Michael Jackson
Nach Michael Jacksons Tod am vergangenen Donnerstag belegen Singles und Alben des King of Pop jetzt die vorderen Plätze der britischen Charts. Derweil brachten die vergangenen Tage neue Gerüchte über Jacksons Todesursache ans Licht.Insgesamt 43 Singles und elf Alben von
Michael Jackson und der Familienband „The Jackson 5" stürmten seit dem Tod des Popsängers die britischen Charts. Das Best Of Album „Number Ones" von 2003 belegt in der Verkaufsrangliste Platz eins (Vorwoche: Platz 121) und auch die Alben „Thriller" (7), „King of Pop" (14), „Off The Wall" (17) und „The Essential Michael Jackson" (20) schafften es in die Top 20. Nach eigenen Angaben erhöhten sich die Verkaufszahlen für Jacksons Werke bei der britischen Musikladenkette HMV in den 24 Stunden nach dem Tod um das 80-fache. Dies könnte allerdings auch mit daran liegen, dass der Konzern diese derzeit deutlich vergünstigt anbietet. (siehe hmv.com).
Während Jacksons
CDs zu neuen Höhen aufsteigen, weiten sich die Spekulationen um seinen Tod weiter aus. Zuletzt wurde einer von Michael Jacksons Leibärzten, der Kardiologe Dr. Conrad Murray, als Zeuge verhört, da er gerüchtehalber dem King of Pop kurz vor seinem Tod das starke Schmerzmittel Demerol gespritzt haben soll. Murray bestreitet den Einsatz des Medikaments. Wie sein Anwalt am Sonntag in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AP bekannt gab, habe Murray den Künstler am Donnerstag mit schwachem Puls und Atemstillstand in seinem Bett vorgefunden und durch verschiedene Maßnahmen versucht, sein Leben zu retten. Der Kardiologe soll der Familie selbst noch im Krankenhaus die Obduktion des Leichnams vorgeschlagen haben, da er nicht verstanden habe, warum Jackson gestorben sei, so der Anwalt. Eine erste Obduktion hatte keine Hinweise auf eine äußere Einwirkung, die zum Tod des Sängers geführt haben könnte, ergeben.
Die Ergebnisse weiterer Tests, unter anderem der toxikologischen Untersuchung, sind aber erst in vier bis sechs Wochen zu erwarten. Die Familie ließ mittlerweile von einem privaten Pathologen eine zweite Autopsie vornehmen, deren Ergebnisse noch nicht bekannt sind. Laut der „Los Angeles Times" erhoffen sich die Jacksons von der zweiten Untersuchung schnellere Erkenntnisse über die Todesursache. Ungeklärt bleibt neben der Todesursache bis auf weiteres auch die Rückerstattung für die Tickets der 50 angekündigten Comeback-Konzerte in London. Der Konzertveranstalter teilte am 26. Juni mit: „In diesem Moment sind unsere Gedanken bei Michael Jacksons Kindern, Familie und Freunden. Weitere Ankündigungen für Ticketinhaber werden zu gegebener Zeit bekanntgegeben."
Quelle: Eventim