Cluster als Multiplikatoren nutzen
Die Wettbewerbsfähigkeit ganzer Wirtschaftsräume hängt heutzutage davon ab, wie sich Wirtschaft und Wissenschaft auf regionaler Ebene zusammenfinden. Wirtschaftliche Cluster sind Netzwerke von Unternehmen in räumlicher Nähe, deeren Aktivitäten sich entlang einer oder mehrerer Wertschöpfungsketten ergänzen. Immer mehr Regionen erkennen, dass solche Clusterbildungen ein Schlüssel zum wirtschaftlichen Erfolg sein können.
Im globalen Wettbewerb verlieren nicht nur die Grenzen zwischen Ländern, sondern auch zwischen Branchen und Unternehmen an Bedeutung. Der Geschäftserfolg eines Unternehmens hängt vielmehr von den Rahmenbedingungen eines lokalen Standortes ab. Bei einer immer häufiger zu beobachtenden Cluster-Bildung lassen sich mehrere Unternehmen einer Branche an einem Standort nieder, woraus sich für alle Beteiligten ggf. erhebliche Vorteile ergeben können. Beispiel Entsorgungseinrichtungen: umweltgerechte Entsorgung stellt für den einzelnen Nutzer oft einen immensen Kostenfaktor dar. Cluster-Kostenvorteile können dadurch realisiert werden, dass sich mehrere Nutzer den Investitions- und Betriebsaufwand teilen. Vgl. hierzu Becker, Jörg:
Immobilienwirtschaft im Standort-Möglichkleitsraum – Wirkungsbeziehungen im Kräftefeld der Standortfaktoren, ISBN 978 3 8391 2306 5
Imageförderung, Kontaktanbahnungen, Tourismusförderung. Trotz sich weiter entwickelnder Informations- und Kommunikationsmedien wie dem Internet, werden auch persönliche Kontakte weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Je nach Situation wird es davon abhängen, ob ein Unternehmen den Kontakt zur Kommunalverwaltung persönlich (Besuch, Telefon) oder schriftlich (Post, Fax, eMail) aufnimmt. Ein erster zentraler Anlaufpunkt ist vielen Fälle das Internet, in dem die Kommune somit auch sämtliche Informationen per Übersicht gebündelt anbieten muss. Die Internetpräsenz des Standortes darf sich nicht auf kommunale Verwaltungsunterstützung (eGovernment) beschränken, sondern muss als virtuelles Rathaus sämtliche Ausprägungen der Kommunikationsbeziehungen integrieren. Vgl. hierzu Becker, Jörg:
Wirtschaftsförderung als Business Enabler – Bürokratiebremsen lockern und Kompetenzen festigen, ISBN 978 3 8391 0833 8.
Vortragsveranstaltungen und Workshops mit hochkarätigen Referenten erhöhen nicht nur die Reputation in Fachkreisen sondern sind positiv für das Image des Standortes insgesamt. Dabei spielen vor allem die Möglichkeiten zu einem persönlichen Kennenlernen und Erfahrungsaustausch eine große Rolle. Mitunter wird diesem Faktor der Anbahnung und Pflege von Kontakten auf Führungsebene ein größerer Stellenwert beigemessen als den eigentlichen Veranstaltungen selbst.
Dipl.Kfm. Jörg Becker (www.beckinfo.de)