Britischem Facebook-Hacker droht Haftstrafe
Dabei fing doch alles so harmlos an. Mit einem App bei dem berühmten sozialen Netzwerk Facebook spielte ein 29-Jähriger IT-Experte aus England Poker im Internet. Genau genommen bei dem Facebook-Giganten Zynga; jenem Unternehmen, dass sich mit dem beliebtesten Spiel der Welt „Farm Ville" bereits eine goldene Nase verdienen konnte. Ich Poker App heißt
Texas Hold'em - eben nach der Spielart, welche dort gezockt wird – und ist ähnlich erfolgreich. Hier erscheint alles ganz klein und harmlos, denn es wird nur um Spielgeld gespielt. Wie aber so vieles in dem sozialen Netzwerk ist auch hier das Kostenlose nur Schein, denn will man um große Summen Spielgeld spielen, muss man auch dort echtes Geld investieren.
Hier sah der junge Britte und Computerspezialist eine Chance auf einen schnellen Verdienst und hackte kurzerhand den Server von Zyngas Poker-App. Beute des digitalen Einbruchs: 400 Milliarden Chips auf seinem Konto, die angeblich einen Real-Geld-Wert von sage und schreibe 12 Millionen Dollar haben sollten. Der Hacker hatte vor, diese an andere Spieler im Facebook zu verhöckern, um damit einen schnellen Verdienst zu erwirtschaften. Angeblich gelang es ihm auch, für über 60 tausend Euro Chips loszuwerden.
Allerdings wurde man bei Zynga natürlich aufmerksam, wenn eine solche Masse an Chips verschwindet und wieder auftaucht und man kam dem Britten bald auf die Schliche. Nun muss sich der Hacker vor dem Gericht verantworten und eventuell sogar eine Haftstrafe in Kauf nehmen. Dann bleibt ihm nur zu hoffen, dass er auch im Gefängnis seinen Facebook-Account checken kann.