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Börsen 2010: Märkte bleiben unsicher

Autor: KaiMauer | Erstellt am: 25.12.2009 | Gelesen: 551
Kategorie: Handel - Business & Wirtschaft | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Experten warnen vor allzu großer Euphorie

procurenta
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Im kommenden Jahr wird der DAX die Marke von 10 000 Punkten überspringen. Diese Einschätzung hat jeder fünfte Vermögensverwalter in einer Umfrage der DAB Bank abgegeben. Mehr als die Hälfte der Befragten sehen den DAX immerhin noch zwischen 8 500 und 10 000 Punkten.

Die Börsenfachleute beim Finanzdienstleister procurenta warnen hingegen vor allzu großer Euphorie und raten zu seriösen Markteinschätzungen. Sie befinden sich damit im Einklang mit den sogenannten „fünf Wirtschaftsweisen", die für 2010 ein bescheidenes Wachstum von 1,6 Prozent bei einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um fünf Prozent prognostiziert haben. Insbesondere die Entwicklungen an den Devisenmärkten könnten im kommenden Jahr großen Einfluss auf die Konjunktur in Deutschland haben. „Ein Dollarverfall dürfte für Exportnationen wie Deutschland im globalen Wettbewerb problematisch werden", sagt procurenta Geschäftsführer Gert Burmeister.

Er befürchtet sogar wirtschaftspolitische Auseinandersetzungen zwischen den USA und China als Folge von Währungsturbulenzen, in die auch Europa verwickelt werden könnte. Wenn bei einer stagnierenden Wirtschaft die Rohstoffpreise anziehen, bestünde die Gefahr einer (importierten) Inflation. Dann wären die Notenbanken EZB und FED gezwungen, die Zinsen anzuheben. Burmeister: „Gute Nachrichten aus der Wirtschaft wären dann schlechte für die Zinslandschaft und die Börsen."

Die jüngsten Rekordhochs beim Goldpreis könnten laut Burmeister gleichermaßen ein Indiz für einen drohenden Inflationsanstieg sein, wie auch ein Resultat aus der Diversifizierung der Emerging-Markets hinsichtlich ihrer Devisenreserven und den Ängsten vor Währungsturbulenzen. Weil sich jedoch gegenwärtig noch keine eindeutigen Trends an den internationalen Finanzmärkten ausmachen lassen, rät Burmeister den Anlegern zu kurzfristigen Strategien: „Stimmen Sie sich mit dem Berater Ihres Vertrauens ab, aber engagieren Sie sich nicht langfristig." Entscheidend für eine erfolgreiche Strategie sei dabei auch die Berücksichtigung abgeltungssteuerlicher Aspekte.

„Dies gilt sowohl für die Einmalanlage von Kapitalbeträgen, als auch für die ratierliche Geldanlage in längerfristig angelegten Sparplänen", betont Finanzexperte Burmeister. Aus den derzeit günstigen Preissituationen am Markt könnten gut beratene Anleger besonderen Nutzen ziehen.
 
 
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