Flugeule.com - Die billigsten Flugtickets online buchen
Zu der bereits vorhandenen Abundanz von Flug-Suchmaschinen im Internet hat sich eine neue Mitbewerberin gesellt:
Flugeule. Wer wissen möchte, wer hinter dem Namen steckt, muss einen Blick auf die Rubrik Nutzungsbedingungen werfen, welche dem Publikumeröffnet, dass es sich bei Flugeule um das Produkt eines einzelnen Webmasters handelt, der mit der Münchener Swoodoo AG kooperiert. Bei der Landung auf der Homepage von Flugeule findet sich der Besucher vor einer sympathisch gestalteten Webseite mit Schäfchenwolken auf Azurblau in Realoptik. Eine Comicstewardess grüßt freundlich mit der weiß behandschuhten Rechten. Hinter ihr steigt ein Passagierflugzeug in den Ferienhimmel.
Die grüne Buttonleiste hat Ungewöhnliches zu bieten. Unter anderem kann man dort auf Skiurlaub und auf Party Urlaub klicken. Bei letzterem erscheint spontan das Ferienziel Ibiza - keine Überraschung. Ansonsten nichts Neues am Horizont. Eingabe von zwei Flughäfen, Passagieranzahl, Daten, Klick auf Suchen und Warten. Erfreulich ist die Funktion Abweichung, die hinter den Feriendaten angeboten wird. Mit ihrer Hilfe können Abflug- und Rückflugdatum bis zu drei Tage nach vorn oder hinten verschoben werden. Die Buttonleiste enthält auch einen Knopf mit Kundenkommentaren. Wer hier klickt, hat zunächst den Eindruck, es passiere nichts. Erst ein Scroll auf den unteren Seitenteil liefert einige Absätze mit Kundenmeinungen.
Nutzern von Flug-Suchmaschinen wird es wohl immer ein Rätsel bleiben, was daraus folgt, wenn deutlich sichtbar auf der Homepage erscheint, die angegebenen Preise seinen Endpreise ohne Zusatzkosten, während gleichzeitig unter Nutzungsbedingungen zu lesen ist, die Preise seien als Zirkapreise zu verstehen. Flugeule wartet mit einer Reihe Testurteilen auf. Getestet wurde unter anderem die Fähigkeit, die günstigsten Flüge zu finden. Bei drei Gelegenheiten wurde Flugeule mit dem ersten Platz prämiert. Dies ist von Kunden nur bedingt nachzuvollziehen. Wie überall ist auch hier Standardware billig. Wer von Stuttgart nach Mallorca oder von Amsterdam nach New York fliegen möchte, muss dafür auf der Arbeit keine Überstunden einlegen. Doch die norddeutschen Flughäfen werden nach wie vor spärlich bedient, und das auch nur zu Champagnerpreisen. Kombiniert man diese mit relativ kleinen Flughäfen wie Sevilla oder Jerez de la Frontera in Spanien, ist die Auswahl an Fluggelegenheiten klein, die Reisedauer unzumutbar und die Preise unangemessen. Dies ist Politik der Fluggesellschaften und kann von keiner noch so guten Suchmascine geändert werden. Schlussfolgerung: Flugeule ist ein nützliches Instrument für jeden Urlauber und fast jedes Ziel.
Johann Salis