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Billig ins und im Ausland telefonieren - Alternativen via Callthrough und VoIP

Autor: carcass | Erstellt am: 15.06.2010 | Gelesen: 3006
Kategorie: Mobilfunk & Telekommunikation | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
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(Online-Artikel.de) - Eine Übersicht zur alternativen Telefonie ins Ausland. Roaming-Gebühren umgehen und hohe Telefonrechnungen vermeiden.

DCalling - Callthrough und VoIP Dienstleister.
DCalling - Callthrough und VoIP Dienstleister.
Viele Menschen heutzutage verreisen oft und lange ins Ausland. Dadurch entsteht viel Bedarf am Billig telefonieren aus dem Ausland nach Deutschland oder auch für das Billig telefonieren ins Ausland. Sehr viele Menschen merken erst im Nachhinein, wenn die Rechnung kommt, dass das Telefonieren im Ausland eine teure Angelegenheit ist, die den Rechnungsbetrag locker auf einen mittleren, dreistelligen Betrag befördern kann. Doch was tut man in Situationen, bei denen man telefonisch in Kontakt treten muss, ohne ein finanzielles Fiasko befürchten zu müssen?

Telefonieren über „Datenpakete"

Das Internet ist heutzutage das modernste Kommunikationsmittel weltweit. Durch die immer heranwachsende Vernetzung, sowie Ausbau der Internetleitung für höhere Bandbreiten ermöglicht das Internet schon länger das Einbeziehen von Medien in die damals noch kahl und textbasiert gestalteten Webseiten. Ähnlich ist es auch mit der Sprachkommunikation. Durch Breitband-Internetleitungen können heute Gespräche in Form von Datenpaketen in Echtzeit und ohne Qualitätsverlust weltweit übertragen werden. Durch diese alternative Verbindungsmöglichkeit ist man nicht mehr auf die teuren Roaming-Tarife der Netzbetreiber sowie auf die Gesprächsübertragung via Mobilfunk angewiesen, sondern kann die technisch weniger aufwendige Alternative wählen. Übertragung durch das Internet muss aber nicht zwangsläufig bedeuten, dass man mit einem Headset am Computer telefonieren muss. Durch eine erweiterte Alternative von dem bereits bekannten Call-by-Call Prinzip lässt sich Internettelefonie auch mit dem Handy oder mit dem Festnetztelefon nutzen. Dies ist mit einer prinzipiell ähnlichen Alternative, die sich "Callthrough" nennt, machbar. Die Nutzung ist durch speziell eingerichtete Einwahlnummern gewährleistet. Diese Einwahlnummern sind in der Regel deutsche Festnetznummern, die in Kombination mit einer Festnetzflatrate Auslandsgespräche ab 1,9 Cent pro Gesprächsminute ermöglichen. So kann man etwa einhundert fach länger telefonieren für den gleichen Preis, wie für eine Gesprächsminute bei den Standard-Roaming-Tarifen von ihrem Netzbetreiber.
 

Vorteile von Callthrough gegenüber Call-by-Call

Die Vorteile von Callthrough gegenüber Call-by-Call sind, dass man dieses System auf jedem Telefon nutzen kann. Call-by-Call hingegen funktioniert nur auf Festnetzanschlüssen, allerdings auch hier nur bei Anschlüssen der dt. Telekom. Wer also einen Komplettanschluss bei beispielweise 1&1 oder Vodafone hat, oder günstig mit dem Handy unterwegs ins Ausland telefonieren möchte, kann Call-by-Call dafür nicht nutzen. Ein weiterer Vorteil von Callthrough gegenüber Call-by-Call ist, dass die Kosten und die Abrechnung wesentlich sicherer und transparenter sind, als bei Call-by-Call. Bei Letzterem wird das so genannte "Postpaid" Bezahlverfahren angewendet. Das bedeutet, dass Sie zuerst ins Ausland telefonieren und anschließend eine Rechnung bekommen. In Verbindung mit den üblichen, starken Preisschwankungen bei Call-by-Call Anbietern, die über Nacht schon bei Minutentarifen das Komma um zwei Stellen nach rechts verschieben können (besonders bei Anbietern, die keine Minutenpreisansage anbieten), könnte das zu bösen Überraschungen führen bei der nächsten Rechnung.

Callthrough-Anbieter bieten in der Regel die komfortable und sichere "Prepaid" Zahlungsart an. Dadurch wird in erster Linie gewährleistet, dass Sie als Verbraucher selbst bestimmen, wie viel Geld Sie für das Telefonieren ausgeben möchten. Durch eine zusätzliche Minutenpreisansage vor jedem Gespräch, die bei Callthrough-Anbietern standardmäßig eingeschaltet sind, können Sie als Verbraucher also sicher sein, dass Sie kein Risiko eingehen bei dem Anruf ins Ausland. Optional räumen viele Callthrough Dienstleister dem Verbraucher die Möglichkeit ein, zusätzlich zur Minutenpreisansage auch die Ansage über das aktuelle Restguthaben des Callthrough-Kontos ansagen zu lassen. So weiß man schon vorher, für wie viele Minuten bzw. Stunden das Guthaben ausreicht und demnach kann man sich auch einstellen. Wenn das Guthaben knapp wird, wird man durch einen Hinweiston darauf aufmerksam gemacht, dass in wenigen Minuten das Gespräch unterbrochen wird. Soviel zur Bezahlung bei Callthrough-Dienstleistern.

Callthrough – Zu großer Aufwand fürs Billig telefonieren?

Viele Menschen kritisieren die umständliche Art, über Callthrough zu telefonieren. Im Prinzip ist das richtig, allerdings nur, wenn man die klassische Callthrough-Einwahl nutzt, wie etwa das Einwählen über die Bandansage. Der klassische Einwahlprozess sieht folgendermaßen aus:
  • Einwahlnummer vom Handy wählen.
  • Bandansage: Begrüßung.
  • PIN-Nummer eingeben, falls die eigene Rufnummer beim Callthrough Provider nicht angegeben worden ist.
  • Zielrufnummer eintippen.
  • Minutenpreisansage abhören
  • Durchwahl ins Ausland

Allerdings beachtet kaum jemand, dass diese Dienste alternative, viel schnellere und bequemere Methoden anbieten, als nur die klassische Einwahl.

Als eine Methode kann man den Wählvorgang teils automatisieren, indem man den Pause "p"-Wahlton eines Telefons nutzt. So kann man beispielweise die Pin-Nummer und die Zielrufnummer in einem Zug eingeben, bevor man die Einwahlnummer anruft.

Als Beispiel nehmen wir die Einwahlnummer: 111222333, die PIN-Nummer: 444555666 und die Zielrufnummer: 777888999.
Wenn man diese automatisiert eingeben möchte, muss man also in sein Telefon: 111222333p444555666p777888999 oder 111222333#p444555666#p777888999# eingeben.

Diese Einwahlmethode für Callthrough wird zum Beispiel von DCalling unterstützt. Die Raute (#) interpretiert man bei Callthrough-Diensten als "Bestätigung" der Rufnummerneingabe. Diese Wählmethode hat den weiteren Vorteil: Man kann diese Nummer bequem in dem Telefonbuch abspeichern, und muss die Rufnummer nicht jedes Mal neu eintippen.

Viele Callthrough-Anbieter bieten zusätzlich die Möglichkeit, Kurzwahlen für Rufnummern zu definieren. Diese können beim Callthrough-Anbieter im persönlichen Login-Bereich eingegeben werden. Die Kurzwahlen sind in der Regel einstellig oder zweistellig und frei wählbar.

Mit definierten Kurzwahlen kann man auch eine weitere Einwahlmethode nutzen. Diese Einwahlmethode wird als "Overlap-Dialing" bezeichnet. Das bedeutet, dass man eine bereits definierte Kurzwahl, zum Beispiel die "99" für die Zielrufnummer "0068123456789" direkt an die Einwahlnummer (z.B.: 022111111111") anhängen kann. Also praktisch: „02211111111199". Das Callthrough-System erkennt, dass an die Einwahlnummer eine Kurzwahl angehängt worden ist und verbindet direkt über den Callthrough-Dienst zur Zielrufnummer. Dabei wird die Bandansage lediglich auf die Minutenpreisansage reduziert, und die lästige Eingabe von PIN-Nummer und Rufnummer entfällt. Dies funktioniert allerdings nur, wenn man die eigene Rufnummer beim Callthrough-Provider hinterlegt hat. Anders kann keine Assoziierung der Kurzwahlen mit der eigenen Rufnummer erfolgen.

Billig im Ausland über VoIP telefonieren

Optional bieten einige Callthrough-Anbieter auch VoIP Services an. VoIP steht für "Voice over Internet Protocol" und steht im Allgemeinen für das, was wir als Internettelefonie bezeichnen. Voice over IP ist für Menschen, die via Callthrough telefonieren eine praktische Ergänzung, wenn man auf das Internet zurückgreift. Dabei kann mithilfe eines Headsets oder Mikrofones am Computer direkt über den Internetbrowser ins Ausland telefoniert werden und zwar zu selben, preislichen Konditionen, wie bei Callthrough-Anrufen bei dem Callthrough-Anbieter selbst. Der Unterschied liegt darin, dass man eine direkte Einwahl über das Internet hat, auf dem die günstige Callthrough-Telefonie schließlich basiert. Das bedeutet wiederum, dass keine Kosten parallel beim Mobilfunk- oder Festnetzanbieter entstehen, wenn man keine Festnetzflatrate für das Anrufen der Einwahlnummern hat oder wenn man selbst im Ausland ist und nach Deutschland telefonieren möchte. Die Einwahl bei Internettelefonie bzw. VoIP-Telefonie entfällt also komplett, unabhängig davon, in welchem Land man sich befindet. Wer eine Fritz!Box Router/Telefonanlage besitzt, kann zudem das Festnetztelefon daheim so konfigurieren, dass bei gewählten Auslandsnummern diese via Fritz!Box automatisch über das Internet umgeleitet werden. Dadurch verbindet die Fritz!Box dieses Gespräch über das VoIP Protokoll: SIP direkt über das Internet. Auch hier ist keine Einwahl durch Einwahlnummern etc. nötig. Wer eine Anleitung sucht, wie man eine Fritz!Box korrekt für den Callthrough-Dienst: DCalling einrichtet, wird auf Callthrough Info fündig.

VoIP eignet sich besonders, wenn man länger im Ausland ist, einen Internetanschluss besitzt oder nutzen kann, oder wenn man einen mobilen Datentarif besitzt. Man kann mit geeigneten WLAN Handys zum Beispiel auch über Soft-SIP-Clients und WLAN Hotspots direkt über das Internet telefonieren, so, als würde man ein gewöhnliches Handygespräch führen. Diese Methode hat ebenfalls den Vorteil, dass die Parallelkosten für das Anrufen der Einwahlnummer an den eigenen Netzbetreiber entfallen.

Mit dem Handy billig im Ausland telefonieren

Im Ausland bestehen weitere Einwahlmethoden, wie man beispielweise schon ab rund 3 Cent pro Gesprächsminute nach Deutschland telefonieren kann. Das System nennt sich "Callback". Voraussetzung für dieses System sind lokale SIM-Karten aus dem jeweiligen Land, da man mit einer deutschen SIM-Karte, unabhängig davon, ob man selbst anruft oder angerufen wird in jedem Fall teure Roaming-Gebühren bezahlen muss. Grade das Ziel ist, diese Kosten zu vermeiden. Dies ist nach den Roaming-Regelungen natürlich nur möglich, wenn man eine lokale SIM-Karte nutzt. Diese sind preiswert und leicht zu beschaffen. Anders, als in Deutschland üblich kann man diese SIM-Karten quasi an jeder Straßenecke, in jedem Kiosk günstig beschaffen. Auch anders, als in Deutschland müssen diese SIM-Karten in vielen Ländern nicht registriert werden, sondern können gleich nach dem Einlegen genutzt werden.

Das Callback Verfahren basiert auf einem Rückruf auf das Handy nach einem ausgeführtem, so genannten "Lockruf" oder "Ping-Anruf" zwischen dem eigenen Handy und der Callbackzentrale, sowie mit einer zweiten Leitung von der Callbackzentrale zur Zielrufnummer. Dadurch entstehen, anders wie bei Callthrough andere Tarifkosten, die durch zwei parallel geöffnete Leitungen zurückzuführen sind. So muss also der Callback Nutzer den Rückruf auf das eigene Handy zahlen, sowie die Verbindung zur Zielrufnummer. Wenn man als Beispiel folgendes nimmt: Man befindet sich in Thailand, hat ein Handy mit lokaler SIM-Karte zur Verfügung und möchte in die USA, ebenfalls auf das Handynetz telefonieren. Die Preise für Thailand Handy, wie auch für USA Handy betragen je: 1,9Cent pro Minute. Demnach müsste man für einen Rückruf, sowie für die Weiterverbindung insgesamt 3,8 Cent/Minute zahlen. Man hat viele Möglichkeiten, wie man einen Callback-Anruf auslösen kann. Entweder, man klingelt die Callbackzentrale kurz an und legt wieder auf. Diese ruft umgehend auf das Handy zurück, sodass das Guthaben der lokalen SIM-Karte nicht belastet wird. Die zweite Alternative ist das Auslösen eines Callback-Lockrufes via SMS. Das hat den Vorteil, dass man gleich die Zielrufnummer mit eingeben kann, sodass die Eingabe der Zielrufnummer via Bandansage entfällt und eine direkte Einwahl zur Zielperson erfolgt. Die dritte Alternative ist der Lockruf via Internet. Dieser bietet, ähnlich wie SMS-Callback verschiedene Einstellungsmöglichkeiten und Parameter, die man selbst definieren kann für eine leichtere und bequemere Einwahl.

Weitere Alternativen für das „Billig telefonieren"

Nicht zuletzt bieten viele Callthrough-Anbieter auch lokale, kostenlos erreichbare Auslands-Einwahlnummern an, die ebenfalls keine Kosten auf der lokalen SIM-Karte verursachen. So müssen Sie das Guthaben der lokalen SIM-Karte nie aufladen, da das Guthaben nicht verbraucht wird. Die lokalen, kostenfreien Rufnummern werden jedoch anders abgerechnet, als klassische Einwahlnummern.

Es existieren genügend Möglichkeiten, wie man besonders billig im Ausland telefonieren kann, ohne auf das deutsche Handy zurückgreifen zu müssen. Wichtig dabei ist, dass man immer beachtet, dass mit einer deutschen SIM-Karte im Ausland in jedem Fall Roaming-Gebühren entstehen. Dabei spielt es keine Rolle, ob man selbst Anrufe tätigt oder angerufen wird.  Weitere, interessante Artikel über das Telefonieren findet man im Billig telefonieren-Blog.

Robert Olejnik
 
 
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comment Kommentare von Besucher !

Gepostet von Thomas Weisenberg am 15.07.2010
Vielen Dank für die Infos. Sehr hilfreich!

Gepostet von ThBauer am 02.07.2010
Danke für den Tipp!! Von Callthrough hab ich bislang noch Nichts gehört. Gleich mal recherchieren!!

MfG
T.B







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