Ästhetik der Baukultur. Folglich sind weitere unterirdische Systeme in Planung – so für das neue Ortszentrum, welches jetzt noch mit einer provisorischen Wertstoffinsel ausgestattet ist.
André Czajka