Grade zur Sommerzeit, wenn viele Menschen verreisen, kommt oft die Frage auf, wie man möglichst effizient und
billig ins Ausland telefonieren kann. Viele Menschen wissen, dass das Telefonieren im Ausland mit einer deutschen SIM-Karte eine teure Angelegenheit werden kann. Grund dafür sind die teuren
Roaming-Gebühren, die bei jedem Auslandsgespräch mit einem deutschen Handy anfallen.
Allerdings gibt es durch die fortgeschrittene Bandbreitenversorgung des Internets einige Alternativen, die sich in dieser Zeit etabliert haben. Neben dem Call-by-Call-Dienst, der zu den weitgehend bekanntesten Alternativen zählt, gibt es modernere und sichere Alternativen, um ins Ausland
billig telefonieren zu können. Diese Methoden heißen:
Callthrough, VoIP und
Callback.
Callthrough bezeichnet im Prinzip das, was damals Call-by-Call war. Eine Sparvorwahl, die bei Callthrough-Diensten: Einwahlnummern genannt werden. Meistens handelt es sich bei diesen Einwahlnummern um deutsche Festnetznummern und sind daher in Verbindung mit einer Flatrate ins deutsche Festnetz kostenlos nutzbar.
Die Unterschiede zwischen Call-by-Call und Callthrough offenbaren sich einerseits in den Nutzungsmöglichkeiten sowie auch in der Kostentransparenz. Während die Nutzung von Call-by-Call Diensten nur den Kunden der Deutschen Telekom vorbehalten ist, können mit Callthrough auch erstmalig Kunden von alternativen Telekommunikationsgesellschaften billig ins Ausland telefonieren. Zudem ist es auch für Mobilfunkkunden möglich, Callthrough-Dienstleistungen zu nutzen.
Einen wesentlichen und weiteren Vorteil bietet die viel transparentere Kostenkontrolle bei Callthrough-Diensten. Während viele Call-by-Call Anbieter von einem Tag auf den anderen Preise erhöhen (oft auch heimlich dadurch, dass keine Minutenpreisansage angesagt wird), wird bei Callthrough-Diensten vor jedem Gespräch der Minutenpreis angesagt in die Destination, in die man momentan telefoniert. Ein weiterer Vorteil ist, dass das Bezahlverfahren bei Callthrough Anbietern „Prepaid" ist. Das bedeutet, dass man sich selbst eine obere Grenze an Guthaben setzen kann, ohne, dass man anschließend „verschuldet" ist, während bei Call-by-Call Nutzung die vertelefonierte Menge an Geld auf der nächsten Rechnung der Deutschen Telekom erscheint (Postpaid Zahlung).
Billig Telefonieren im Ausland
In Zeiten, wo man bereits DSL Geschwindigkeit auf dem Handy unterwegs genießen kann, tragen vor allem die Geschwindigkeit und der Ausbaustatus der deutschen Mobilfunknetze dazu bei, dass das Web 2.0 richtig durchstarten kann. Dazu zählen neben YouTube Videos für unterwegs, Internet-Radiostreams oder Musik-Downloads auch Gespräche über das Internet. Wer eine Daten-Flatrate besitzt, kann dadurch besonders viel Geld einsparen bei Anrufen ins Ausland.
Das Telefonieren im Ausland nach Deutschland ist ebenfalls möglich, ohne teure Roaming-Gebühren berappen zu müssen. Dies lässt sich mit einem Callback-Service tun. Ein Callback Anruf sieht prinzipiell folgendermaßen aus: Man muss zunächst mit dem Handy (mit einer lokalen SIM-Karte) einen so genannten Ping-Anruf ausführen an eine Callbackzentrale. Das sieht so aus, dass man eine bestimmte Rufnummer, hinter der die Callbackzentrale steckt kurz anklingeln und legt danach gleich wieder auf. Das System merkt sich die Rufnummer vom ankommenden Anrufer und ruft ihn daraufhin wieder zurück.
Durch dieses System wird ermöglicht, dass auf der lokalen SIM-Karte im Ausland keine Kosten entstehen. Sobald die Callbackzentrale den Teilnehmer zurückgerufen hat, wird dieser aufgefordert, die Zielrufnummer einzutippen. Anschließend wird der Gesprächsteilnehmer weiterverbunden.
Bei diesem System gilt eine andere Abrechnungsart, als bei gewöhnlichen Anrufen.
Billig Telefonieren über VoIP
Wer im Ausland mit seinem Laptop, Netbook oder mit einem WLAN-fähigem Smartphone unterwegs ist, kann eine weitere Alternative der Billig Telefonie nutzen. VoIP, oder auch Voice over IP ist das, was man heutzutage als Internettelefonie bezeichnet. Dabei wird ein Internetanschluss benötigt, der das Gespräch über Datenpakete weltweit versendet und empfängt und sich in dem entsprechenden Land über Mobilfunk oder Festnetz mit dem Gesprächspartner verbindet.
Der Vorteil an Internettelefonie ist, dass man keine Einwahlgebühren mehr zahlen muss, unabhängig davon, in welchem Land man sich befindet. Sobald man eine Internetleitung zur Verfügung hat, fällt nur noch der Minutenpreis in das Land an, in welches man telefonieren möchte.
Wer ein Smartphone besitzt, kann durch integrierte, oder funktionserweiternde Programme das Smartphone für VoIP-Telefonie einrichten. Wer zudem ein Smartphone mit WLAN-Funktionalität hat, kann zudem noch über WLAN-Hot Spots oder WLAN-Router billig ins Ausland telefonieren.
Geeignete, externe VoIP-Programme für ein Smartphone sind zum Beispiel: fring oder Nimbuzz. Zudem bieten diese beiden Programme neben VoIP auch viele, verschiedene Instant Messaging (oder IM) Dienste an. Damit können Verbraucher zugleich in verschiedenen Netzwerken, wie MSN, Skype, ICQ, facebook oder studiVZ erreichbar sein und zugleich über das Internet ins Ausland telefonieren.
Wer eine dieser Alternativen ausprobiert, kann schon nach einigen Minuten Auslandsgespräch die Kosten um bis zu 99% reduzieren. Somit sind dem Telefonieren ins Ausland und im Ausland keine Hürden, wie die teure Roaming-Gebühr mehr im Weg.
Carsten Karstadt