Buchführung - Tipps für Existenzgründer
Viele Existenzgründer träumen mit ihrer Gewerbeanmeldung von unternehmerischem Erfolg und wollen ihre Geschäftsideen möglichst schnell in die Tat umsetzen. Dabei auf der Strecke bleibt das Thema Buchführung. Denn soviel Spaß die unternehmerische Tätigkeit auch macht – die betriebswirtschaftliche Theorie wird eher als lästig empfunden. Dabei ist gerade sie immer Grundlage für den Erfolg einer Existenzgründung. Ein paar
Tipps zur richtigen Buchhaltung können daher sicher nicht schaden.
1. Saubere Bücher – vom ersten Tag: In der Startphase einer Existenzgründung mangelt es mitunter an einem Geschäftskonto oder der Disziplin. Unterm Strich entsteht eine „Schuhkartonbuchhaltung". Alle Belege werden wild durcheinander gesammelt und müssen mühsam sortiert werden. Aber es geht auch anders. Vom 1. Tag an müssen alle Geschäftsvorfälle sauber gebucht und aufgezeichnet werden, was Zeit und Geld spart. Fehlt es an entsprechendem Wissen, empfiehlt sich eine entsprechende Schulung zur Buchführung.
2. Getrennte Konten: Existenzgründer nutzen immer wieder gern Tabellenkalkulationen für die Buchhaltung. Allerdings lassen sich die Daten hier nachträglich ändern, was zum Problem werden kann. Stattdessen lohnt sich der Einsatz von spezieller Software. Besonders wichtig ist die Buchführung mit getrennten Konten, aus denen der Buchungszeitpunkt ersichtlich sein muss.
3. Buchhalterservice: Existenzgründer, welche die Einarbeitungszeit in Buchführungssoftware scheuen und sich ganz auf ihre unternehmerische Tätigkeit konzentrieren wollen, können auch zum Buchhalterservice greifen. Dieser überwacht den laufenden Zahlungsverkehr, bucht Belege auf die entsprechenden Konten und unterstützt bei der Gewinnermittlung, darf allerdings keine Steuererklärung erstellen. Für diese ist wiederum der Steuerberater zuständig. Kleiner Tipp: Die Kombination aus Buchhalterservice und Steuerbüro bietet ein Rund-um-Paket für Existenzgründer und Unternehmen.
4. Das richtige Forderungsmanagement: Leider lässt die Zahlungsmoral einiger Kunden zu wünschen übrig. Ausstehende Rechnungen sollte man als Existenzgründer aber keinesfalls aus falsch verstandener Kundenfreundlichkeit abschreiben – schließlich ist eine Leistung erbracht worden. Daher empfiehlt sich im Zuge der Existenzgründung auch die Beschäftigung mit dem Forderungsmanagement. Dazu gehört das termingenaue Erfassen der Forderungen in der Buchführung, das Mahnwesen und natürlich die juristischen Grundlagen. Schließlich reagiert nicht jeder Schuldner auf Zahlungserinnerungen und Mahnungen. Kleiner Tipp: Über einen Buchhalterservice kann auch das Forderungsmanagement ausgelagert und für den Existenzgründer vereinfacht werden.
Fazit:
Der Weg in die Selbstständigkeit ist oft leichter als der Alltag als Existenzgründer. Nicht zuletzt die Buchführung wird schnell zum lästigen Begleiter auf dem Weg in einen neuen Lebens- und Arbeitsabschnitt. Wer dabei einige Grundlage beachtet, wird die größten Klippen aber sicher umschiffen. Und wird die Buchführung am Ende doch zu zeitaufwendig, lohnt sich die Suche nach kompetenter Hilfe in Form eines Buchhalterservice. Allen Gründern zudem viel Erfolg!
Autor: Sebastian Schöne