Terminkurve Sojabohnen
Im Bereich der Soft-Commodities findet sich beim Blick auf die Terminstruktur oftmals ein saisonales Muster. Dies liegt in einigen Besonderheiten von nicht-lagerbaren Rohstoffen begründet, welche zudem nicht unmittelbar reproduzierbar sind. Gerade kurz vor der Ernte, wenn die Vorräte knapp sind, kommt es von Seiten der Verbraucher der Rohstoffe häufig zu Käufen, um die laufende Produktion der Folgeprodukte zu sichern. Die Fälligkeiten in diesen Monaten notieren aus diesem Grund in der Regel mit Aufschlag. Erkennbar ist diese Situation derzeit v.a. bei Mais.
Genauere Beachtung sollen heute allerdings die Sojaprodukte finden. Exemplarisch betrachten wir den Sojabohnenkontrakt. Dieser zeigt gerade für die kommenden vier Fälligkeiten eine sehr deutliche Backwardation. D.h. die nachfolgenden Futures werden mit starkem Abschlag gehandelt. Ein ähnliches Bild zeigt sich für das Anschlussprodukt Sojabohnenmehl. Ein solcher Abschlag (bzw. Aufschlag auf den nächstfälligen Kontrakt) kann als Indikator einer möglichen Knappheit gesehen werden.
Interessant ist auch, das Sojabohnenöl im Vergleich zu den oben genannten Kontrakten bis Juli 2010 in Contango notiert. Weitere Terminkurven finden Sie auf unserer Rohstoffpage
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