Gartenbrunnen aus Granit
Brunnen
Geschichte von Brunnen
Brunnen dienten ursprünglich der lebensnotwendigen Trinkwassergewinnung und -versorgung. Die ältesten Brunnen gehen bis auf die Steinzeit zurück. In der Zeit als der Mensch begann sesshaft zu werden, entstanden unzählige solcher Trinkwassergewinnungsanlagen. Immer wieder werden alte Brunnenanlagen gefunden und sind wahre Fundgruben für Archäologen, da in ihnen viele für uns heute historisch bedeutsame Dinge verloren gingen. Nicht selten wurden solche Dinge durch abgelagerte Sedimentschichten und damit unter Abschluss von Sauerstoff über die Jahrhunderte konserviert. Alte Tonscherben, Schmuck und andere Gebrauchsgegenstände sind unschätzbare kulturhistorische Wissensquellen über weit zurückliegende Epochen. Aber auch die Wasserschicht trägt dazu bei, dass organische Stoffe erhalten geblieben sind, die sonst längst verrottet wären. Funde von Tieren und Pflanzenresten geben Rückschlüsse auf die damalige Flora und Fauna in diesem Gebiet. Der erst kürzlich geborgene Brunnen aus Eichenholz am Rande des Braunkohletagebaus Hambach in Nordrhein-Westfalen mit einem Alter von rund 7100 Jahren und 15 Meter Tiefe, ist der tiefste aus der Steinzeit stammende Brunnen Europas, der entdeckt wurde.
Im Laufe der Zeit entwickelte sich das schlichte einfache Bild des Brunnens mehr und mehr auch in die ästhetische Richtung. Von der Antike, über das Mittelalter, bis zur Neuzeit standen Brunnen im Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens. So galt im Mittelalter der städtische Marktbrunnen oder der Dorfbrunnen als Zierde und zeugte vom Reichtum der Städte und Gemeinden. Brunnen dienten nicht mehr nur zur reinen Wassergewinnung, sondern wurden immer mehr zum Zierbrunnen mit Liebe zum Detail.
In der Renaissance, im Barock und auch später im Rokoko fanden solche Zierbrunnen und Wasserspiele mit aufwendigen Verzierungen ihren Höhepunkt. Große prunkvolle Gärten entstanden, bei denen das Wasser eine besondere Rolle spielte. Namhafte Bildhauer schufen gewaltige Werke und verwirklichten ihre Künste in unzähligen Springbrunnen der damaligen Garten- und Parkanlagen.
Der Gartenbrunnen Heute
In neuerer Zeit sind Zierbrunnen nicht nur in Parks und anderen öffentlichen Räumen zu finden. Immer mehr werden Brunnen auch zum Gestaltungselement in privaten Gärten. Mit einem Gartenbrunnen wertet man sein Heim auf und schafft ein harmonisches Ambiente.
Sehr beliebt sind Gartenbrunnen aus Stein, deren Formen und Größen von klein und schlicht bis groß und ausdrucksvoll reichen. Natursteinbrunnen sind besondere Gestaltungselemente, die durch ihre Ausstrahlung alle Blicke auf sich lenken und das Wohlbefinden im Garten steigern. Diese aus natürlich gewachsenen Steinen gehauenen Brunnen müssen trotz den heutigen technologischen Möglichkeiten der Steinbearbeitung noch immer überwiegend in Handarbeit gefertigt werden. Gerade diese handwerkliche Fertigung macht jeden Brunnen einzigartig und damit zum Unikat.
Gartenbrunnen werden heute aus verschiedenen Gesteinen hergestellt. Auf dem Markt findet man überwiegend Steinbrunnen aus Granit, aber auch aus Basalt, Sandstein oder Marmor. Durch die enorme Witterungsbeständigkeit der verschiedenen Gesteine gegenüber aggressiven Umwelteinflüssen, erhält man ein Produkt, dass nach menschlichen Maßstäben eine nahezu unbegrenzte Lebenszeit aufweist. Zierbrunnen werden mit den entsprechenden Bohrungen für den direkten Anschluss an eine Wasserleitung und Abwasserleitung oder als Umlaufsystem mit einer Pumpe angeboten. Auch die Formen lassen beim Kunden keine Wünsche mehr offen. Ob rund, vier- oder sechseckig. Jeder kann bei dem reichhaltigen Angebot fündig werden.
Egal, für welche Variante man sich entscheidet. Ein Brunnen ist in jedem Falle eine Aufwertung für den Garten, schafft eine idyllische Atmosphäre und ist Ort der Sinnlichkeit und Ruhe.
„Geschrieben von Veit Zahlaus"