Vertrauenswürdige Kommunikationsbasis bauen
Im Vordergrund von Gesprächen zu Beurteilungen und Beförderungen stehen dabei nicht so sehr Verdienste oder Fehlleistungen aus der Vergangenheit. Auch die den Mitarbeitern oft mit einem Charakter von Zeugnisnoten mitgeteilten Bewertungen haben einen meist eher rückwärts gerichteten Blick. Sowohl im Interesse des Mitarbeiters als auch des Unternehmens gilt es aber, den Blick verstärkt auf Zukünftiges und möglicherweise bisher verborgene Wirkungszusammenhänge zu richten.
Im Interesse von Vorgesetzten und Personalchefs
Für Vorgesetzte und Personalchefs können Tools wie beispielsweise Personalbilanzen insbesondere dann von Interesse sein, wenn sie sich mit folgenden Sachverhalten auseinanderzusetzen haben:
- Mitarbeitergespräche mit Personalbeurteilungen
- Prüfung von Beförderungen.
Hierbei können Personalbilanzen dazu verhelfen, bei den betreffenden Mitarbeitern eine gute Basis der Glaubwürdigkeit und Akzeptanz zu schaffen. Gerade wenn auch eher negative Sachverhalte angesprochen werden müssen, finden diese mehr Verständnis, wenn sie in Form von nachvollziehbaren Bilanzaufstellungen nicht rein subjektiv, sondern gut begründet und sorgfältig durchdacht vorgetragen werden können. Detaillierte Konzepte werden beschrieben von Becker, Jörg: Personenbilanzen mit Intellektuellem Kapital – Bewerbungs- und Beurteilungswerkzeuge, ISBN 978 3 8370 7001 9.
Unterstützt durch Potential-Portfolios und Wirkungsnetze
Beispielsweise können Potential-Portfolios und Graphische Wirkungsnetze die Arbeit mit Personenbilanzen wie folgt unterstützen: Fähigkeiten, Eigenschaften, Leistungen eines Mitarbeiters werden nicht rein vergangenheits- oder ist-bezogen sondern im Hinblick auf zukünftig noch besser ausschöpfbare Potentiale hin analysiert. Eine intensive Beschäftigung mit Personenbilanzen ermöglicht die Generierung von Handlungsempfehlungen, beispielsweise gegliedert nach den Kategorien „Analysieren", „Stabilisieren", „Entwickeln" oder „Kein Handlungsbedarf". Unabhängig von dem Ergebnis eines Mitarbeiter- oder Beförderungsgespräches können damit alle von konkreten Maßnahmenempfehlungen für die weitere Entwicklung und Vorgehensweise profitieren. Vgl. hierzu Becker, Jörg: Headhunter in eigener Sache, ISBN 978 3 8391 2464 2. Fähigkeiten, Eigenschaften, Leistungen eines Mitarbeiters stehen nie isoliert nebeneinander. Zwischen ihnen wirken vielmehr zahlreiche dynamische Beziehungen: mit unterschiedlicher Stärke und Intensität, mit unterschiedlicher Dauer bis zum Eintritt von Wirkungen oder mit unterschiedlichen Häufigkeiten der miteinander vernetzten Einflussfaktoren. Wenn es gelingt, mit Hilfe von Personenbilanz-Werkzeugen dieses verwirrende Netzwerk besser verstehbar zu machen, so können auch hier wiederum alle nur davon profitieren.
Dipl.Kfm. Jörg Becker (www.beckinfo.de)