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Brauchen Gründer einen Businessplan?

Autor: marting | Erstellt am: 26.06.2010 | Gelesen: 450
Kategorie: Beruf - Bildung & Karriere | Bewertung: rateArateArateArateArateB
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(Online-Artikel.de) - Sollte wirklich jeder Gründer einen Businessplan erstellen? Oder ist die Erstellung eines Businessplanes nur bei benötigter Fremdfinanzierung bzw. im Falle eines Förderansuchens zu empfehlen?

Verfügen Gründer über ausreichend Eigenkapital um keine Bank oder Förderstelle um Geld bitten zu müssen, sehen sie zumeist nicht ein, wieso sie sich die Erstellung eines Businessplanes überhaupt antun sollten. Doch der Businessplan bietet auch für diese Gründer eine Reihe von Vorteilen, die Sie sich einmal durch den Kopf gehen lassen sollten:

Lernpotential: Der Businessplan besitzt ein immens hohes Lernpotential für jeden Gründer, der sich die Mühe macht, einen solchen zu erstellen. Der Gründer sieht so, ob das Gründungsvorhaben überhaupt realistisch ist beziehungsweise ob noch größere oder kleinere Anpassungen zu treffen sind, die das Vorhaben überhaupt erst realistisch werden lassen.

Entwicklungspotential: Durch die Ausarbeitung eines Businessplanes muss sich der Gründer mit seinem zukünftigen Unternehmen eingehend beschäftigen. Oftmals kommt er so zu Ideen zur effizienteren Organisation oder zu profitablen Kundengewinnungsstrategien, die ihm sonst so nicht eingefallen wären.

Ableitung von Maßnahmen: In einem Businessplan werden durch den Gründer jede Menge Maßnahmen geplant, die das zukünftige Unternehmen zum Erfolg führen sollen. In einem Businessplan werden diese Maßnahmen schriftlich festgehalten. Durch die Schriftlichkeit der Maßnahmenplanung werden diese für alle Beteiligten verbindlicher. Die Umsetzung der Maßnahmen wird dadurch wahrscheinlicher. Deshalb steigen bei Erstellung eines Businessplanes auch die Erfolgsaussichten des neugegründeten Unternehmens.

Aufspürung von Engpässen: Die Erstellung eines Businessplanes und damit die Planung aller Leistungsbereiche eines Unternehmens zeigt dem Gründer eine Reihe von Engpässen im Unternehmen auf. Zum Beispiel werden im Businessplan der Kapitalbedarf und damit im Zusammenhang stehende mögliche Liquiditätsengpässe deutlich. Ersichtlich ist dies im Zahlenteil, welcher im Übrigen das Kernstück des Businessplanes darstellt. Der Gründer kann sich sodann genau auf diese Engpässe im Unternehmen konzentrieren und gezielt Vorsorge treffen.

Instrument zur Zielerreichung: Erstellen Gründer den Businessplan nicht nur, sondern nutzen diese den Businessplan auch nach der Gründung des Unternehmens noch, dann stellt dieser auch ein nützliches Instrument zur Zielerreichung dar. Werden die Planwerte nämlich beispielsweise auf Monate herunter gebrochen und regelmäßig mit den Ist-Werten verglichen, dann kann der Unternehmer steuernd eingreifen.

Text: Mag. (FH) Martin Grünstäudl
www.gruendungswissen.at

 
 
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