Fiona Kalinowski Foto Peter Ferstl
Nach Wien, Windhoek (Namibia), Amsterdam, Istanbul, Genf und Tegucigalpa (Honduras) ist die 1000-Seelen-Gemeinde Großberg nun der Arbeits- und Wohnort Kalinowskis. Das ist natürlich ungewohnt für jemanden, der das „hustle and bustle of city life" gewohnt ist, aber die schöne Landschaft, die Wälder und Felder, durch die man wunderbare lange Spaziergänge machen kann und die nahe Donau haben ihr geholfen, sich schnell wohl zu fühlen. Regensburg mit seinem vielfältigen kulturellen Angebot und den schönen Cafés und Restaurants ist nicht weit und so ist die Schulleiterin sehr zufrieden in der Oberpfalz. Nur der Dialekt macht ihr noch zu schaffen. „Wenn langsam und deutlich gesprochen wird, verstehe ich schon das meiste", lacht die sympathische gebürtige Schottin, die perfekt Deutsch spricht.
Täglich begegnet die Schulleiterin Menschen aus aller Herren Länder. In Großberg lernen Kinder aus zehn Nationen. Sie und ihre Eltern haben die unterschiedlichsten kulturellen und sprachlichen Hintergründe. „Die Arbeit hier ist so überraschend und bereichernd. Besonders erfüllend ist es, an der Bildung dieser Kinder mitwirken zu können. Sie haben sich innerhalb eines Jahres in ihrem Wissen und auch persönlich, emotional und sozial sehr stark weiterentwickelt."
Das erste Jahr erforderte viel Engagement, denn die Arbeit endet nicht dann, wenn die Kinder die Schule verlassen. Damit die RIS den Kandidatenstatus für das Primary Years Programme (PYP) of the International Baccalaureate (IB), der weltweit größten Zertifizierungsorganisation für Internationale Schulen, so ungewöhnlich früh nach Schulgründung erlangen konnte, war viel Arbeit notwendig. „Meine Highlights des Jahres waren die Eröffnungsfeier der Schule 2009, zu der wichtige Persönlichkeiten aus Politik und Bildung kamen, und der Tag im Mai dieses Jahres, an dem uns die Genehmigung für die Klassen der Sekundarstufe erreichte. Jetzt freue ich mich darauf, die weitere Entwicklung begleiten zu können. Im August, wenn das RIS-Schuljahr beginnt, starten wir mit derzeit 27 Kindern in den Klassen eins bis fünf. Mit der in der Zukunft geplanten Pre-School werden wir auch Drei- bis Fünfjährige betreuen können. Wir sind also auf dem besten Weg, in einigen Jahren zur Gemeinschaft der weltweit mehr als 3.000 anerkannten IB World Schools zu gehören."
Fakten zur Regensburg International School (RIS)
Die Regensburg International School ist eine staatlich genehmigte private Ersatzschule. Die gemeinnützig organisierte Schule kommt den Bedürfnissen einer international ausgerichteten Gemeinschaft entgegen und treibt die wirtschaftliche Entwicklung Regensburgs und ganz Ostbayerns maßgeblich voran. Das Schulprojekt wurde unter anderem von der Stadt und dem Landkreis Regensburg, der IHK Regensburg, von zahlreichen namhaften Unternehmen (z.B. Areva, Continental, Infineon, Krones, Maschinenfabrik Reinhausen, Osram) und regionalen Institutionen sowie den Hochschulen angestoßen. Die Koordinierung dieses für den Standort Regensburg zukunftsweisenden Projektes erfolgte durch das Stadtmarketing Regensburg.
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