Typisches Browsergame
Browsergames sind derzeit einer der heißesten Trends im Internet. Neben zahlreichen Bewerbungen im Fernsehen sorgten insbesondere soziale Netzwerke für ein rapides Wachstum der Spielerschaft, die heute kaum jemand noch beziffern kann. Jede
Browsergames Liste unterstreicht dieses Phänomen und verweist zusätzlich auf immer neue Angebote in den Weiten der Webs. Doch wie sind eigentlich die Anfänge heutiger Browserspiele beschaffen und welche Entwicklungen leiteten ihren momentanen Erfolg maßgeblich ein?
Klassische
Browsergames existieren seit Ende der 90er Jahre. Damals basierten die meisten Onlinespiele noch auf der Markup-Sprache DHTML, welche eigentlich für spezielle Web-Anwendungen wie Drop Down Menüs konzipiert wurde. Der große Vorteil gegenüber handelsüblichen Computerspielen war schon damals die Tatsache, dass eine Installation auf dem heimischen Rechner nicht notwendig ist. Wie der Name bereits vermuten lässt, werden Browsergames direkt in einem Internetbrowser gespielt. Aus diesem Grund ist jeder in der Lage auch von diversen Orten jederzeit auf sein Spiel zugreifen zu können. Moderne Browserspiele benötigen heutzutage oftmals jedoch zusätzlich Plugins wie Flash oder Javascript, welche allerdings auf den meisten Computern ohnehin installiert sind.
Kostenlose Browsergames sind besonders populär
Der zweite und vielleicht wichtigste Vorteil der meisten Browsergames liegt in einem grundsätzlich kostenlosen Zugang für jeden Interessenten. Über 95 Prozent aller Titel auf dem deutschen Markt sind frei nutzbar und erzwingen keinerlei Investition seitens der Spielerschaft. Vom ältesten Browsergame der Welt aus dem Jahr 1996 bis hin zu diversen aktuellen Bauernhof-Simulationen reicht meist eine einfache Anmeldung mit der eigenen Email-Adresse aus. Gerade diese niedrigen Einstiegsbarrieren ermöglichen Browsergames sehr schnell eine große Community aufzubauen, die sich in entsprechenden Foren und Chats über ihr Spiel rege austauscht.
Wie bei einem Massive Multiplayer Onlinegame (MMO) profitieren auch Browsergames besonder stark von der sozialen Vernetzung der teilnehmenden Spieler. Unterstützt wird dies im Spiel selbst häufig durch diverse Handelssysteme, Bildungen von Allianzen und weiteren Interaktionsmöglichkeiten. So wechselte der Grundgedanke einer Welt für einen Spieler zu einem offenen Universum, in dem viele Teilnehmer gemeinsam je nach Genre Schlachten, Abenteuer und ganze Welten gestalten.
Der Markt der
Onlinespiele scheint heute fast schon gesättigt zu sein. Jede Woche erscheint wenigstens ein neuer Titel, darunter leider auch oftmals qualitativ weniger gute Produkte. Aus diesem Grund sind derzeit zahlreiche Spieler mittlerweile schon
Browsergames Top 10 angewiesen, um nicht den Überblick über alle Angebote zu verlieren. Auch mittelfristig gesehen wird der Boom jedoch weitergehen und sich vermutlich auch auf weniger erfahrene Internetnutzer ausweiten.
Torsten Schmidt