Millionen Menschen in der Bundesrepublik sind auf das Einkommen, das sie mit dem laufenden Verkauf ihrer persönlichen Arbeitskraft erzielen, dringend angewiesen. Da ist es in den Augen des objektiven Betrachters unverständlich, dass so viele Menschen auf den Besitz einer Berufsunfähigkeitsversicherung verzichten. Eine solche Police garantiert für den Fall einer infolge von Krankheit entstehenden dauerhaften Arbeitsunfähigkeit die Auszahlung einer monatlichen Rente und sichert so bei Eintritt des Versicherungsfalls die Existenz.
Da sich auf dem Markt für derlei Policen mittlerweile eine große Zahl von Anbietern präsentiert, empfiehlt es sich für Interessenten, im Vorfeld einer Vertragsunterzeichnung die Konditionen verschiedener Versicherer miteinander zu vergleichen. Da die Prämien für
Berufsunfähigkeitsversicherungen nicht pauschal festgelegt werden, sondern von den persönlichen Voraussetzungen des Versicherten abhängen, sollten individuelle Angebote eingeholt werden. So kann zum Beispiel der regelmäßige Genuss von Nikotin oder erhebliches Übergewicht zu steigenden Prämien führen.
Ein ganz wesentlicher Punkt, der bei Versicherungsabschluss in jedem Fall beachtet werden sollte, ist der Verzicht auf die abstrakte Verweisbarkeit seitens der Versicherung. So kann ein Arbeitnehmer nicht zur Aufnahme einer Tätigkeit gezwungen werden, die er noch nie ausgeübt hat, wenn er in medizinischer Hinsicht grundsätzlich arbeitsfähig ist, aber seinen erlernten Beruf aufgrund einer Berufskrankheit nicht ausüben kann.
Darüber hinaus sollte
die Berufsunfähigkeitsversicherung hinsichtlich ihrer Laufzeit so gestaltet sein, dass der Versicherungsschutz bis zu einem Alter besteht, in dem ausreichend Rentenansprüche vorhanden sind, um die Lebenshaltungskosten zu decken. Hier ist zu beachten, dass der Schutz durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung im Alter sehr teuer wird und gesundheitliche Beeinträchtigungen oft einen Versicherungsschutz unmöglich machen.
Autorin A. Prohaska