Dass Sie wissen wollen, was mit Ihrer Bewerbung geschieht, ist verständlich. Bedenken Sie jedoch: In München bewerben sich zur Zeit auf eine durchschnittliche kaufmännische Stelle 260 Leute, in Berlin gab es auf die Ausschreibung einer Hausmeisterstelle einer Botschaft mit der Anforderung, derjenige solle nicht nur handwerklich begabt sein, sondern auch noch drei Sprachen sprechen, über 800 Zuschriften. Wahrscheinlich nerven Sie die Leute eher und es weiß sowieso niemand, wo Ihre Bewerbung gerade steckt. Rufen Sie lieber an, bevor Sie sich schriftlich bewerben, versuchen Sie durch vorbereitete Fragen noch Details über die Stelle zu bekommen, die Sie dann geschickt ins Anschreiben einflechten können.
Wenn Sie nach ca. vier Wochen wissen wollen, ob schon entschieden wurde, wer die Stelle bekommt, dann ist ein Anruf das Richtige. Generell sollten Sie sich immer so verhalten, als ob Sie die Stelle nicht bekommen und sich weiterbewerben. Das gilt so lange, bis der Vertrag unterschrieben ist. Rechnen Sie auch nicht damit, Ihre Unterlagen zurückgeschickt zu bekommen, bei der heutigen Flut der Bewerber passiert das nicht mehr so oft. Es ist auch eine Möglichkeit, nach einer Absage anzurufen und sich zu erkundigen, woran es gelegen hat. Wenn Sie Glück haben, bekommen Sie eine Antwort, die Ihnen bei den nächsten Bewerbungen weiter hilft. Mehr zu diesem Thema findet sich auf der Seite der
MDR Knigge Expertin Nandine Meyden und im
Knigge Blog.
Textquelle Frau Meyden