Einen Betrugsfall konnte die Detektei Silber im April 2009 in Stuttgart aufdecken. Eine 52-jährige Witwe war durch ihre Naivität und Leichtgläubigkeit das Opfer eines dreisten Betrügers geworden. Die Frau hatte bereits Strafanzeige bei der Polizei gestellt, die ihr jedoch leider nicht weiter helfen konnte.
Die Stuttgarterin hatte im Februar auf einer Vernissage im benachbarten Ludwigburg einen Mann mit Bildung und Esprit kennen gelernt, der sich ihr gegenüber als Vorstand eines privaten Bankhauses ausgab mit Wohnsitz in Mallorca. Er besuchte die Dame regelmäßig über einen Zeitraum von mehreren Wochen. Nach drei Monaten erhielt sie eine Einladung zu einem einwöchigen Urlaub auf seine Finka auf Mallorca. Sie war voller Enthusiasmus und gab dem vermeintlichen Schöngeist 1200,-- € in bar für ein Flugticket erster Klasse. Dieser erschien jedoch am Tag der Abreise nicht wie vereinbart am Lufthansa-Schalter des Stuttgarter Flughafens und die ihr bekannte Mobiltelefonnummer gab es nicht mehr. Unter der ihr genannten Adresse auf Mallorca, war der Mann auch nicht gemeldet. Zur persönlichen Enttäuschung kam hinzu, dass sie ihm auch noch 50.000,-- Euro für eine vermeintlich lukrative Immobilie auf der Urlaubsinsel übergeben hatte.
Ihr Rechtsanwalt riet ihr, eine Detektei zu kontaktieren. Sie rief noch am selben Tag bei der Detektei Silber an und schilderte den Vorfall. Schon für den nächsten Tag wurde ein Termin vereinbart, bei dem die Dame dem Detektiv ein Foto des Mannes übergab und seine Gewohnheiten beschrieb. Anhand dieser Informationen begann der Detektiv, die Spur aufzunehmen. Nach einer Woche ermittelte der Detektiv schließlich den Namen und nach weiteren drei Tagen intensiver Recherche konnte er seinen Aufenthaltsort, einen Vorort der baden-württembergischen Landeshauptstadt, ermitteln. Der Betrüger konnte dabei beobachtet werden, wie er zahlreiche Gepäckstücke zu seinem in der Tiefgarage geparkten Fahrzeug transportierte. Da unmittelbare Fluchtgefahr bestand zog der Detektiv die Polizei hinzu, die bald feststellte, dass der Mann wegen ähnlicher Delikte bereits vorbestraft war. Glücklicherweise befand sich der Großteil des Bargeldes noch in dem geräumigen 5-Zimmer-Appartement, so dass sich der finanzielle Schaden in Grenzen hielt.
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