Berufspraktiker haben eine gute Chance, Berufsschullehrer zu werden. Es ist für viele ein völlig neuer Beruf und wird mit einem Sprung ins kalte Wasser verglichen, weil sie ja bisher etwas anderes studiert hatten.Aber Akademiker beeilen sich nicht besonders, an einer Berufsschule zu unterrichten. Seit vielen Jahren möchten die beruflichen Schulen die Hochschulabsolventen zu einem Wechsel bewegen und bauen immer wieder ihre goldenen Brücken. So zum Beispiel durften die Absolventen gleich nach dem abgeschlossenen Fachstudium direkt in das Referendariat. Einige Bildungsminister versuchten sogar
Beruf Lehrer zu finden, indem sie Personen ohne Referendariat aufnahmen, sie sollten nun den Unterricht leiten. Bei dieser Handlung sind viele davon ausgegangen, dass die pädagogischen Fähigkeiten im Beruf erlernt werden können.
Der
Berufsschullehrer muss sich in seiner Klasse Gehör verschaffen können. Es darf nicht an Respekt mangeln, es soll die richtige Unterrichtsmethode gewählt werden. In erster Linie sind bei den angehenden
Beruf Lehrern die pädagogischen Fähigkeiten nicht ausgebaut. Die schulische Wirklichkeit haben sich diese Menschen meistens anders vorgestellt und eben falsch eingeschätzt. Das alles erzeugt viel Stress.
Wer direkt aus der Berufspraxis kommt, legt wirklich alles an den Tag, meint es nur gut und gestaltet den Unterricht zu fachlich. Das ist das größte Anfängerproblem für mehrere angehende
Berufsschullehrer. In der Berufspraxis sind diese Lehrer meistens gute Spezialisten, aber an der Berufsschule müssen sie das gefragte allgemeinere Wissen vermitteln, das pädagogische wird aufgearbeitet. Diese Umsetzung dauert einige Zeit.
In der Berufspraxis waren mehrere jahrelang in der freien Wirtschaft an das selbständige Arbeiten gewohnt. Doch auch als
Beruf Lehrer ist man ja eigenständig und selbstverantwortlich tätig. Wie könnte es denn anders sein? Jeder
Berufsschullehrer sorgt doch selbst für seinen Unterricht, er übernimmt die Verantwortung.
Die gesamte Verwaltung, die ganzen Vorschriften sind für manche Beruf Lehrer lange, sozusagen, ein Buch mit sieben Siegeln. Sie brauchen etwas länger, um reinzukommen. Deswegen sind die erst Angekommenen auf die Unterstützung ihrer neuen Kollegen angewiesen. Die angehenden Berufslehrer sind Einsteiger und müssen integriert werden. Und das Problem liegt gerade an der Integration dieser Seiteneinsteiger in den Unterricht. Die Beruf Lehrer müssen von den Formalitäten noch viel lernen. Jeder muss sich in folgenden Fragen schließlich gut auskennen: Welche Richtlinien sind vorhanden, wie funktioniert eine Klasse, wie funktioniert der Unterricht? Und das alles muss parallel laufen.
Eine pädagogische Eignungsprüfung ist für die Seiteneinsteiger nicht vorgesehen, also geht die Schule dabei auch noch mehr oder weniger das Risiko ein. Die
Berufsschullehrer müssen ja sofort als vollwertige Lehrer arbeiten. Es gibt mittlerweile eine zweijährige Nachqualifizierung. Da muss man eine Abschlussprüfung bestehen. Oft fällt es den Schülern gar nicht auf, dass der eine oder andere Lehrer schon ein Berufsleben vor dieser Schule hatte. Aber manche merken doch, dass der Unterrichtsstil sich unterscheidet. Aber jeder Berufslehrer hat da seine Methoden: zum Beispiel jemand geht immer auf konkrete Anmerkungen seiner Schüler ein, unterstützt ihre ungewöhnlichen Lösungsvorschläge bei den Aufgaben, arbeitet nach und nach die Ideen ab und diskutiert mit den Schülern, wenn sie interessiert sind und unbedingt wissen wollen, warum und wie einige Geräte funktionieren und warum auch nicht. Ein
Berufsschullehrer hat einen sehr interessanten, aber auch anspruchsvollen Beruf.