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BGH: Bauunternehmer muss Kosten für privates Sachverständigengutachten tragen

Autor: hugbay | Erstellt am: 14.07.2017 | Gelesen: 86
Kategorie: Bau - Planung & Architektur | Bewertung: Unbewertet
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(Online-Artikel.de) - Alle Informationen und Details zu dem Thema "BGH:

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass ein von einem Bauherrn in Auftrag gegebenes Sachverständigengutachten es nicht rechtfertigt, dass der beklagte Bauunternehmer auch ein Sachverständigengutachten in Auftrag gibt. Auch wenn der Bauunternehmer einen möglichen Prozess gewinnt, könne er deshalb nicht die Kosten für sein privates Sachverständigengutachten vom Bauherrn verlangen. Darauf weist Dr. Ulrike Kirchhoff, Vorstand von Haus & Grund Bayern, hin.

In dem zu entscheidenden Fall hatte ein Bauunternehmer ein Wohnhaus errichtet. Nach Fertigstellung klagte er noch 36.000 Euro Resthonorar ein. Der Bauherr ließ daraufhin zwei Privatgutachten fertigen, um so nachzuweisen, dass ein Mangel am Wohnhaus bestand und die Arbeiten des Bauunternehmers somit nicht fertiggestellt worden seien. Daraufhin gab auch der Bauunternehmer ein Privatgutachten in Auftrag, das zu dem gegenteiligen Ergebnis kam. Der Bauunternehmer gewann den Prozess und verlangte vom Bauherrn die Kosten für sein Sachverständigengutachten in Höhe von 5.000 Euro.

Der Bundesgerichtshof (Beschluss vom 1. Februar 2017 – Aktenzeichen: VII ZB 18/14) verneint einen Anspruch des Bauunternehmers auf Erstattung seiner Kosten für das Sachverständigengutachten. Nach Ansicht des Gerichts können zu den im Rahmen eines Rechtsstreits erstattungsfähigen Kosten zwar ausnahmsweise auch die Kosten für ein privates Sachverständigengutachten gehören. Das sei etwa dann der Fall, wenn eine Partei nicht die notwendige Sachkenntnis hat, um sich zu einem Sachverständigengutachten des Gerichts sachgerecht zu äußern. Ein Bauunternehmer sei dagegen aufgrund seiner eigenen Sachkunde ohne Weiteres in der Lage, zu dem Inhalt eines durch den Bauherrn eingeholten Gutachtens selbst Stellung zu nehmen.

Haus & Grund bietet umfassenden Service rund um die Immobilie – von der kostenlosen Beratung für Mitglieder bis zum günstigen Versicherungsschutz. In Bayern gibt es 105 Haus & Grund-Vereine, die die Interessen von über 130.000 Mitgliedern – Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer in Bayern – vertreten. Die bayerischen Haus & Grund-Vereine sind unter dem Dach des Landesverbandes Haus & Grund Bayern zusammengeschlossen. Der Landesverband engagiert sich in Politik und Gesellschaft, damit die Interessen der privaten Eigentümer etwa in Gesetzgebungsverfahren gehört werden. Haus & Grund Bayern ist Mitglied von Haus & Grund Deutschland. Dem Dachverband in Berlin gehören über die 22 Landesverbände etwa 900 Haus & Grund-Vereine sowie rund 1 Mio. Mitglieder an.
 
 
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