Artikel-Recherche: Titel Beschreibung   Erweiterte Suche

Bessere Bildung ohne Krippen

Autor: DoroBoehm | Erstellt am: 29.06.2010 | Gelesen: 469
Kategorie: Beruf - Bildung & Karriere | Bewertung: rateArateArateArateBrateB
PDF Erstellen PDF Erstellen | Drucken Drucken | An Freund Senden Versenden

(Online-Artikel.de) - Politik benachteiligt Familien und belastet die nächste Generation

Zurzeit liest man wieder, dass Krippenbetreuung angeblich zu einer höheren Quote von Abiturienten führt, und dass man  mehr als die vormals errechneten Krippenplätze braucht. Weder das eine noch das andere trifft zu, und es geht auch gar nicht um Bildung sondern um die Beibehaltung finanzieller Benachteiligung von Familien unter dem Deckmantel eines Scheinvorteils für Kleinkinder. Würden Krippen tatsächlich klüger machen, so lägen Berlin und Hamburg mit ihren PISA-Ergebnissen an der Spitze, während Bayern und Baden-Württemberg ein Mauerblümchendasein im Bildungskeller fristeten. Es ist aber genau umgekehrt: Wo viele Krippenplätze eingerichtet wurden wie in Berlin, da lässt die Lese- und Rechenfähigkeit 15-Jähriger besonders viele Wünsche offen.

Dieser real existierende Zusammenhang entlarvt die im März 2008 von Bertelsmann veröffentlichte "Studie" zum volkswirtschaftlichen Nutzen von frühkindlicher Bildung in Deutschland als scheinwissenschaftliche Werbebroschüre für eine gegenüber liebevoller Elternerziehung minderwertige Betreuungsform. Werbung wirkt. Ahnungslos finanzieren wir eine Bildungsmangelvariante. Krippenkinder subventioniert der Staat mit ca. 800 Euro im Monat, Familienkinder gehen leer aus. Die Wirtschaft ruft immer lauter nach weiblichen Arbeitskräften, und der Staat hilft nach. Die angeborenen Bedürfnisse der Kleinkinder nach Erreichbarkeit ihrer primären Bezugspersonen sind dem untergeordnet, ihre Eltern haben zu viel zu tun, um sich politisch zu organisieren und gegen ihre finanzielle Benachteiligung zu wehren.

Damit Eltern sich Politik zu ihren Lasten auch weiterhin gefallen lassen, wurden Begriffe verändert. Heute nennt man "Vereinbarkeit", was früher Doppelbelastung hieß, ein Wort, welches Eltern darauf kommen lassen könnte, dass sie viel mehr Arbeit als andere verrichten. Sowohl in ihrem Portemonnaie als auch im Bruttosozialprodukt bleibt der familiäre Arbeitsanteil unberücksichtigt. Finanziell gesehen profitiert von Kindern, wer keine hat. Für Erziehung und Versorgung eigenen Nachwuchses bekommen  Eltern keinen Cent und zahlen obendrein volle Steuern und Rentenabzüge. Weil viele junge Leute diese Benachteiligung nicht hinnehmen, stagniert die Geburtenrate. Das Märchen von der außerfamiliären frühkindlichen Bildung hat kein Happy End.

Dr. med. Dorothea Böhm, Familiennetzwerk
 
 
Geno Sponsoring
Social Bookmark

Artikel Bewerten:  Schlecht Artikel ist Schlecht 1 2 3 4 5 Artikel ist Sehr Gut Sehr Gut  
Zuletzt gelesene Artikel in der Kategorie Beruf - Bildung & Karriere:
Benimmregeln Asien: Stilsicher auftreten im Reich der Mitte
Music Business Manager/-in (ebam) goes online
Realschüler des Internates Schloss Varenholz sammeln erste Berufserfahrungen
Fleurops Junge Wilde revolutionieren Floristik
Anmeldeschluss an der Berufsfachschule für Musik München
Selbstverwirklichung schützt vor Burnout
Traumberuf Bundespolizist - Das schwierige Auswahlverfahren der Bundespolizei
Praktikum in Deutschland - als Zukunftsinvestition gestalten

comment Kommentare von Besucher !

Noch kein Kommentar zu Artikel “Bessere Bildung ohne Krippen”







Top | rss   
Designed by A2D Webdesign Agentur | Media-Netzwerk: MyPress World | MyPress DE | MyPress CH | MyPress AT | Online Article
OA-Services: Online PR-Blog | Webreporter | Know-How | Jobs & Stellenanzeigen | Presseportal | News | Branchenbuch

Copyright 2008 © Art2Digital InterMedia Solutions | ICRAchecked | Creative Commons License.