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Boulevards in Europa

Autor: findur | Erstellt am: 20.10.2011 | Gelesen: 240
Kategorie: Reisen - Urlaub & Tourismus | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Die Königsallee in Düsseldorf beweist, dass Einkaufen auch zu einem Erlebnis werden kann.

Ursprünglich bezeichnet der Begriff „Boulevard" eine breite, meist baumbepflanzte Ringstraße, die häufig anstelle ehemaliger Festungswerke angelegt wurde und den Stadtkern kreisförmig umschließt. Heutzutage verbindet man mit diesem Ausdruck jedoch eher die prächtigen Einkaufsstraßen und Flaniermeilen einiger Großstädte, ganz unabhängig davon, ob sie sich nun wirklich ringförmig oder doch schnurgerade durch die Stadt ziehen. Und auch wenn sie von den einen für zu teuer, zu abgehoben und zu kommerziell gehalten werden, während sich die anderen darüber beklagen, dass die Prachtmeilen ihren vormaligen Charme verloren haben, seit innerhalb der letzten Jahrzehnte auch immer mehr Billigläden und große Ketten dort Einzug erhalten haben, so ist doch unbestritten, dass sie weiterhin einen großen Reiz ausüben und sowohl für Einheimische als auch für Touristen immer wieder eine beliebte Anlaufstelle sind.

Zu den berühmtesten ihrer Art in Europa gehören zum Beispiel die Avenue des Champs-Elysées in Paris, die Via del Corsa in Rom, La Rambla in Barcelona, die Kö in Düsseldorf, die Oxford Street in London und der Kudamm in Berlin, und wer in eine dieser Städte reist, der verbindet diese Reise in den meisten Fällen auch mit einem Besuch einer der berühmten Einkaufsmeilen. Und so ein Besuch lohnt sich! Ganz egal, ob man nun zu den Glücklichen gehört, die das nötige Kleingeld besitzen, um wirklich in den exklusiven Boutiquen shoppen gehen zu können oder doch eher zu denen, die sich lieber auf das Schauen und Staunen beschränken möchten und sich freuen, wenn ab und an ein Geschäft dazwischen ist, in dem man sich auch als Normalverdiener etwas leisten kann.

Auch wenn man nicht zum Einkaufen herkommt, ist es auf jeden Fall lohnenswert sich ein nettes Plätzchen in einem Café zu suchen und von dort dem Treiben zuzuschauen, selbst wenn man an einigen Orten damit rechnen muss, dass einem die unterhaltsame Aussicht auf den Preis seines Cappuccinos drauf geschlagen wird. Denn die Exklusivität beschränkt sich häufig nicht auf die Geschäfte und Boutiquen, sondern auch in den Cafés und Bars kann ein einfacher Kaffee mitunter zu einem nicht ganz preiswerten Vergnügen werden. Wenn man nicht böse überrascht werden möchte, empfiehlt es sich also, schon vorher mal einen Blick auf die Preise zu werfen, um dann ganz gelassen an dem in den meisten Boulevards sehr beliebten Spielchen, welches sich „Sehen und gesehen werden" nennt, teilnehmen zu können.

Andreas Mettler
 
 
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