Bodybuilding unterscheidet sich im Gegensatz zu anderen Sportarten dadurch, dass hierbei das Hauptziel die Entwicklung der Muskulatur ist. Bodybuilder versuchen durch ständiges hartes Training einzelne Muskelpartien herauszubilden. Durch dieses so genannte Definieren der Muskeln ist der Bodybuilder in der Lage, sämtliche Muskelpartien individuell anzuspannen und somit einzeln zu präsentieren.
Als Leistungssport betrieben, wird von dem einzelnen Bodybuilder ein sehr geringer Körperfettanteil verlangt, wodurch mit dem Bodybuilding zwangsläufig eine gesunde und fettarme Ernährung einhergeht.
Die Trainingsmethoden der Bodybuilder haben sich im Laufe der Zeit stark verändert. In den Anfängen des Bodybuildings mussten die Athleten noch selbst herausfinden welche Übungen die gewünschten Muskelpartien aufbauen. Auch die genaue Trainingspraxis unterscheidet sich von Jahrzehnt zu Jahrzehnt. Während in den sechziger Jahren noch von Reg Park viel Training mit vielen Sätzen und Wiederholungen propagiert wurde, entwickelte sich in den siebziger Jahren durch den Bodybuilder Mike Mentzers das so genannte Heavy Duty Verfahren. Das bedeutet weniger Training und wenige Sätze.
Hochleistungsbodybuilder können ihre Trainings Ergebnisse in Wettkämpfen präsentieren. In Wettkämpfen wird durch eine Jury die Definition der Muskeln, die Symmetrie, die Vaskulösität und nicht zuletzt die Präsentation durch den Athleten bewertet. Hierbei ist es wichtig, viel Muskelmasse zu besitzen, die in einer ausgewogenen Symmetrie vorhanden ist. Unter Vaskulösität versteht man das Hervorstechen der Venen. Dies ist allgemein ein Zeichen dafür, dass der Athlet einen sehr geringen Körperfettanteil hat. Diese Attribute müssen von dem Hochleistungssportler angemessen durch eine Choreografie präsentiert werden. Dazu sind allerdings bestimmte Pflichtübungen zu absolvieren.
Neben den Wettkämpfen und dem Training ist die Ernährung für den Bodybuilder äußerst wichtig. Die richtige Ernährung kann den Aufbau der Muskulatur unterstützen. Bei einer gezielten Ernährung wird einerseits durch einen Kalorienüberschuss die Muskelmasse aufgebaut, während andererseits, in der so genannten Definitionsphase, durch eine Kalorienunterversorgung Fett abgebaut wird. Hierbei sind vom Bodybuilder, je nach Phase, bestimmte Diäten zu halten.
Bodybuilding ist somit ein Sport der über das reine Ausbilden von Muskelmasse und Kraft hinausgeht. Um bei Wettkämpfen siegreich zu sein und eine optimale Muskelproportion zu erreichen muss der Bodybuilder zwangsläufig auf seine Gesundheit und Ernährung achten. Bodybuilding ist somit nicht nur ein Sport, sondern eine Lebenseinstellung.