Die
betriebliche Ausbildung wird, wie der Name schon sagt, von Betrieben durchgeführt. Dadurch erhalten die Auszubildenden eine hohe Fachkompetenz in den Geschäftsfeldern ihres Ausbildungsbetriebes. Darin liegt der Vorteil und gleichzeitig auch der Nachteil einer betrieblichen Ausbildung: durch die hohe Spezialisierung sind Sie optimal für eine Übernahme durch den Betrieb qualifiziert. Ist der Betrieb aber nicht an einer Übernahme interessiert, wird die Spezialisierung unter Umständen zum Problem weil nicht jeder Betrieb die gleichen Qualifikation sucht. Ein weiterer Vorteil ist die, durch die betriebliche Ausbildung erworbene praktische Erfahrung - allerdings gilt auch hier wieder, dass sie sich nur bei einer Übernahme durch den Ausbildungsbetrieb optimal einsetzen lässt.
Schulische Ausbildungen werden dagegen meist von Bildungsträgern angeboten, die sich auf einzelne Branchen spezialisiert haben und in diesen Bereichen neben der Ausbildung meist auch
Umschulung und Weiterbildung anbieten. Die schulische Ausbildung ist nicht derart festgelegt wie die betriebliche Ausbildung, d.h. Auszubildende erhalten hier ein breites Branchenwissen, aber keine besondere Spezialisierung. Hier liegt der Vorteil der schulischen Ausbildung: Die Absolventen sind für Arbeitgeber in der gesamten Branche interessant, müssen aber ggf. länger eingearbeitet werden. Praktische Erfahrungen kann man bei der schulischen Ausbildung durch in die Ausbildung integrierten Praktika sammeln. Berufsschulen bzw. Berufsfachschulen die Ausbildungen durchführen sind in nahezu allen großen Städten zu finden. Selten muß also für eine bestimmte Ausbildung extra in eine andere Stadt gezogen werden. Ein kleiner Nachteil ist allerdings, dass eine schulische Ausbildung meistens mit Kosten verbunden ist und man im Gegensatz zur betrieblichen Ausbildung keine Ausbildungsvergütung erhält.
Ausbildungsbetriebe und Berufsschulen bieten auf ihren Internetseiten ausführliche Informationen zu diesem Thema.
David Utimger