Das Wachstum des Videospielmarktes findet immer mehr im Bereich der Browserspiele statt - dort steigen die Marktanteile überproportional. Bei klassischen Onlinespielen wie World of Warcraft sinkt der Umsatz, während Browsergames kräftig zulegen können. Während im Jahr 2009 die Zahl der klassischen Onlinespieler um knapp 200.000 sank, gewannen die Browserspiele 700.000 Nutzer hinzu. Der Umsatz mit Browserspielen lag 2009 bei insgesamt 46,4 Millionen Euro. Den größten Teil davon hat der weltweit größte Anbieter von Browsergames,
Bigpoint aus Hamburg, erziehlt.
Insgesamt beschäftigt Bigpoint über 600 Mitarbeiter in 35 Ländern. Und spätestens seitdem auch "Klassische" Spiele-Entwickler wie jüngst die Berliner von Radon Labs (bekannt geworden unter anderem durch das Rollenspiel Drakensang) von Browserspielanbietern wie Bigpoint übernommen werden, ist die Relevanz von Browserspielen auch bei sogenannten Core-Gamern angekommen. Über Portale wie Browsergames.de und Browsergames.org können Spieler schnell und ohne Installation auf spannende Spiele zugreifen. Das Spiel selbst ist dabei in den meisten Fällen kostenlos, sogenannte Ingame-Items werten das Spielgefühl allerdings auf und sorgen für schnellere Erfolge - gegen Bezahlung allerdings. Einige Browsergames bieten auch monatliche Abos an, die spielerische Vorteile gegenüber nicht zahlenden Spielern zusichern.
Der Umsatz mit Browsergames liegt zwar noch nicht auf dem Niveau der aufwändig produzierten Titel eines großen Publishers wie Electronic Arts oder Blizzard. So konnte Blizzard als Anbieter des erfolgreichen MMOs World of Warcraft im Jahre 2009 insgesamt 4,28 Milliarden US-Dollar (ca. 3.1 Milliarden Euro) umsetzen, der Gewinn lag bei 113 Millionen US-Dollar (ca. 830 Millionen Euro). Gerettet wird Blizzard allerdings hauptsächlich durch das erfolgreiche Geschäft mit World of Warcraft: Publisher wie Electronic Arts liegen seit einiger Zeit nicht mehr in der Gewinnzone und weisen Millionenverluste aus.
Die Gewinne von Browsergame-Anbietern wirken im Vergleich zu den Global Playern zwar bescheiden - im Gegensatz zu vielen Publishern im klassischen Spiele-Segment liegen Browsergame-Anbieter aber wenigstens in der Gewinnzone. Rund 100 Millionen Euro Umsatz hatte Bigpoint für das Jahr 2010 angepeilt, der Gewinn dürfte angesichts der vergleichsweise geringen Entwicklungskosten von Browsergames sehr positiv ausfallen. Rund 200.000 Euro investiert Bigpoint in ein Browsergame, der Gewinn durch Ingame-Items oder Abos liegt in den meisten Fällen deutlich über den Kosten.
Auch die starke Verbreitung von Smartphones und Multimedia-Tablets steigert den Umsatz der Browsergame-Anbieter. Internettauglich ist mittlerweile jedes hochwertige Mobiltelefon, mit einem Klick auf Portale wie Browsergames.de oder
Browsergames.org steht sofort ein riesiges Angebot an spannenden Browsergames bereit. Der Markt für Spiele im Browser wird sich in den kommenden Jahren weiter vergrößern. Die kleinen Games für zwischendurch werden besonders für klassische Publisher wie EA zu einer Gefahr.