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Brustvergrößerung und die Krankenkasse

Autor: melnikus | Erstellt am: 16.02.2010 | Gelesen: 2074
Kategorie: Gesundheit - Medizin & Chirurgie | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Eine Brustvergrößerung wird oft als eine unnötige Operation angesehen.

Brustvergrößerung
Brustvergrößerung
Die Brust der Frau wird nach dieser Definition nur aus einem ästhetischen Grund vergrößert. Sie hätte gerne einen größeren Busen, da sie das schöner findet. Aber eigentlich würde sie auch mit ihrer natürlichen Brust gut weiterleben können ohne irgendwelche Einschränkungen in ihrem Dasein ertragen zu müssen.

Doch es gibt eine Gruppe von Frauen, die dieser Definition nicht gerecht werden. Denn in der heutigen Zeit, wo Schönheitsideale nicht dem eigenen Geist entspringen, sondern von jeder Wand, jedem Titelbild und jedem Bildschirm auf den Menschen einprasseln, gibt es einige Frauen die auf Grund ihrer kleine Brust leiden. Dieser Leidensdruck kann zwar bei einigen zu keinen größeren Problemen führen, allerdings gibt es auch viele Frauen, die einen so großen Leidensdruck empfinden, dass sich ihre psychischen Probleme auf ihren Alltag auswirken.

In solch einem Fall kann es passieren, dass eine Frau sich nicht mehr traut ins Schwimmbad zu gehen. Mit Freunden an den Strand zu gehen ist unmöglich, ein Dekolleté im Sommer vollkommen ausgeschlossen. Das Leiden kann sogar so weit gehen, dass die Betroffene sich nicht mehr ansehen kann, ohne Ekel zu empfinden und somit auch ihre Beziehung anfängt darunter zu leiden.

In solchen Fällen ist eine Brustvergrößerung nicht nur angebracht, sondern sogar oft notwendig. Doch wer bezahlt diese Operation? Denn Krankenkassen übernehmen die Kosten einer Brustvergrößerung gewöhnlich nicht. Doch nur der kleinste Teil der Patientinnen kann sich solch einen Eingriff leisten. Der Rest scheint dazu verdammt zu sein, das Leid ertragen zu müssen.

Aber es gibt eine Möglichkeit, wie auch diesen Frauen geholfen werden kann. Denn die Krankenkasse finanziert bei nachgewiesenem Leidensdruck eine Therapie. Schon diese Therapie kann einigen der Frauen helfe. Doch auch hier wird es einige geben, die trotz der Therapie weiterhin leiden. Sollte die Psychotherapie nicht anschlagen und kann nachgewiesen werden, dass eine Weiterführung der Therapie keine Besserung bringt, dann wird die Krankenkasse prüfen, ob eine Brustvergrößerung den Leidensdruck verringern kann. Sollte dies der Fall sein, so werden die Kosten des Eingriffs übernommen. Allerdings wird vor dem Eingriff sorgfältig geprüft, ob dieser wirklich nicht verhindert werden kann. Dazu werden gewöhnlich die Daten der Therapie, das psychologische Profil und die medizinische Vorgeschichte der Patientin gesichtet und geprüft.

Der gesamte Vorgang dauert inklusive Therapie ca. 1 ½ Jahre und ist sehr anstrengend, kann aber auch die letzte Rettung sein, wenn keine anderen Möglichkeiten mehr für die Patientin bestehen.
 
 
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