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Breitbandausbau muss keine Millionen kosten

Autor: airnet | Erstellt am: 24.11.2010 | Gelesen: 648
Kategorie: Mobilfunk & Telekommunikation | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Alternative zur zeitnahen und kostengünstigen Erschließung von DSL unterversorgten Gebieten

Breitbandlösungen für DSL unterversorgte Gebiete
Breitbandlösungen für DSL unterversorgte Gebiete
Die Versorgung mit DSL und der Ausbau von Breitband Internet in ländlichen Gebieten muss keinesfalls Millionen kosten. Breitband und DSL Anbindungen für sogenannte Strukturinseln und Kommunen mit geringer Bevölkerungsdichte sind für die Multis der Branche oft nicht lukrativ. Da gehen Angebote zum Breitbandausbau schon mal in die Hunderttausende, wenn nicht sogar in die Millionen.

Für die einzelnen Gebietskörperschaften bedeutet dies oft, dass Eigenanteile aus dem Haushalt nicht aufgebracht werden können. Leider bleiben dann nur UMTS oder die Hoffnung auf LTE. Abwanderung von Gewerbe , Fachkräften und jungen Menschen aus diesen Gebieten sind die unabdingbare Folge. Investoren bleiben aus, weil die Grundlage der Modernen Wirtschaft fehlt.

Dabei wird der schnelle Zugang zum Internet heute gleichgesetzt mit elektrischem Strom und fliesend Wasser. Ist dieser nicht vorhanden, sinkt die Attraktivität eines ganzen Ortes schnell ins Bodenlose. Oft versprechen diverse Förderungen von den Ländern, dem Bund und der Europäischen Union Hilfe zum Breitbandausbau. Geldmangel und allerorts leere Kassen holen, selbst bei geförderten Projekten, Kommunen dann schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Die Eigenanteile der Gemeinden liegen in der Regel bei 50% der Ausbaukosten.  Nicht selten liegen die Angebote dazu aber im sechs stelligem Bereich oder höher. So sind selbst geförderte Projekte oft nicht realisierbar.

Alternative Techniken, wie beispielsweise Richtfunklösungen können hier Abhilfe schaffen. Die Technik hat sich auf diesem Gebiet in wenigen Jahren enorm weiter entwickelt. Riesige Datenmengen können gebündelt bis zu 50 km transportiert werden, ohne einen Meter Tiefbau oder Infrastruktur Zerstörung. Anders als bei UMTS oder LTE ist nahezu eine beliebige Skalierbarkeit der flächenmäßigen Ausdehnung  möglich.

Je nach geografischer Beschaffenheit der Orte und die Anzahl der zu erschließenden Haushalte bewegen sich die Investitionskosten selten höher als im unteren fünfstelligen Bereich. Teilweise sind je nach Haushaltslage solche Ausbaumaßnahmen auch ohne Fördermittel von den Kommunen tragbar.

Laut Fördermittel Richtlinie der Europäischen Kommission zum Breitbandausbau für ländliche Regionen, kann bei der Einhaltung der Technologie Neutralität eine Förderung von bis zu 90% der Ausgaben für Richtfunklösungen beigesteuert werden.

Frank Grau
 
 
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