D.Milzow,E.Kühn,B.Rex/Carola Heider-Leporale
Gadenstedt, 16. Oktober 2009. Carola Heider-Leporale. "Wir fühlen uns hier schon fast wie im eigenen Wohnzimmer....hier fing damals für uns alles an" lacht Erwin Kühn bei der Begrüßung des Publikums an diesem Abend in der ausverkauften "Alten Stellmacherei". Der Veranstaltungsort vermittelt etwas von Jazzkeller-feeling mit ungezwungener Atmospäre, was diesem Abend ein besonderes Flair verleiht. Das Publikum erwartet gespannt den Beginn dieser lang ersehnten Veranstaltung. Britta Rex und Erwin Kühn gehören schon fast zum Inventar der „Alten Stellmacherei", da an diesem Ort vor ca. 10 Jahren der Grundstock für die Karriere dieser Künstler gelegt wurde. Seitdem sind sie immer mal wieder gern gesehene Gäste. Für diesen Abend haben die beiden Musiker etwas ganz besonderes im Gepäck, den Multi-Saxophonisten David Milzow aus Hannover.
Durch gekonntes Entertainment bindet Britta Rex das Publikum liebevoll in das Konzert ein. Ihr Gesang ist ein Ohrenschmauss, absolut virtuos und perfekt in jeder Stimmlage, Lautstärke und bei jedem Musikstück. Besonderes i-Tüpfelchen setzen die Akzente der dezenten beatbox-Einlagen. Erwin Kühn, der langjährige Duo-Partner von Britta Rex, zeigt sich verschmolzen mit seinen unterschiedlichen Gitarren. Ob Bass- oder Konzert-Gitarre, Erwin Kühn ein Vollblut-Jazzmusiker, der seine Gitarre beim spielen der Saiten liebevoll wie eine Frau im Arm hält. Selbst einer Bass-Gitarre entlockt er zarte, sanfte und verträumte Töne wie man sie selten so hören kann. Special-guest David Milzow gibt mit seinen Musikinstrumenten Saxophon und Querflöte dem Duo und der Musik dieses Abends das besondere Etwas. Er überzeugt das Publikum durch gekonnte Solo-Einlagen von der Qualität seines Können, ob an den verschiedenen Saxophonen oder aber auch an der Querflöte, die, wie bereits vor Jahrzehnten der Rockmusiker Ian Anderson bewiesen hat, viel mehr und besseres zu bieten hat als nur den Einsatz in der Marschmusik.
Durch das breite Spektrum der eingesetzten Instrumente und Vokal-Interpretationen vermitteln diese 3 Vollblutmusiker, daß sie ohne weiteres in der Lage sind ein ganzes Orchester auf der Bühne darzustellen. Sie präsentieren Vielseitigkeit und Improvisationstalent, zeigen durch die Auswahl der Stücke u.a. von Stevie Wonder "don't worry about the things" über Brecht "Dreigroschenoper-Mecki Messer" bis hin zu Tab Hunter "What Lola wonts" und in den Zugaben Earth, Wind an Fire mit "Dancing in September" und "Bridges" von Milton Nascimentos die breite Palette ihres musikalischen Angebots. Ob Jazz, Pop, Rock oder Latin-Klänge - sie bieten die Stücke in teils eigenen Arrangements und Improvisationen dar die absolut einmalig sind.
Es war einer dieser wunderbaren Konzert-Abende bei dem der Funke sofort auf die Zuhörer überspringt. Sie zeigten den Publikum was es heißt "Musik zu leben" und darin voll und ganz auf zugehen. Der Besuch eines ihrer Konzerte ist ein absolutes MUSS für jeden Jazz-Fan!
weitere Infos: www.erwinkuehn.de / www.brittarex.de / www.davidmilzow.de /
www.altestellmacherei.deReportage: Carola Heider-Leporale
www.zickenzone-photographie.demein
MusikBlog (hier noch mehr Bilder dieser Veranstaltung)