
Jedes Jahr kommt in vielen Medien die Meldung, dass von den Zecken eine Gefahr ausgeht, weil sie Krankheiten übertragen können. Gegen den FSME – Virus kann man sich impfen lassen, wobei man das nur in Risikogebieten benötigt. Die zweite Krankheit, die von infizierten Zecken ausgeht, ist die Borreliose eine bakterielle Infektion. Diesen Krankheitserreger können infizierte
Zecken in ganz Deutschland haben. Leider gibt es noch keinen Impfstoff, so dass man nach einen Spaziergang durch die Natur genau absuchen sollte, ob man sich eine Zecke mit nach Hause gebracht hat.
Sollte die
Zecke schon zu gestochen haben, kann man Sie ganz einfach mit einer Pinzette entfernen, aber aufpassen, dass man sie nicht zerquetscht. Sie haben nach der Entfernung die Möglichkeit, die Zecke in einem speziellen Labor untersuchen zu lassen, oder aber auf die Einstichstelle zu achten, ob sich nicht ein kreisrunder Ausschlag bildet. Leider zeigt sich dieser Ausschlag nur bei ca. 50 % der Betroffenen, so dass die Zeckenuntersuchung die sichere Variante wäre, die man aber selber bezahlen muss. Manchmal bekommt man auch einen Zeckenstich gar nicht mit, weil er meistens schmerzfrei verläuft. Deshalb sollten Sie bei Krankheit - Symptome, die sich nicht erklären lassen, auch an eine Borreliose denken.
Gerade am Anfang der Borreliose lässt sich die Krankheit in der Regel noch gut behandeln. Schulmedizinische wird die Borreliose meistens mit Antibiotika bekämpft. Leider erkennt man die Krankheit nicht immer, so dass die Borreliose chronisch werden kann. In Deutschland gibt es nach Schätzungen ca. 500.000 Betroffene dieser Krankheit und jährlich kommen bis zu ca. 100.000 Neuerkrankungen hinzu. Die Forschung arbeitet fieberhaft an einem Impfstoff gegen Borreliose, den es aber vermutlich in den nächsten Jahren noch nicht geben wird.
Josef Klemm